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In der Geschichte des PVC fehlt noch der "zündende Funke", der Klatte auf die Idee brachte, PVC mit Anwendungsmöglichkeiten patentieren zu lassen.. -- Robodoc 00:59, 5. Sep 2003 (CEST)Robodoc
Hallo - also, mir fehlen Unterlagen zum Nachschauen, aber ich habe die folgenden vagen Erinnerungen: ist es nicht so, dass das Chlor als Abfallprodukt bei der Herstellung von Natronlauge als lästiger Rest überbleibt (und daraus kann dann Vinylchlorid gemacht werden)? Natronlauge wird für viele chemische Prozesse gebraucht, bis hin zur Verwendung in Wäschereien und zum industriellen Kartoffelschälen zum Beispiel. Meines Wissens nach gab es Berge (ja, wirklich Berge) von Vinylchlorid, die keiner brauchte - bis daraus in Zeiten der Rohstoffknappheit während (oder schon vor, im Artikel steht ja 1938 als Zeitpunkt) dem Zweiten Weltkrieg, mit einigem Forschungseinsatz ein auch wirklich verwendbares Produkt gemacht wurde (erfolgreicher Zusatz von Weichmachern); diese Entwicklung fand in Buna/Leuna/Bitterfeld ... statt - irgendwo habe ich schon mal Fotos dazu gesehen von vor dem II. Weltkrieg und auch etwas gelesen, ich finde es aber nicht mehr und habe auch keine Idee mehr, wo das war ... Das Problem bei PVC ist eben, das es sozusagen das Recyclingprodukt für das übrigbleibende Vinylchlorid ist - eigentlich wird vom Ausgangsstoff Natriumchlorid vor allem die gewonnene Natronlauge benötigt - nicht umsonst versucht die PVC-Industrie, den Kunststoff immer wieder einzusetzen, sonst gibt es ein Entsorgungsproblem :-/ - - soweit zu meine doch äußerst vagen Erinnerungen - die keineswegs stimmen müssen - könnte das evtl. mal eine Expertin oder ein Experte kommentieren? Gruß, --Schusch 01:16, 25. Nov 2003 (CET)
Unter Technik findet sich der (verborgene) Hinweis großtechnische Herstellung gelang 1938 - wer weiß etwas dazu?, der noch nach einer Antwort schreit. --Mikue 15:07, 22. Jan 2004 (CET) Ich habe das mit dem Natriumhydroxid genau umgekehrt erfahren: sein Preis stieg in den letzten Jahren deutlich an, verbunden mit dem Hinweis, daß die Chlorchemie immer mehr vermieden würde, die Nachfrage nach Chlor gesunken und so die Chlor-Alkali-Elektrolyse verteuert wäre. Vinylchlorid fällt natürlich nicht automatisch an, sondern Chlorgas. --Vigala Veia 01:36, 12. Jul 2004 (CEST)
Verbot als LebensmittelverpackungDen Passus ... Deshalb wurde sein Verwendung für Lebensmittelverpackungen vor einigen Jahren (wann?) verboten. ... habe ich aus dem Artikel entfernt, weil ich trotz Recherche keinen Hinweis auf ein generelles PVC-Verbot bei Lebensmittelverpackungen finden konnte, im Gegenteil aber einige Hinweise darauf, dass PVC-Folien nach wie vor verwendet werden (wenn auch mit Bedingungen). --mxr 10:07, 19. Mär 2004 (CET)
Revert wegen Urheberrechtsverletzunghabe einen Revert auf Version von 10:03, 19. Mär 2004 von mxr gemacht, da der zwischendurch eingefügte Text aus: http://www.agpu.de/pvcbewertung.pdf kopiert war ... ich werde die entsprechende Version zum Löschena auf die Löschliste setzen, sollte der Text autorisiert gewesen sein, bitte unbedingt hier vermerken! -- Schusch 16:38, 25. Mär 2004 (CET)Hallo Schusch, es liegt keine Urheberrechtsverletzung vor, da Text von mir (Mitarbeiterin und Hauptautorin des besagten Textes "Neubewertung eines Klassikers") erstellt und in Wikipedia eingestellt wurde. Oder hätte ich mir vorher bei Euch ein password geben lassen müssen? Bitte schreibe wie und wo ich mich anmelden muss. DANKE! LIN (s. auch: http://www.agpu.com/personen.htm)
hallo hafenbar & Schusch! ich muss ja schon sagen, die Aussagen von uns als "Werbemüll" abzutun ist mehr als krass! Zu dem von Hafenbar so genannten "PR-Material" gibt es eine Menge Literatur, die ich euch mal schicke (Fakten, Fakten, Fakten). Dagegen weiß ich wirklich nicht aus welchem Märchen die Aussage stammt, PVC sei "eine Langzeitaufschiebebank für Abfälle der chemischen und der Kunststoffindustrie".... Hier die Literatur zu dem von mir eingefügten Kapitel "Nachhaltige Zukunft": 1) Prognos AG, E. Plinke, R. Schüssler, K. Kämpf, “Konversion Chlorchemie�, on behalf of the Hesse Ministry for the Environment, Energy and Federal Affairs, 1994 2) “Umweltgerechtes Bauen, PVC-Anwendungen, Probleme, Alternativen�, Ministry for Women, Youth, Building and Urban Planning of the Land Schleswig-Holstein, January 1999 3) Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz des Menschen und der Umwelt“, Bericht „Schutz des Menschen und der Umwelt – Bewertungskriterien und Perspektiven für umweltverträgliche Stoffkreisläufe in der Industriegesellschaft“, 1994, Kapitel 4.4.4 4) Umweltbundesamt, „Handlungsfelder und Kriterien für eine vorsorgende nachhaltige Stoffpolitik am Beispiel PVC“, Erich Schmidt Verlag, Berlin 1999 5) Ministerium für Bauen und Wohnen: „Umweltschonendes Bauen des Landes“, Runderlass; im Ministerialblatt für das Land Nordrhein-Westfalen, Nr. 2, S. 14 vom 26.01.1999 6)Literatur EU: Anfang 1999 wurden von der EU-Kommission 5 Studien an verschiedene Auftragnehmer zu den unterschiedlichen Aspekten der Entsorgung - immer in Bezug auf PVC – vergeben: I)Bertin Technologies, “The Influence of PVC on the Quantity and Hazardousness of Flue Gas Residues from Incineration�, Study for DG XI, April 2000 II) AEA-Technology, “Economic Evaluation of PVC Waste Management�, Report for European Commission Environment Directorate, June 2000 III) ARGUS/Universität Rostock, “The Behaviour of PVC in Landfill“ , Study for DG XI.E.3, February 2000 IV)PROGNOS/Plastic Consult/Cowi, “Mechanical Recycling of PVC Wastes�, Study for DG XI of the European Commission, January 2000 V) TNO, “Chemical Recycling of Plastics Waste (PVC and other resins)�, Study for DG III of the European Commission, December 1999 Auf Basis dieser Studien hatte die EU-Kommission dann im Juli 2000 ein Grünbuch zu PVC vorgelegt: Kommission der EU, “Grünbuch zur Umweltproblematik von PVC�, KOM (2000) 469 endgültig, Brüssel, den 26.07.2000 Die Resonanz auf das Grünbuch war enorm: 33.000 Stellungnahmen sind laut EU-Kommission zum PVC-Grünbuch eingegangen, davon äußerten sich über 98 % positiv zum Einsatz und zur Verwendung von PVC. Kann man alles nachlesen unter: http://europa.eu.int/comm/environment/pvc/index.htm Im April 2001 stimmte das Europäische Parlament über den Grünbuch-Bericht des Abgeordneten Sacconi und zahlreiche Änderungsanträge ab. Anträge zum Verzicht auf PVC - generell - oder auf Weich-PVC sowie die Forderung, PVC-Produkte als nicht nachhaltig zu bewerten, sind abgelehnt worden: EU-Parlament: Europäisches Parlament, „Entschließung des Europäischen Parlaments über das Grünbuch der Kommission zur Umweltproblematik von PVC“, (KOM(2000) 469 – C5﷓0633/2000 – 2000/2297(COS)), April 2001 Die Literatur zur Freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche: 1) ECVM, ECPI, ESPA, EuPC, „Freiwillige Selbstverpflichtung zum nachhaltigen Wirtschaften der PVC-Branche�, März 2000 2) ECVM, ECPI, ESPA, EuPC, „Fortschrittsbericht 2001 zur Freiwilligen Selbstverpflichtung zum nachhaltigen Wirtschaften der PVC-Branche“, März 2001 3) ECVM, ECPI, ESPA, EuPC, „Freiwillige Selbstverpflichtung der PVC-Industrie zur nachhaltigen Entwicklung�, Oktober 2001 4) Vinyl 2010, „Fortschrittsbericht 2002: Die Freiwillige Selbstverpflichtung der PVC-Industrie zur nachhaltigen Entwicklung“, April 2002 5) Vinyl 2010, „Sustainable Development; progress Report 2003“, May 2003 Kann man nachlesen unter: www.vinyl2010.org Also, bitte nicht einfach wegen Behauptungen etwas löschen, was schon ganz gut zusammengefasst ist. Danke! LIN
So, ich habe den Artikel mal etwas überarbeitet:
-- Schusch 19:04, 24. Apr 2004 (CEST) Hallo Schusch, zu den gestellten Fragen hier die Antworten, die dann wieder in den Text können: 1. Lebensdauer 100 Jahre PVC-Rohre sind sehr langlebige Produkte. Dies bestätigen seit 45 Jahren laufende Untersuchungen, geprüfte Eigenschaftswerte von vor 60 Jahren verlegten Rohren und Studien der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser. 100 Jahre sind demnach eine realistische Nutzungsdauer. 2. Wartung und lange Lebensdauer Fensterprofile aus PVC haben eine lange Lebensdauer. Regen, Schnee, Eis, Sonnenlicht und andere Umwelteinflüsse können ihnen nichts anhaben. Bis auf das gelegentliche Nachstellen von Beschlägen und Austauschen von Dichtungen benötigen PVC-Fenster keinerlei Wartung und bleiben formstabil über die gesamte Einsatzdauer, die 40 Jahre und mehr betragen kann. Ein zusätzlicher Oberflächenschutz durch Lacke oder Lasuren ist nicht notwendig. Begrenzt wird die Funktionsdauer der Fenster in erster Linie durch die Haltbarkeit der Beschläge. 3. Votum des EU-Parlamentes (die EU-Kommission hat noch keine Mitteilung vorgelegt) Das EU-Parlament hat gefordert, das Recycling zu verstärken. Begrüßenswert ist, dass das EU-Parlament erkennt, dass sich das Grünbuch der Kommission hauptsächlich auf die Analyse der Umweltauswirkungen von PVC auf die Abfallwirtschaft konzentriert, ohne sämtliche Aspekte von PVC-Erzeugnissen während des gesamten Lebenszyklus zu analysieren und ohne die wirtschaftlichen Vor- und Nachteile dieses Materials umfassend zu untersuchen. Daraufhin ist von der EU-Kommission im September 2002 eine Studie vergeben worden, die noch läuft; Titel: "Life cycle assessment of PVC and of principal competing materials" (http://europa.eu.int/comm/environment/waste/studies/pvc/lca_study.htm) 4. Recycling von PVC Im Jahr 1998 wurde im Rahmen einer literaturrechersche und befragung von Mitgliedsfirmen der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. für das Bezugsjahr 1995 eine Gesamtmenge von PVC-Produkten im Abfall von ca. 683 kt ermittelt. Davon wurden ca. 189 kt werkstofflich und 165 kt energetische, z.B. in MVAen mit Energierückgewinnung, verwertete. Von den werkstofflichen verwerteten Mengen stammen etwa 50.000 t (etwa 1/3) aus gebrauchten Produkten ("postconsumer"-Abfällen). Bei weiteren Fragen und / oder Unklarheiten stehe ich gerne zur Verfügung LIN
Energetische Verwertung"energetisch verwertet", da Rollen sich mir ja die Zehennägel auf! Wer schon mal in die Studien zu einem Planfeststellungsverfahren für eine Müllverbrennungsanlage (MVA) hineingeschaut hat, der weiss, wie problematisch die Verbrennung chlorhaltiger Kunststoffe in MVAen ist. Es muss erheblicher Filteraufwand betrieben werden, der in extrem belasteten Filtern resultiert, deren "Entsorgung" in den Feststellungsverfahren komplett ausgeklammert werden. Von der notwenigen Stützfeuerung wollen wir mal gar nicht sprechen. Und das, was zurückbleibt ist Sondermüll, bzw. was in die Luft ging hat die Abfallmenge (in t) vervielfacht. -- Me
Hallo Schusch und Me, hier noch etwas zum Thema "Energetische Verwertung": Das Hauptziel der modernen thermischen Behandlung von Abfällen liegt darin, sie in eine umweltverträgliche Form zu überführen, die entweder eine Verwertung oder eine nachsorgearme Ablagerung erlaubt. Im einzelnen bedeutet das die weitestgehende Stabilisierung, Mineralisierung und Hygienisierung der Abfälle, die Zerstörung organischer Schadstoffe bei hohen Temperaturen, die Einbindung von Schwermetallen in eine mineralische Feststoffmatrix mit hoher Immobilität sowie die Abscheidung und Aufkonzentrierung flüchtiger Schadstoffe zur kontrollierten Beseitigung. Darüber hinaus geht es um die Verringerung des Abfallvolumens und damit des Flächenverbrauchs für abzulagernde Abfälle. Die Verbrennung dient zudem zur Rückgewinnung der Energie (energetisches Recycling), die im Abfall enthalten ist, oder zur Herstellung von wiederverwertbaren Produkten (stoffliches Recycling). In den vergangenen Jahren wurden die meisten Müllverbrennungsanlagen so konzipiert, dass die im Müll enthaltene Energie in Strom umgewandelt werden kann. Die Auskopplung von Wärme zu Heiz- oder Prozesszwecken (Kraft-Wärme-Kopplung) läßt sich dagegen in der Regel schwieriger realisieren (Ausnahmen gibt es hier allerdings in Nord- und Westeuropa, so arbeitet z.B. die Müllverwertung Rugenberger Damm in Hamburg). Die "Ausbeute" an Elektrizität von Müllverbrennungsanlagen liegt zwischen 20 und 25 %. Konventionelle Kraftwerke auf Basis von Gas, Öl oder Kohle erreichen dagegen, immer bezogen auf den Energie-Input, einen Wert von 40 bis 42 %. LIN
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