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Diskussion:Linksextremismus

Stichpunkte
Soweit ich weiß, wird ja nicht mal mehr die Kommunistische Plattform der PDS vom Verfassungsschutz beobachtet. Diese Partei unter den Begriff Linksextremismus zu stellen, halte ich doch für sehr gewagt, zumal sie sich auch in ihren Grundsätzen (Programm) zur FDGO bekennt. Selbst die DKP bewegt sich auf dem Boden des Grundgesetzes und gehört also nicht in diese Auflistung. Nicht alles, was links ist, ist gleich linksextrem, unter NPOV verstehe ich etwas anderes. Mazbln 23:03, 21. Feb 2004 (CET)

Zustimmung. Ich bezweifle darüber hinaus, dass Linksextremismus als eigener Artikel überhaupt sinnvoll ist. Das sollte m.E. alles unter Linke angehandelt werden. Wenn es dort zu viel werden sollte, kann anschließend über eine sinnvolle Aufteilung nachgedacht werden. -- akl 23:13, 21. Feb 2004 (CET)

Ne, im Gegensatz zu "links" gibt es von linksextremismus wenigstens relativ standardisierte definitionen (vom verfassungsschutz zB). und zur frage "wer ist" wer nicht, hab ich das ganze bei Rechtsextremismus indem ich einfach schrieb "der VS stuft folgende organisationen so ein..." . southpark 23:15, 21. Feb 2004 (CET)

Der Satz mit der Gewalt bei Demos gehört eh zu den Autonomen. Denn noch mal: Der Begriff Extremismus sagt nichts über Aktionsformen sondern üner inhaltliche Zielsetzung aus. southpark 16:12, 22. Feb 2004 (CET)

Inhaltsverzeichnis

Extremismus und Radikalismus

  Meines Wissens nach leiten sich die Worte jeweils aus dem Lateinischen ab:
  • extra: außerhalb, extreme Linke befinden sich also außerhalb des Systems und wollen dieses mit vom System nicht erlaubten Mitteln bekämpfen.
  • radis: Wurzel, radikale Linke befinden sich im System und halten sich an dessen Gesetze, auch, wenn sie diese kritisieren. Sie leiten ihre Überzeugung von der Wurzel ab, also von den ursprünglichen linken Gedanken und gränzen sich dadurch von den sozialdemokraten ab, die einen eher pragmatischen und gemäßigten, dem akuellen Tagesgeschehen angepassten Kurs fahren.
MBurger 10:12, 23. Feb 2004 (CET)

Ich sehe das anders: "extrem" bedeutet "am Rand, äußerst", nur "extern" wäre tatsächlich "außerhalb". Siehe auch http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/woerterbuch/?cnt=24294&index_page=6
Der Begriff "extreme Linke" könnte sich damit wie die Bezeichnungen links/rechts insgesamt auf die Topologie in einem Sitzungssaal beziehen ("die sitzen GANZ links"). "Extremistisch" hieße dies zum Prinzip gemacht. Sicherlich haben "extrem" und "extern" die gleiche Wurzel.
Und die heißt lateinisch "radix". Zwischen "radikal" und "extremistisch" sehe ich nur denjenigen Unterschied, dass das erstere positiv besetzt sein kann (beispielsweise über sich selbst gesprochen), letzteres aber immer (abwertend) über andere ist. Vor 20-30 Jahren war "radikal" noch negativer als heute, ich erinnere z.B. an die Bezeichnung "Radikalenerlass". Vigala Veia 20:15, 26. Feb 2004 (CET)

Seh ich ähnlich. "Radikal" ist (mittlerweile) vor allem eine selbstbeschreibung, "extremistisch" vor allem eine fremdbeschreibung. soll heissen: fast nur leute, die sich als linksradikal oder zumindest sympathisierend sehen, benutzen den ausdruck, fast nur leute, die sich nicht als linkextremistisch (oder sympathisisierend) sehen, benutzen den anderen ausdruck. und zur gewalt: nö, hat nichts miteinander zu tun. die "front-bomben-für-gerhard-schröders-wiederwahl" wäre zwar kriminell, nicht jedoch im politischen sinn extremistisch, während der "friedenskreis-schweigen-für-das-einparteiensystem" zwar im politischen sinne extremistisch, nicht jedoch gewalttätig wäre. southpark 20:41, 26. Feb 2004 (CET)

Antideutsche linksextrem?

  Hallo Southpark, Der Verfassungsschutz NRW sieht das aber anders: http://www.im.nrw.de/sch/414.htm steht im ersten Satz, das Antideutsche dem linksextremistischen spektrum zuzuordnen sind. Blubbalutsch 05:10, 21. Mär 2004 (CET)

  • okay, im bund sind sie es anscheinend nicht. ich nehm\"s wieder rein. southpark 11:01, 21. Mär 2004 (CET)


Traditionell?

  Was ist denn mit "Traditionellen" Anarchisten gemeint? --RobertLechner 22:51, 21. Mär 2004 (CET)~

FAU und Graswurzelrevolution zum Beispiel. southpark 23:39, 21. Mär 2004 (CET)

Absatz gestrichen

  Habe folgendes gestrichen: "Als prominentes Beispiel für den Linksextremismus ist auch Ernesto Che Guevara zu nennen, wobei sich eine weitere Schwierigkeit in Bezug auf die Verwendung des Begriffs "linksextrem" zeigt: Es ist schwierig zu sagen ob jemand, der gegen ein totalitäres Regime kämpft um dies durch ein kommunistisches System zu ersetzen als linksextrem bezeichnet werden kann oder ob ein solcher Aktivist sich der "linken" Sache zum Widerstand gegen seine unterdrücker angeschlossen hat. Aufgrund der schweren Menschenrechtsverletzungen kommunistischer Regierungen im 20. Jahrhundert muss die historische Einordnung von kommunistischen Widerstandskämpfern hinterfragt werden, da viele von ihnen offen mit Stalinismus, Maoismus oder ähnlichen Regimes sympathisierten.", weil:
  • zur Zeit von Che Guevara Kampf in Cuba ein Ziel "Kommunismus" noch gar nicht deutlich war. Die Anlehung an die UdSSR geschah erst nach dem die cubanishce Revolution von der USA aus bekämpft wurde. Die cubanische Revolution war zunächst ein Widerstand gegen eine Dikatur, eine soziale Revolution.
  • mit "kommunistisches Widerstandskämpfern" sind ja zunächst einmal der kommunistische widerstand im 3. Reich gemeint. Aber gerade der hatte in dieser Zeit keine Möglichkeit sich darüber zu informieren was im Stalinismus für Menschenrechtsverletzungen begangen wurden. Eine Unterscheidung von Wahrheit und Propaganda war nicht mehr möglich. Es ist sicher kein Zufall, dass sich dann nach 1945 viele Kommunisten sich von ihren ehemaligen überzeugungen abgewand haben, da sie erst jetzt auch zugang zu einigermaßen unabhängigen Informationen bekommen konnten. Ein Einverständnis vom kommunistischen Widerstand mit stalinistischen Verbrechen zu suggerieren liegt außerhalb einer fairen historischen Einordnung.
  • "muss die Einordung von kommunistischen Widerstandskämpfern hinterfragt werden....": das ist ja wohl ganz offensichtlich eine Meinungsäußerung, die in einem enzykolpädischen Artiekl nichts zu suchen hat (es sei den, sie ist enzyklopädisch relevanten Personen/Institutionen zuzuordnen}. 212.238.215.149 02:20, 8. Dez 2004 (CET)

Finde ich sehr gut, diese Einwände. Trotzdem ist nun im Artikel eine gewisse Deutschland-Lastigkeit festzustellen. Irgendwie sollten vielleicht doch die Bezüge von deutschen zu anderen "Linksextremisten" thematisiert werden, zumal ja der "Antiimperialismus" eine gemeinsame Basis war. Auch der Link "Recht auf Widerstand" - noch rot - macht nur Sinn, wenn diese Schwierigkeit - was ist "extremistisch", was ist legitimer Widerstand - im Artikel auch vorkommt. Ansonsten habe ich - ausgehend von der obigen Begriffsdebatte - versucht, Begriff und Historie von LE klarer zu kriegen. --Jesusfreund 04:12, 10. Jan 2005 (CET)

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