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Gibt es zur Zusammensetzung des Griechischen Feuers eine sichere Quelle? --RobertLechner 22:16, 21. Feb 2004 (CET) Ja, Diels, Antike Technik, 1914, Seite 97: 1 Teil Kolophonium, 1 Teil Schwefel, 6 Teile Salpeter, fein gepulvert aufzulösen in Lein- oder Lorbeeröl, dann in ein Rohr oder einen ausgehöhlten Holzschaft legen und anzünden. Thomas Ihle 20:31, 23. Feb 2004 (CET) Sind die Zutaten nun bekannt oder nicht ? Thomas Ihle 18:52, 25. Feb 2004 (CET) Habe mal auf den Weblinks geschaut und von dort die Fachliteratur kopiert: (4) Marcus Graecus: „Liber Ignium ad Comburendos Hostes“, Ed. F. Hoefer, „Histoire de la Chemie“, Vol. 1, Paris 1842. Und genau auf diese Übersetzung bezieht sich Diels, Antike Technik, Teubner Verlag Leipzig von 1914.(er wird übrigens überall als Fachautor zitiert !) Dort übersetzt er aus dem lateinischen: 1 Teil Kolophonium, 1 Teil Schwefel, 6 Teile Salpeter. Was den Link angeht ist er o.k. nur.... wie überall machen sich die Autoren nicht die Mühe und schreiben ungeprüft ab. Ein Fehler, und schon stimmt die Geschichte nicht mehr. Auf das griechischen Feuer bin ich durch Zufall gekommen, da man überall die "Legende" von der unbekannten Zusammensetzung lesen kann ! Der Quatsch mit dem Kalk erklärt übrigens auch Diels. Als Wiki-Fan hoffe ich, dass sich hier wenigstens die Wahrheit durchsetzt. Brockhaus kann ja beim Märchen bleiben. Gruss Thomas Ihle 22:49, 25. Feb 2004 (CET) ohne salpeter oder einen ähnlichen sauerstofflieferanten kann es jedenfalls nicht unter wasser gebrannt haben. gebrannter kalk wird zwar bei kontakt mit wasser ziemlich heiß, aber sauerstoff liefert er nicht. insofern halte ich kalk als zutat für unsinn. -- D 14:39, 10. Apr 2004 (CEST) Im TV kam gerade eine Reportage über Historiker, die das erfolgreich nachgemacht haben: sah echt toll aus - ich weiss allerdings nicht nach welchem Rezept genau. Stimmen die Jahreszahlen? Im Brockhaus steht was von 678. Magicm247 14:31, 10. Apr 2004 (CEST) hab erstmal die Jahreszahlen angepasst
die Fachliteratur geht meiner Ansicht nach vor Brockhaus. Gruss thomas 12:26, 11. Apr 2004 (CEST)
Gruss thomas 20:04, 11. Apr 2004 (CEST)
Der erste Angriff erfolgte 674, der zweite größere 678 - daher die Zahlen. (siehe Eickhoff). Gruss thomas 19:32, 13. Apr 2004 (CEST)
Griechisches Feuer, HerstellungIn den ältesten Schriften, die das grch. Feuer erwähnen, ist eine Zusammensetzung aus Kalk, Schwefel, verschiedene Öle (Leinöl, Lorbeeröl)angegeben. Ein Gemisch dieser Art brennt jedoch nicht. Dies führte zu der irrigen Annahme, dass Salpeter ein Bestandteil des grch. Feuers gewesen sei. Dieses Salz ist jedoch erst seit dem 10.Jdt. bekannt, während der Einsatz des grch. Feuers bereits im 7.Jdt. erfolgte. Einfaches Mischen der Bestandteile führt jedoch nicht zum Ziel. Anders ist es, wenn die genanntenStoffe in verschiedenen Verfahrenschritten chemisch miteinander reagieren. 1. Unter Kalk ist in diesem Falle gebrannter Kalk zu verstehen, chem.: CaO 2. Dieser Kalk wird mit Wasser gelöscht.Dabei entsteht Calciumhydroxid, Ca(OH)2 3. Mit diesem gelöschten Kalk lassen sich die Öle verseifen. Dabei entstehen die entsprechenden Kalkseifen und Glycerin. Die Kalkseifen werden abgetrennt und getrocknet. 4. Diese Kalkseifen können in natürlich vorkommenden Kohlenwasserstoffen (Erdöl)gelöst werden. Dabei entstehen Gele, etwa von der Konsistenz von Gelee. 5. Ob zusätzlich eingebrachter Schwefel während der chem. Reaktionen auch noch die im Leinöl reichlich vorhandenen Doppelbindungen vernetzt, ist unklar. Dies würde gewiss eine weitere Gelatinierung begünstigen. Ein solches Kalkseifen-Gel hat stark napalmähnliche Eigenschaften. Es schwimmt und brennt im Wasser, es klebt sehr gut (auch an senkrechten Flächen), und ist mit Wasser nahezu nicht löschbar. (Anm.D.Verf.: Habe vor ca 2 Wochen ein ausführlicheres Skript vergleichbaren Inhalts in die Diskussion gebracht, allerdings noch ohne Benutzerkonto. Gerhardt.
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