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Diskussion:E-Learning

Stichpunkte
(19.09.04, 16:45) Ich gebe es zu: Ich habe gerade ziemlich viel in dem Artikel geändert. Warum? Wer meine Änderungen mit der Vorgänger-Version vergleicht, sieht, dass vorher ein ziemlicher Kraut-&-Rüben-Artikel gewachsen war. Es schien, als haben verschiedene Leute sich Nischen gesucht, in denen sie gearbeitet haben. Ich habe versucht, den ganzen Artikel konsistenter zu gestalten - bitte nicht auf mich schimpfen, wenn es nicht gelungen ist, sondern direkt weiter an der Verbesserung arbeiten. Insbesondere habe ich folgende Änderungen vorgenommen:
  • "Didaktische Grundlagen" komplett entfernt, denn was dort vorher stand hatte nichts mit didaktischen Grundlagen zu tun. Wer hier wieder anfängt, sollte etwas zu Lerntheorien (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus etc.) schreiben.
  • "Wissensmarktplätze Knowledge" habe ich ersetzt durch "Content Kataloge" ... und wäre froh, wenn mir jemand sagen könnte, ob Content Brokerage der bessere Begriff ist. "Wissensmarktplatz" ist sicherlich falsch, weil Wissen im Gegensatz zu Information und Daten nicht vermarktbar ist (vgl. die Diskussion im Bereich Wissensmanagement).
  • Den Absatz, dass es wenig gesichertes Wissen zu E-Learning gibt, habe ich gelöscht. 30 Jahre Forschung können nicht ignoriert werden. Eine Recherche in Fachdatenbanken wie CD Bildung oder ERIC bringt soviel Ergebnisse, dass das kein einzelner Mensch mehr durchdringen kann.
  • Einige Formulierungen, die keinen Sinn ergaben (wie z.B. "asynchron gelernt werden kann" - wie soll das gehen?), habe ich umformuliert.
  • Den Absatz über "Grundfertigkeiten" habe ich gelöscht und stattdessen auf die vorhandenen Beiträge verlinkt, um den Artikel zu verschlanken.
  • Das Literaturverzeichnis habe ich alphabetisch nach den Nachnamen des ersten Autoren sortiert und einen lesenswerten Titel ergänzt.
--pfm

Blended Learning - "Mehrwert" - fuer wen, im Vergleich zu was ?

"Dies wird dadurch erreicht, dass für unterschiedliche Bereiche des Lehren und Lernes die jeweils geeignete Methode gewählt wird."

Welche denn?

"Zusätzlich wird das Lernen und Lehren dadurch in weiten Teilen Orts- und Zeit unabhängig."

Das war doch schon weiter oben als Vorteil von "reinem" e-Learning aufgefuehrt worden.
Mein Versuch:
Blended Learning ist e-Learning "verschnitten" mit Lernen im Seminar.
Deshalb versuche ich die beiden Formen mit ihren positiven und negativen Effekten nebeneinander zu stellen.

Lernen im Seminar ist

  • + eine für Tln gewohnte Lernform
  • + votrteilhaft für das knüpfen von Beziehungen
  • + für den Coach leichter zu steuern
  • + durch Gruppenprozesse leicht steuerbar
  • - birgt die Gefahr lehrerzentriert abzulaufen
  • - ist an feste Zeiten und Orte gebunden
  • - erzeugt pro Semiargruppe immer wieder die gleichen Kosten
  • - Inhalte sind nur zum geringen Teil wiederverwertbar
  • - auf Wissensbestände im Unternehmen kann kaum zurückgegriffen werden
e-Learning ist
  • + ein vom Lerner zu steuernder Prozess
  • + eine Form die nicht von der Stellung in der Gruppe abhängig ist
  • + mit vielen externen Wissensquellen zu venetzen
  • + eine Lernform die viel Freiheit lässt, wann und wo man gerne lernt
  • + eine Form in der teure und qualitativ hochwertige Lernobjekte modular eingesetzt werden können
  • + bei Kleingruppen teurer wird aber über die Anzahl der Lerner spottbillig
  • - sehr eingeschränkt soziale Kontakte zu knüpfen (Videokonferenz, Telefonate)
  • - erfordert hohe Selbstmotivation und Selbstdisziplin
  • - birgt die Gefahr des "stillen" Abbruchs
  • - für den Coach eine schwer einzuschätzende Situation
  • - Gruppenzwang ist als Führungsinstrument untauglich
Danke für Deine weiterführenden Fragen Peter

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Aus dem Artikel hierher gestellt von --Michael 06:56, 31. Jul 2003 (CEST):

E-Learning ist eine Mode, es wird viel theoretisiert, aber noch wenig Brauchbares für Schulen angeboten. Eine interessante Adresse, wo methodisch didaktisch gute Lernmodule online gratis abrufbar sind ist [www.userlearn.ch].

Das Problem sehe ich in der Entstehungsgeschichte dieser Lernform. Erst haben sich die \"Creativen\", d.h. die Medienfuzzis darin ausgetobt und in ihr mediales Feuerwerk alles reingepackt, was jeweils \"in\" war. Produziert und angeboten wurde nicht das didaktisch Sinnvolle, sondern das technisch Mögliche. Dann kamen die Supermanager der Neuen Technologien und verkündeten, man könne mit E-Learning Geld sparen. Viele sind darauf hereingefallen und haben ihr Lehrgeld bezahlt. So langsam entwickelt sich die Sache jetzt in die richtige Richtung. Man erkennt, dass eine zusätzliche Lernform zur Verfügung steht, die - häufig in Verbindung mit anderen Lernformen - durchaus ihre Stärken hat. Und wenn es dazu noch gelingt, eine entsprechende Mediendidaktik zu entwickeln, dann wird E-Learning sicher seinen Platz finden.

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