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"2001: Odyssee im Weltraum" ist ein sehr bekannter und einflussreicher Science-Fiction-Film nach der Kurzgeschichte "The Sentinel" von Arthur C. Clarke. Regie führte der berühmte Filmemacher Stanley Kubrick. Er entwickelte in Zusammenarbeit mit Clarke auch das Drehbuch. Der Film enthält eine Reihe von Tricks, die in den 1960ern sensationell waren und auch heute noch verblüffen, wie beispielsweise die Darstellung der künstlichen Schwerkraft und Daves Reise am Ende des Films. Noch heute sorgt der Inhalt des Films für Diskussionen. Seine Faszination ist dadurch bedingt, dass er viele Interpretationen zulässt und mehr Fragen stellt, als beantwortet. Trotzdem lässt sich die Gesamtaussage des Films am Ende grob so formulieren: Eine Parabel über die Evolution intelligenten Lebens und eine Gratwanderung zwischen Bewunderung technologischer Errungenschaften und Kritik an der rationalisierten menschlichen Zivilisation.
HandlungNach knapp drei Minuten atmosphärischer Musik zu schwarzem Bild ist das Erste, was der Zuschauer zu sehen bekommt, das Logo der Produktionsfirma MGM. In der darauf folgenden Szene befinden sich Mond, Erde und Sonne in Konjunktion. Die Sonne geht auf und die Credits werden eingeblendet.Der Morgen der Menschheit
Eine Gruppe von Vormenschen in der afrikanischen Savanne. Ihr Alltag wird bestimmt von Not und vom Kampf ums nackte Überleben:
Ein Leopard reißt ein Mitglied der Gruppe aber auch Artgenossen aus einer anderen Sippe versuchen ihnen ihre Wasserstelle streitig zu machen.
Eines Morgens erwacht die Gruppe neben einem schwarzen Monolithen, der, unbemerkt von den Vormenschen, möglicherweise von einer außerirdischen Rasse auf die Erde gebracht wurde. Schnitt - das Leben der Vormenschenhorde hat sich entscheidend verändert. Es steht jetzt genügend Fleisch von den erbeuteten Tapiren zur Verfügung. Als wieder einmal eine andere Horde versucht, sich der Wasserstelle zu bemächtigen, tötet Moonwatcher den Anführer der fremden Horde mit einem solchen Knochen. Triumphierend schleudert er das Werkzeug gen Himmel. Clavius In einem der spektakulärsten Schnitte der Filmgeschichte verwandelt sich der Knochen in ein Raumschiff, das sich auf eine Raumstation zubewegt. Zu den Klängen des Walzers "An der Schönen Blauen Donau" kreist die Station um die eigene Achse (im Computerspiel Elite, einer Weltraumhandelssimulation, wird als Anspielung auf 2001 beim Einschalten des Landecomputers zum Andocken auf einer um sich selbst drehenden Raumstation ebenfalls dieses Lied abgespielt). Äonen sind seit Moonwatcher vergangen. Man schreibt das Jahr 2000. Der Raumfahrtfunktionär Dr. Haywood Floyd ist auf dem Weg zur Mondstation Clavius. Seltsame Dinge gehen dort vor. Eine Nachrichtensperre wurde verhängt. Offiziell wird eine Epidemie vorgeschoben, die auf der Station ausgebrochen sei. Als Floyd auf Clavius eintrifft, möchten die Wissenschaftler der Basis ihm außerhalb der Station etwas zeigen, was dort ausgegeraben wurde. Man bricht mit einem Shuttle dorthin auf: in einer Grube steht ein ebensolcher Monolith wie in der Anfangsszene. Der Stein hat Abmessungen im Verhältnis von 1:4:9, die quadratischen Potenzen der ersten drei Primzahlen und ist absolut schwarz. Nichts wird darin reflektiert. Eindeutig ein Artefakt außeridrischer Herkunft. Als auf dem Mond die Sonne aufgeht und ihr Licht auf den Monolithen fällt, sendet dieser ein schrilles Signal in Richtung Jupiter. Die Menschheit hat es geschafft die Erde zu verlassen, den Mond zu besuchen und den Monolithen auf dem Mond zu finden und auszugraben. Ein wichtiges Signal für die außerirdische Intelligenz, die den Monolithen dort vor Äonen vergraben hatte. Die Reise zum Jupiter
Schnitt - 18 Monate später. Die Menschheit hat das Raumschiff Discovery gebaut. Wiedergeburt
Als Bowman mit der Discovery am Jupiter anlangt, schwebt ein Gegenstück zu den beiden anderen Monolithen schwerelos am Lagrange-Punkt zwischen dem Planeten und seinem Mond Io.
Bowman besteigt ein Shuttle, um den Monolithen zu untersuchen und fliegt mit seinem Shuttle durch ihn hindurch in eine andere Welt.
Für das, was nun geschieht, lässt der Film viel Raum zur Interpretation:
FilmmusikStanley Kubrick beauftragte zuerst Alex North, der auch die Filmmusik zu Spartacus geschrieben hatte, die Musik für den Film zu komponieren. Diese sollte sich an klassischen Stücken orientieren. Kubrick benutzte aber schließlich doch bestehende klassische und avantgardistische Werke für diesen Film. Der Film beginnt mit dem Stück "Atmosphères" von György Ligeti zu schwarzem Bild. Die nächste Szene, nach der Einblendung des Logos des Filmstudios, zeigt Sonne, Mond und Erde in Konjunktion. Die Sonne geht auf und "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss ertönt. Alle Erscheinungen der Monolithen werden leitmotivisch von dem Chorstück "Lux Aeterna" untermalt, das ebenfalls von György Ligeti stammt. In einer der nächsten Szenen erklingt der Walzer "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß und ein Raumschiff vollführt eine abstrakte Art von Tanz mit der Raumstation, zu der es unterwegs ist: Die Drehung des Walzertanzens erscheint im Weltraum. Die Musik wurde hier erstmals als eigenständiges narratives Element eingesezt.
Fortsetzungen1984 erschien die Fortsetzung des Films, "2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen" (engl. "2010: The Year We Make Contact"), welche auf Clarkes Buch "2010: Odyssey Two" "(2010 - Die neue Odyssee)" basiert. Allerdings geriet er unter anderer Regie zur lauen, konventionellen Fortsetzung und konnte dem Anspruch des Buches von Clarke und der künstlerischen Umsetzung des ersten Teils nicht gerecht werden.Die Teile drei ("2061: Odyssey Three") und vier ("3001: The Final Odyssey") liegen nur in Buchform vor und wurden bislang nicht verfilmt.
Auszeichnungen
Siehe auch
Literatur
Weblinks
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