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| 1919: |
Am 5.
Januar 1919
besetzten Anhänger des Kommunismus Berlin. Doch die Reichswehr wollte
diesen Aufstand nicht bekämpfen. Dieser Aufstand wurde dann von
Soldaten die an der Ostfront waren niedergeschlagen. Am 19. Januar 1919
fanden die ersten Wahlen der Weimarer Republik statt. Im Januar 1919
trafen sich die Siegermächte in Versailles, wo Wilson seinen 14 Punkte
Programm durchsetzen wollte, der einen Frieden ohne Gebietsabtretung und
ohne Schuldbegleichung beinhaltete. Die Verlierer durften nicht an den
Verhandlungen teilnehmen. Großbritannien wollte das alte System
wiederherstellen. Frankreich dagegen wollte Sicherheit. Es wollte nie
mehr einen militärisch und wirtschaftlich Überlegenen Nachbarn haben.
Am 22. Juni nahm die National Versammlung den Versailler Vertrag an, um
einen neuen Kriegsausbruch zu verhindern. Der Versaillervertrag beinhalte
Reparationszahlungen, Gebietsabtretungen, und noch einige andere
Einschränkungen für Deutschland. Die rechten Parteien, die
eigentlichen Schuldigen des Versailles Vertrags, nämlich die
kaiserlichen Eliten, welche sich jetzt in den Parteien DNVP und DVP
organisieren, formten groteskerweise daraus Propaganda. Die Weimarer
Verfassung wurde 1919
ausgearbeitet. An der Spitze des Deutschen Reiches stand der vom Volk
gewählte Reichspräsident. Das Parlament bestand aus dem mächtiger
gewordenen Reichstag und dem Reichsrat der Ländervertretung. Doch hatte
der Reichspräsident immer noch sehr viel Macht, da er sich, auf Grund
des Paragraphen 48 (dem Notstandsartikel) über Abstimmungen des
Parlamentes hinwegsetzen konnte. Und außerdem ernannte der
Reichspräsident auch den Reichskanzler. |
| 1920: |
1920
fand der Kapp-Lütwitz Putsch statt, welcher eine Welle von
Nationalsozialisten, von einem General angeführt, war, die die
Regierung stürzen wollten. Die Reichswehr wollte nicht gegen den
Aufstand vorgehen, weil Reichswehr nicht auf Reichswehr schießen
würde, und da ein Teil der Aufständischen ehemalige Reichswehrsoldaten
waren. Der Aufstand wurde dann schließlich beendet, weil Arbeiter und
Beamte in Generalstreik traten. Ab 1920
wurden auch die Wahlerfolge der rechten Parteien immer größer. Die
Schulden und damit die Inflation nahmen immer weiter zu. Eine rigorose
Sparpolitik war, wegen den dann auftretenden sozialen Spannungen, nicht
möglich. |
| 1922: |
Deutschland
durchbrach seine außenpolitische Isolierung, indem es einen Vertrag
über den Verzicht von Wiedergutmachungen mit Russland machte. In diesem
und dem nächsten Jahr erreicht die Inflation ihren Höhepunkt. |
| 1923: |
1923
gelang es Helferich, Hilferding und dem Finanzminister die Währung zu
stabilisieren. Als Deutschland dann in Verzug mit den Kohle- und
Holzlieferungen an Frankreich kam, besetzten Frankreich und Belgien das
Ruhrgebiet. Die Regierung rief zum passiven Widerstand auf. Nun mussten
alle Aufständler mit dem Nötigsten versorgt werden. Dadurch stiegen
die Schulden enorm schnell an. Inzwischen bekämpfte die Reichswehr
einen kommunistischen Aufstand und sah tatenlos den
Aufstandsvorbereitungen von bewaffneten Nationalsozialisten zu. Nun
wurde 1923
die Rentenmark eingeführt, und gleichzeitig wurde die außenpolitische
Normalisierung zu den Westmächten erreicht. |
| 1925: |
Die
NSDAP änderte ihre Richtung und warb nun um Landwirte, Angestellte,
kleine Kaufleute und Handwerker. Viele Ex-Soldaten fühlten sich der SA
und der SS verbunden. Viele Junge Leute fühlten sich von den
antidemokratischen Parolen angezogen. Im August wurde der passive
Widerstand in Ruhrgebiet wegen den jetzt großen Schulden und dem
fehlendem Erfolg der Aktion abgebrochen. Also war die Folge des
Widerstandes nur eine noch höhere Verschuldung. |
| 1926: |
Deutschland
wurde in den Völkerbund aufgenommen. Deutschland erklärte Russland
Neutralität im Falle eines Angriffes. |
| 1930: |
Brüning
wurde Kanzler. Er wollte die parlamentarische Regierungsform ändern
eventuell sogar zur Monarchie. Er nahm es in Kauf, dass sich die
Wirtschaftskrise verschlimmert, um die Reparationszahlungen zu
beseitigen. Durch die Verschlimmerung der Wirtschaftskrise stieg die
Arbeitslosigkeit an. |
| 1931: |
In
diesem Jahr wurde nun die Reparationszahlungen endlich für ein Jahr
aufgehoben. |
| 1932: |
Nun
wurden die Reparationszahlungen ganz aufgehoben. Die antidemokratischen
Parteien NSDAP /DNVP /DVP erreichen die absolute Mehrheit. Am 20. Juli
wurde die Regierung von Preußen wurde abgesetzt (SPD, Zentrum, DDP u.
DVP) und damit das größte Hindernis zur Diktatur beseitigt. |
| 1933: |
Bis
zum 29.01 war Schleicher Kanzler. Doch wurde er durch ein Misstrauensvotum
abgesetzt und am 30. Januar wurde Hitler Kanzler. Die Weimarer Republik
scheitert. |
Gründe für das Scheitern der
Weimarer Republik:
Die
Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik sind einerseits die
bedenklichen Urteile gegenüber Gegnern der Weimarer Verfassung. So wurden die
Rechten weniger verurteilt als die Kommunisten. Auch fielen die Urteile für
Kommunisten strenger aus als gegen Rechte. Schließlich wanden sich die Bürger tendenziell
immer mehr zu den rechten Parteien. Dieser Rechtstrend lässt sich durch den
Versailler Vertrag erklären. Durch ihn wurde der Hass zu den ehemaligen Feinden
immer größer. Die Wirtschaftskrise war auch ein Grund für das Scheitern, denn
durch sie verschlechterte sich die Arbeitslosigkeit. Hier auf der Grafik kann
man auch erkennen, das Gerade das Ende der Weimarer Republik durch die Weltwirtschaftskrise
von 1929-
1933
und damit durch eine hohe Arbeitslosigkeit gekennzeichnet ist. Schließlich
waren die vielen kleinen Parteien wenig Kompromissfähig, so dass nur sehr
langsam Problemlösungen durchgesetzt werden konnten. Auch die Inflation ist ein
wichtiger Grund für das Scheitern der Weimarer Republik, denn durch sie
verarmten die Menschen immer mehr.
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