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Deutschlands
Nichtangriffspakt mit Russland
1939, noch vor Kriegsbeginn, übte Deutschland Druck auf Polen
aus, um einer Wiedereingliederung der freien Stadt Danzig, die früher zu
Deutschland gehörte, zuzustimmen.
Jedoch ging es Hitler nicht um Danzig sondern wollte neue Gebiete im Osten
erzwingen.
Großbritannien und Frankreich garantierten Polens Unabhängigkeit und
verhandelten mit Russland über ein Bündnis gegen Deutschland.
Stalin, der damalige Herrscher von Russland, war gegenüber den beiden
kapitalistischen Weststaaten misstrauisch, da er vermutete, die beiden Staaten
wollten Russland in einen Krieg mit Deutschland hineinziehen, um eigene Opfer
zu vermeiden.
Hinzu kam, dass es auch Spannung zwischen Polen und Russland gab.
Am 23. August 1939 schlossen Deutschland und Russland einen
Nichtangriffspakt ab, da Russland sich gegen Japan verteidigen musste und
keinen Krieg an zwei Fronten wollte.
Anfang Oktober des selben Jahres war Polen vollständig besetzt. Deutschland
teilte sich Polen mit Russland, wie es im Vertrag vereinbart war.
Fragen:
1. Warum schloss Stalin einen Nichtangriffspakt mit Hitler?
2. Warum war es für Hitler wichtig Gebiete im Osten zu erschließen?
Der
Ostfeldzug
Die
Gründe
Inoffiziell war schon 1936 bekannt, dass Russland angegriffen werden sollte.
Hitler brauchte mehr Gewicht im Kampf um die Weltherrschaft mit den
kapitalistischen Staaten wie die USA und Großbritannien.
Hitler musste den Nachschub von Treibstoffen und Nahrungsmitteln sichern, da
die kapi. Staaten länger gesehen in die diesen Bereichen starke Vorteile hatten
und Russland im Süden große Korn- und Ölquellen hatte.
Russlands Ausplünderung war eng mit der nat. Rassenideologie verbunden, da Russland
das einzige kommunistische Land auf der Welt war. Außerdem beherbergte Russland
den größten Weltanteil von Juden.
Also viel es den Propagandarednern leicht den Krieg mit Russland zu
rechtfertigen.
Fragen:
Was versprach sich Hitler vom Ostfeldzug?
Welches Geschichtliche Ereignis 1812 hatte Hitler bei seien Planungen vergessen? (
Napoleon; 600.000 Mann hin – 100.000 Mann zurück )
Das
Unternehmen Barbarossa
Am 22. Juni 41 befahl Hitler den Angriff auf Russland. Er wollte in nur acht
Wochen Russland erobern ( das Gebiet bis zur Wolga ). Diesen wahnsinnigen Plan
versuchte er mit ca. 3 Millionen Mann ( ca. ¾ der Wehrmacht), 600000 Fahrzeuge,
3580 Panzern, 7184 Geschützen und 1830 Flugzeugen zu verwirklichen. Diese schlagkräftige
Armee war in 3 Heeres Gruppen unterteilt. Eine sollte Leningrad erobern und
sich danach der zweiten, die Moskau erobern sollte, anschließen. Die dritte
Gruppe sollte Richtung Kiew marschieren, um die Ölfelder im Süden zu erobern.
Nach anfänglichen Erfolgen der Wehrmacht, war im Winter 41 der Vormarsch
gestoppt. Die deutschen Truppen bei Leningrad mussten sich eingraben und auf
den Frühling hoffen, die Armee bei Moskau war zwar bis auf wenige Kilometer an
Moskau herangekommen, musste sich aber wegen stärkstem Widerstand der Roten
Armee wieder zurückziehen und eingraben. Auch im Süden kam die deutsche Armee
kaum vorwärts.
Am 28. März 42 beschloss Hitler in der Wolfsschanze seinen Feldzug gegen
Russland nur noch im Süden weiter zu führen, um Moskau vom Nachschub
abzuschneiden. Ein wichtiges Ziel dabei war Stalingrad. In Stalingrad schlug
das industrielle Herz Russlands. Die 500.000 Einwohner Stadt hatte ein großes
Panzerwerk und andere Schwerindustriewerke. Außerdem war es ein wichtiger
Verkehrsknoten im Kaukasus. Alle Nahrungs- und Öltransporte vom Süden gingen
über die großen Straßen, die durch Stalingrad führten, oder über die Wolga.
Wenn Hitler Stalingrad erobern würde, wäre der Norden vom Nachschub
abgeschnitten.
Fragen:
Warum war gerade der Süden für Hitler wichtig?
Mit welchem „Feind", außer den Russen, hatten die deutschen Truppen bei
Leningrad und Moskau zu kämpfen.
Die
Schlacht
Am 19. August befahl Hitler seiner Elitetruppe, der sechsten Armee, Stalingrad
an zu greifen. Was dann folgte war eine Materialschlacht ohne Gleichen. Beiden
Seiten war klar, dass der Gewinner dieser Schlacht der Sieger im Kampf um
Russland war. Der Kampf um Stalingrad war ein Graben- und Stellungskrieg, den
die russische Propagandaredner damals als russisches Verdun bezeichneten.
Gleich den Schlachten des 1. Weltkrieges, als deutsche und französische
Einheiten in den Schützengräben ausbluteten, ohne sich große Raumgewinne
verschaffen zu können, standen sich in den Straßen von Stalingrad nun Rote
Armee und Wehrmacht in verlustreichen Stellungskriegen gegenüber. Nach den
ersten Wochen des Kampfes war Stalingrad eine zerstörte Stadt. In den
verlassenen Ruinen hatten sich Scharfschützen verschanzt, in dunklen Gassen
hatten sich MG- Stellungen verborgen, aus Trümmerbergen ragten Panzerrohre
heraus. Um dem andauerndem Bombenhagel der Flugzeuge zu entgehen verlegten die
russischen Offiziere ihre Stellungen so nah wie möglich an die der deutschen.
Die Kämpfe wurden immer heftiger und immer grausamer. Mit aufgepflanzten
Bajonetten, Spaten und Gewehrkolben wurde Mann gegen Mann gekämpft.
Genau wie im ersten Weltkrieg wechselten die Stadtviertel und Häuser immer
wieder den Besitzer. Auf einen Angriff folgte ein Gegenangriff.
Zwar gelang es den stark dezimierten Truppen der 6. Armee bis Oktober 9/10 von
Stalingrad zu erobern, doch versuchte General Paulus, der Kommandant der 6.
Armee, bereits am 12. September Hitler davon zu überzeugen, dass Stalingrad
nicht zu fall zu bringen ist. Doch Hitler sah die Katastrophe in seinem Wahn
nicht. Doch schon bald hatten die deutschen Truppen nicht nur mit dem Feind, dem
Nachschub und psychischen Belastungen, sondern auch mit einem noch größerem
Problem zu kämpfen. Der Winter, der ein Jahr zuvor den deutschen
Angriffsschwung vor Moskau eingefroren hatte, bedrohte nun auch die 6. Armee im
zerstörtem Stalingrad. Doch die Offizier gaben nicht auf, sondern motivierten
ihre Männer bis zum Äußersten. So kam es, dass die deutschen Truppen am 15.10
den gesamten Norden Stalingrads eingenommen hatten. Während im Inneren der
Stadt die letzten Kämpfe um die noch von den Rußen gehaltenen Stellungen
tobten, bereiteten sich außerhalb die frischen russischen Truppen auf das
Unternehmen Uran vor. General Paulus erkannte die Gefahr und bat Hitler sich
aus der Stadt zurück zuziehen zu dürfen. Hitler jedoch befahl am 23. Oktober
die Stellung um jeden Preis zu halten.
Am 19 November dann der erwartete Schlag der Russen. Sie kamen von Norden und
von Süden und schlossen die Deutschen Truppen ein. Das russische Oberkommando
dachte nicht daran sich wieder in Straßenkämpfe zu verwickeln, sondern hatte
vor, die Deutschen vom Nachschub zu trennen und zum Aufgeben zu zwingen. Rund
300.000 Mann der 6. Armee waren in Stalingrad gefangen.
Obwohl sich die Generäle alle einig waren den Plan von General Paulus, aus dem
Kessel zu fliehen, zu unterstützen, befahl Hitler am 24. November, dass die 6.
Armee Stalingrad auf jeden Fall halten soll. Er versprach eine regelmäßige und
ausreichende Luftversorgung.
Doch in der Realität sah das alles anders aus. Die Luftwaffe hatte nicht genug
Flugzeuge und wurde durch starke russische Luftabwehr geschwächt. Außerdem sank
die Moral der im Kessel eingeschlossenen Soldaten sehr schnell. Die Russen
zogen den Belagerungsring immer enger und den deutschen Truppen ging nicht nur
die Munition, sondern auch die Verpflegung aus. Hinzu kamen Temperaturen bis zu
40 Grad unter 0 und viele der Soldaten hatten nur ihre Sommeruniform zur
Verfügung.
Am 12 Dezember machten sich deutsche Panzerverbände in Richtung Stalingrad auf,
um die 6. Armee zu befreien. Der 19. Dezember sollte der Tag der Befreiung
sein. Es war geplant, dass die 6. Armee sich mit dem Unternehmen Donnerschlag
mit den deutschen Panzerverbänden, die sich bis an den Belagerungsring vor
gekämpft hatten, vereinigen sollte. Doch Hitler befahl Wintergewitter anstatt
Donnerschlag. Das bedeutete, dass die Panzer einen Versorgungskorridor sichern
sollten und nicht, dass die 6. Armee ausbrechen durfte. Wie erwartet hielten
sich die Panzerverbände nur kurz. Am 24. Dezember mussten sie aufgeben und die
6. Armee war wieder eingeschlossen ohne sicheren Nachschub.
Am 13. Januar schrieb ein junger Soldat an seine Frau: „Bitte trauere nicht um
mich, wenn du dieses mein letztes Lebenszeichen erhältst. Ich stehe hier im
eisigem Sturm auf verlorenem Posten in der Schicksalsstadt Stalingrad. Seit
Monaten eingeschlossen, werden wir morgen zum letzen Kampf Mann gegen Mann
antreten.“
Nach dem gescheitertem Befreiungsversuch wurde die Lage für die
eingeschlossenen Verbände immer aussichtsloser. Die Zahl der Opfer wuchs
Sprunghaft: Die Soldaten erfroren, verhungerten oder starben im Kampf. Schon
bald konnten die Opfer nicht mehr begraben werden, da der Boden tief gefroren
war und die Kräfte der Überlebenden nicht mehr ausreichten. Überall verbreitete
sich Resignation und es war klar, dass Stalingrad das Massengrab der Wehrmacht
werden sollte. Am 10. Januar 43 starteten die Russen einen Großangriff und
drängten die zermürbten deutschen Verbände weiter zurück.
Am 21. Januar setze Paulus einen Funkspruch zum Führerhauptquartier ab: „Truppe
ohne Munition und Verpflegung, Auflösungserscheinungen an der Süd-, Nord- und
Westfront. 18000 Verletzte ohne Mindesthilfe an Verbandszeug und Medikamenten.
Front infolge starker Einbrüche vielseitig aufgerissen. Weiter Verteidigung
sinnlos. Armee erbittet um weiter Menschenleben zu retten sofortige
Kapitulationsgenehmigung."
Die Moral der Deutschen war gebrochen. Die Soldaten waren psychisch, körperlich
und moralisch am Ende. Sie konnten nicht mehr und wollten nicht mehr.
Ein
Offizier schrieb:
„Die frontunerfahrenen Offiziere, die noch eingeflogen wurden, wurden überhaupt
nicht mehr für voll genommen. Im Gegenteil: Wenn sie sich besonders frech
aufführten, konnte es passieren, dass sie von den eigenen Leuten erschossen
wurden. Man konnte nichts dagegen tun. In diesem Wahnsinnszustand und bei der
Ausweglosigkeit war alles möglich!"
An andere Stelle erwähnte er:
„Wir waren am Ende so ermattet, dass wir nicht einmal mehr die Kraft hatten, am
Maschinengewehr zu stehen. Wir befestigten Bindfäden und Schnürsenkel am Abzug
und hängten uns mit aller Kraft daran, wenn mal geschossen werden musste. Aber
geschossen wurde dann ohnehin nur noch, wenn es unbedingt sein musste. Wir
hatten Angst unsere Stellung zu verraten. Alle waren vollkommen übermüdet, wir waren
geistig, nervlich und körperlich völlig am Ende. Da ist mancher direkt in den
Beschuss hineingelaufen oder in kauernder Haltung irgendwo eingenickt und im
Schlaf erfroren. Der Kältetod war ja eine der schönsten Todesarten, die es
gab."
Nur ein Mann, der fern vom Schlachtfeld sicher im Führerhauptquartier saß, sah
das nicht. Hitler verbot Paulus sich zu ergeben und forderte ihn auf die
Stellung um jeden Preis zu halten.
22. Januar: Der Flugplatz Gumrak fällt in russische Hände. Somit kann die Armee
nicht mehr versorgt werden.
25. Januar: Die Rote Armee spaltet den Kessel in eine Nord- und eine Südseite.
27. Januar: die Rußen besetzen den Südteil Stalingrads.
31. Januar: Paulus ergibt sich mit seinen Offizieren der russischen Übermacht.
Hitler ist wutentbrannt und verurteilt Paulus als unehrenhaften Schwächling.
2.Februar: Auch der nördliche Kessel ergibt sich.
Fragen:
Warum opferte Hitler 300000 Mann?
Warum erinnert Stalingrad an Schlachten wie im 1. Weltkrieg wie bei Verdun?
Warum waren die Soldaten in Stalingrad moralisch und psychisch am Ende?
Die
Bilanz
Mehr als 300000 Mann waren im Sommer 1942 angetreten, Stalingrad zu erobern. Wie viele Soldaten
am 22. November genau eingekesselt wurden, als die Rote Armee den Ring um die
Stadt an der Wolga schloss, lässt sich nicht mehr feststellen. Die Zahlen
schwanken zwischen 230000 und 350000 Angehörigen der Wehrmacht und der
verbündeten Armeen. Nach 72 Tagen erbitterter und verlustreicher Kämpfe, nach 2
½ Monaten Hunger und Kälte, hielten noch rund 110000 Soldaten in den Ruinen der
zerstörten Stadt aus. 45000 Verwundetet oder Spezialisten hatten das Glück,
rechtzeitig ausgeflogen zu werden. Doch rund 145000 Männer blieben tot auf dem
Schlachtfeld zurück.
Von 90000 Männern die in die Gefangenschaft kamen, kehrten Jahre später 6000
zurück.
Fragen:
1. Warum kamen von 90000 Gefangenen nur 6000 zurück?
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