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| Die
Schlacht bei Stalingrad (1942/43) |
Der Hauptträger der Schlacht bei
Stalingrad war die 6.Armee unter der Führung Generalfeldmarschall Friedrich
Paulus, die Unterstützung durch Teile der von Süden eingedrehten 4.Panzerarmee
unter der Leitung Generaloberst Hermann Hoth erhielt. Doch durch
Betriebsstoffmangel war ein zügiges Vorwärtskommen, was die Lage erforderte,
nicht möglich. Durch diese Panne ging wertvolle Zeit verloren, die der Gegner
nutzte, um im westlichen Vorfeld Stalingrads Riegelstellungen aufzubauen. Diese
Riegelstellungen der neugebildeten Heeresgruppe "Stalingradfront"
bekam Unterstützung von der 62., 63.und 64.sowjetischen Armee.
Am 10.August erreichten die deutschen Vorausabteilungen die Außenbezirke
Stalingrads und am 19.August erteilte Generalfeldmarschall Friedrich Paulus der
6.Armee den Befehl, Stalingrad anzugreifen. Vier Tage später, am 23.August,
hatten die deutschen Angriffsspitzen das Ufer der Wolga erreicht. Diese Truppen
bekamen die benötigte Unterstützung aus der Luft von den Maschinen des VIII.
Fliegerkorps unter der Führung General Martin Fiebig. Das sowjetische
Oberkommando verkündete den Belagerungszustand. Am 13.September begannen die
deutschen Truppen mit dem "endgültigen Eroberungsstop". Sie konnten
zwar in Frontmitte durchbrechen, doch dann wurden sie durch die letzten
sowjetischen Reserven gestoppt. Der deutsche Vorstoß war gescheitert.
Am 4.Oktober wurde ein neuer Angriff gestartet, der die völlige Inbesitznahme
Stalingrads durch die deutschen Truppen und die Vertreibung der Sowjets vom
rechten Wolgaufer zum Ziel hatte.
Der Widerstand der sowjetischen Truppen wurde jedoch immer verbissener. In den
Straßen und Häusern Stalingrads wurden schwerste Kämpfe zwischen den beiden
Fronten ausgetragen. Ein weiträumiges operieren der 6.Armee war nicht mehr
möglich, und darum löste sie sich in kleine Stoßtrupps auf, die sich in
blutigsten Häuserkämpfen jedes Vordringen bitter erkämpfen mußten.
Verluste der sowjetischen Armee konnten schnell ausgeglichen werden, während
der "Ausblutungsprozeß" der deutschen Armee unaufhaltsam war. Zwar
gelang es der 6.Armee bis Oktober neun Zehntel Stalingrads zu nehmen, doch
schien eine Katastrophe in der Armee unaufhaltsam.
Schon Mitte Oktober meldeten deutsche Luftaufklärer eine Ballung starker
sowjetischer Armeeverbände im Raum Stalingrad und den umliegenden Gebieten.
Auch am Don und an der Wolga hatten die Sowjets ihre Truppen neu gegliedert. Von
Süden nach Norden folgten jetzt noch drei Heeresgruppen, was auf einen
geplanten Großangriff der Sowjets schließen ließ.
Die deutschen Divisionen in Stalingrad waren vollkommen geschwächt und litten
unter den Nachschubschwierigkeiten.
Das VIII. Fliegerkorps der Luftflotte 4 war mit seinen 370 Flugzeugen den beiden
ihm gegenüberstehenden sowjetischen Luftarmeen hoffnungslos unterlegen.
Nach einem Feuerschlag aus 3500 Rohren begannen die Sowjets am 19.November um
fünf Uhr morgens die Operation "URANUS".
Nordwestlich und südlich von Stalingrad überrollten die sowjetischen Armeen
die 3. und 4.rumänische Armee und vereinigte sich fünf Tage später westlich
der 6.deutschen Armee im Raum Kalatsch.
Zwanzig deutsche und zwei rumänische Divisionen mit insgesamt 250.000 Mann
waren eingeschlossen.
Hitler befahl die Einigelung der 6.Armee, obwohl Paulus um Handlungsfreiheit
gebeten hatte. Paulus hatte jetzt noch etwa 100 Panzer, 1800
Geschütze und rund 10.000 Fahrzeuge zur Verfügung.
Hitler ordnete jedoch an, Stalingrad zu halten und sagte Hilfe von außen zu.
Göring versprach, die eingeschlossene Armee täglich mit 300t Nachschub zu
versorgen. Doch von den versprochenen 300t ließ sich nur ein Tagesdurchschnitt
von 97t verwirklichen.
Die neue deutsche Heeresgruppe Don unter der Führung Generalfeldmarschall von
Manstein begann am 12.Dezember mit Teilen der 4.Panzerarmee (Hoth) einen
"Hilfsangriff" aus dem Raum Kotelnikowo.
Hoths Panzer kämpften sich bis auf 50km an die Stadtgrenze Stalingrads heran.
Doch dann stoppte eine sowjetische Armee den Angriff.
Ein vorbereiteter Gesamtdurchbruch der 6.Armee (Unternehmen
"Donnerschlag") als letzte Möglichkeit des Überlebens wurde von
Hitler untersagt.
Die 6.Armee war durch die Versorgungsschwierigkeiten sehr geschwächt, als am
10.Januar die Sowjets mit der Zerschlagung des "Stalingrad Kessels"
(Operation "Ring") begannen und ihn in zwei Teile spalteten.
Der Südkessel mit Generalfeldmarschall Paulus kapitulierte am 31.Januar der
Nordkessel zwei Tage später.
91.000 deutsche Soldaten gingen in sowjetische Gefangenschaft, etwa 70.000
deutsche Soldaten fielen in der Schlacht um Stalingrad.
Die 6.Armee wurde vollkommen vernichtet.
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