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 Stalin, Jossif Wissarrionowitsch Dschugaschwili

Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili  (ab 1913 nimmt er den Namen Stalin an)Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili wird am 21. Dezember 1879 in Gori, in der Nähe von Tiflis (Georgien), als Sohn eines alkoholabhängigen Schusters geboren. Als Kind leidet Josef an Pocken, was dazu führt, dass sein Gesicht zeitlebens entstellt ist, außerdem ist das Wachstum seines linken Arms durch eine Blutvergiftung stark beeinträchtigt. Sein Vater stirbt, als Josef elf Jahre als ist. Im Alter von 15 Jahren wird er in ein Tifliser Priesterseminar geschickt, wo er sich am Anfang als hervorragender Schüler auszeichnet. Er trägt den Spitznamen Koba („der Unbeugsame").
Ab 1898 beginnt er sich politisch zu engagieren. Er tritt der politischen Gruppe „Dritter Stand" bei, widmet sich der sozialdemokratischen Propaganda und wird deshalb vom Priesterseminar verwiesen. Er verbringt die Zeit mit der Organisation von Demonstrationen. Nachdem er Probleme mit der Polizei hat, geht er in den Untergrund, wo er beginnt, illegale Propaganda zu verbreiten. Er arbeitet bei einer verbotenen Zeitung, setzt sich für Massendemonstrationen und Revolutionen ein. 1902 wird er bei einer Demonstration verhaftet und muss für 1½ Jahre ins Gefängnis. Koba ist als Journalist tätig und versucht sich als politischer Agitator. Im Jahr 1905 begegnet er erstmals Lenin auf einem Parteikongress der Bolschewiki in Finnland und ist anfänglich vom „Großen Lenin" enttäuscht. Koba kümmert sich um die Beschaffung von Geldern für die Bolschewistische Kasse, was jedoch bald von Lenin verurteilt wird. Er wird von der Bolschewistischen Partei wegen eines Raubüberfalls ausgeschlossen, gefangengenommen und verbringt ein Jahr in Haft, ehe er flieht. Zurück in Baku nimmt er wieder die Arbeit für die Partei auf. 1910 wird er wieder verhaftet und für ein Jahr verbannt. Währen dieser Zeit äußert er in einem Brief an die Moskauer Bolschewiki den Wunsch, ins ZK der Bolschewiki berufen zu werden. Er flieht aus der Verbannung, wird erneut gefasst und wieder verbannt, doch abermals gelingt ihm die Flucht. Ab 1913 nimmt er den Namen Stalin an. Nach einem Aufenthalt in Wien wird er wieder verhaftet und für zwei Jahre verbannt. Als er danach (1916) zur Armee kommt, wird er wegen seiner verkrüppelten Hand vom Dienst befreit.
Nach dem Ausbruch der Revolution (1917) übernimmt Stalin die Redaktionsleitung der „Prawda". Im April 1917 wird er ins ZK der Bolschewiki gewählt uns schließt sich den Ideen Lenins völlig an. Nach anfänglicher Auflehnung gegen Trotzki, rühmt er dessen Leistungen, aber wenig später kommt es zu einer neuerlichen Kritik an ihm. Im Jahr 1922, kurz vor Lenins erstem Schlaganfall, wird Stalin zum Generalsekretär der Partei gewählt. In seinem Testament empfiehlt Lenin jedoch die Absetzung Stalins, und es kommt zu einem Kampf um die Nachfolge Lenins. Nach dessen Tod (21. Januar 1924) und der Testamentverlesung erklärt sich Stalin bereit, sämtliche Ämter niederzulegen, wird aber von seinen Parteigenossen „verpflichtet" weiterzuarbeiten. Stalins Kritik an Trotzki wird immer stärker und gipfelt im Ausschluss Trotzkis und anderer Parteimitgliedern aus der Partei. Kommunismus-Verherrlichung kennzeichnen Stalins Reden, in denen er immer wieder von einer „Krise des Kapitalismus" spricht und die Sozialdemokraten als Todfeinde des sowjetischen Proletariats sieht. Ab 1929 vertritt er die Idee einer totalitären Diktatur mit starkem Personenkult und eine macht- und gewaltorientierte Innen- und Außenpolitik. Trotz scharfer Verurteilung des Faschismus in Deutschland und Italien, möchte er doch eine gute Beziehung mit diesen Ländern aufbauen. Im Zuge der Säuberungsaktionen (Tschistka), die er in Partei und Armee durchführen lässt, werden viele Politiker und die meisten Generäle exekutiert. Im August 1939 unterzeichnet er einen Nichtangriffspakt mit Deutschland, bei dem auch (natürlich geheim) die Aufteilung Polens geregelt wird. Am 21. August 1940 wird Trotzki ermordet. Zehn Monate später fallen deutsche Truppen in die Sowjetunion ein. Stalin befiehlt die völlige Vernichtung der deutschen Armee. Es kommt zu einer intensiven Zusammenarbeit mit Churchill. Im Winter 42/43 fällt die VI. deutsche Armee bei Stalingrad. Mit zahlreichen Aufrufen befiehlt Stalin sämtliches Leid, das Sowjetbürgern angetan wurde, erbarmungslos zu rächen. Ab 1943 kommt es zwischen den Alliierten zu einer schweren Krise. Im Februar 1945, bei der Konferenz von Jalta, erklärt Stalin Japan offiziell den Krieg; es kommt zu einer provisorischen Aufteilung der Kriegsgebiete. Die langjährigen guten Beziehungen mit England enden abrupt, als Stalin Churchill als Kriegsbrandstifter bezeichnet. In der Nachkriegszeit wird der Ost-West-Konflikt immer deutlicher. Stalins Hass richtet sich gegen die USA, gegen England, gegen die UNO, etc. Am 5. März 1953 stirbt Stalin. Unter seinem Nachfolger Chruschtschow kommt es zur „Entstalinisierung", also den Abbau der terroristischen Elemente und des Personenkults; dies endet mit der völligen Zerschlagung des Stalin-Kults.

 

 

 

Autor: Paradok S Onn  |  Quelle: www.geschi.de

 




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