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 Spätes Mittelalter

mittelalterliche Stadt RothenburgÜberblick:
Das Späte Mittelalter war eine Zeit der Konflikte und der Auflösung. So versuchte der weltliche Staat die Vorherrschaft gegenüber der Kirche zu erlangen. In diesem Sinne versuchten auch Dörfer und Städte ihre Unabhängigkeit zu erlangen. Auch die Pest, sowie Missernten und die daraus folgenden Hungersnöte, kennzeichnete den Beginn des 14. Jahrhunderts. Die Menschen die in dieser Zeit lebten, begannen auch immer mehr über soziale, politische und natürlich auch religiöse Dinge nachzudenken und diese zu hinterfragen. So machten sie ihrem Frust in Bewegungen wie dem Flagellantentum, in Judenverfolgungen, in Bauernaufständen und in Revolten in den Städten, die das Ziel hatten Missstände zu beseitigen. Trotz dieser Krisen erlebte die Wirtschaft und auch die Bildung einen Aufschwung.
Zu dieser Zeit reichte das heilige Römische Reich von der Nord- und Ostsee bis zum Mittelmeer und umfasste Deutschland, Reichsburgund und Reichsitalien. Doch war das Reich alt und morsch geworden, und die Herrschaft über Reichsitalien und Reichsburgund waren verkümmert. Der Adel im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation hatte mehr Macht als der Kaiser, so konnte der Adel die Interessen des Reiches gegenüber dem Kaiser auf einem Reichstag vertreten.

 

Kaiser in dieser Epoche:

Friedrich III (1440-1493): Kaiser Friedrich der III vernachlässigte in der Tat das Reich und kümmerte sich mehr um eine Habsburgische Hausmacht im Südosten. In dieser Zeit bauten die Fürsten einen frühmodernen Staat auf. Es kam auch oft vor das benachbarte Fürsten sich gegenseitig bekämpften und das Land des anderen einnahmen. Doch der Kaiser unternahm in der Regel, wenn nicht sein Erblande gefährdet, nichts. Daher wünschten sich die schwächeren Stände einen stärkeren Kaiser, wobei die stärkeren Stände eher eine schwache Zentralgewalt, also einen schwächeren Kaiser wünschten. Also kann man sagen das die schwächeren Stände eine Monarchie und die stärkeren eine Aristokratie anstrebten.
Maximilian I (1493-1519): Er war der Sohn Friedrichs des III und führte energische Reichsreformen durch. So verbot er auf dem Reichstag von Worms im Jahr 1495 die Fehde. Doch konnte er die Reformen nicht richtig durch setzen, da die Landesherren Machteinbußen befürchteten.
Karl V (1519-1556): Karl der V. war nicht nur König von dem Heiligen Römischen Reich, sondern auch von Spanien und seinen Kolonien. Der Papst hatte allerdings versucht die Wahl Karl des V. zu verhindern, weil Süditalien als ein Teil des Spanischen Reiches habsburgisch war wurde er in die Zange genommen, genauso wie Frankreich in die Zange genommen wurde. Er hatte nun genügend Macht, um Reformen durchzuführen. Doch brachte ihm seine große Macht eine starke Konkurrenz ein. So hatte er lange vor allem mit Frankreich zu kämpfen. Diese außenpolitischen Kämpfe sowie die Reformation führten schließlich zu seinem Scheitern.

 

 

 

Autor: Marcel Krug  |  Quelle: www.geschi.de

 




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