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 Das Orakel von Delphi

Delphi ist eine Stadt in Griechenland. Die Sage erzählt, dass dort in einer Schlucht ein Drache gelebt habe, der die Menschen quälte, und dass Apollon ihn getötet habe.
Von dieser Zeit an gehörte dieser Platz dem Apollon und galt als Heiligtum. Dieses wurde von allen Griechen verehrt, und von nah und fern wurden Weihegaben hierher gegeben.
Ab dem 8. Jahrhundert vor Christi Geburt stand am Ausgang dieser Schlucht ein hölzerner Tempel, der 548 v. Chr. durch ein Feuer zerstört wurde. Nach dem Brand wurde ein Steinbau errichtet.
Seine Blütezeit hatte das Orakel im 6. und 5. Jahrhundert vor Christi Geburt.
Apollon, der Gott der Weisheit, sprach durch seine Priesterin, Pythia genannt, und erfüllte sie mit seiner Weisheit, so dass sie den richtigen Rat geben konnte. Die Ratschläge bestanden aus Sprüchen oder anderen Zeichen.
Wenn man einen Rat brauchte, ging man zur Priesterin Pythia und unterrichtete sie. Dann formulierte man seine Frage und legte sie dem Orakel schriftlich vor. Danach hatte mein sein Opfer zu bringen und auf den Tag der Orakelgebung zu warten.
Die Pythia nahm an den Beratungen der Priester teil und verkündete nur deren Ergebnis.
Sie saß in der Mitte eines Raumes im hinteren Teil des Apollontempels auf einem goldenen Dreifuß. In einer Ecke dieses Raumes stand zwischen zwei goldenen Adlern der Omphalosstein, der "Nabel der Welt".
Die Antwort wurde von der Pythia in Versen gesprochen oder gereimt verkündet.
Die Antworten wurden allerdings zumeist zweideutig formuliert:
Zum Beispiel wurde Kroisus die Antwort gegeben, wenn er in den Krieg ziehe, werde er ein großes Reich zerstören. Er dachte, dass das Reich seines Gegners untergehen werde, aber durch den Krieg zerstörte er sein eigenes Reich.

 

 

Autor: Friedemann Lindenthal  |  Quelle: www.geschi.de

 




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