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Karl
Heinrich Marx wurde am 5. Mai 1818
in Trier geboren. Er war der Mitbegründer des Sozialismus (Marxismus).
Außerdem war Marx Religionskritiker, wobei sich seine Kritiken meist auf
gesellschaftliche Missstände bezogen. Er studierte Rechtswissenschaft,
Philosophie und Geschichte. 1842
nahm er eine Stelle bei der Rheinischen Zeitung in Köln an und wurde kurze Zeit
darauf ihr Chefredakteur. Im Jahr 1843
heiratete er Jenny von Westphalen. Kurz darauf übersiedelte er, da er von der
preußischen Regierung unter Druck gesetzt wurde, nach Paris. In Paris wurde er
Mitherausgeber der Deutsch-Französischen Jahrbücher und veröffentlichte in
seinen Artikeln ein revolutionäres Programm. 1845
wurde er auf Druck der preußischen Regierung aus Paris ausgewiesen. Daraufhin
zog er nach Brüssel. 1848
erschien schließlich sein kommunistisches Manifest, welches eine radikale
Kritik der bürgerlichen Ökonomie und Gesellschaft ist. Das kommunistische
Manifest verwendete er als Aufruf zum Klassenkampf des Proletariats. Als er auch
Belgien verlassen musste ging er nach Köln und gab dort die linksdemokratische
Neue Rheinische Zeitung heraus. Als die Revolution von 1848
scheiterte wurde er ausgewiesen und die Zeitung verboten. Nun zog er nach
London, wo er unter ärmlichen Verhältnissen lebte und am 14. März 1883
starb.
Die marxistische
Religionskritik:
Thesen: |
- Karl Marx behauptete, dass
nicht die Religion den Menschen machen würde, sondern der Mensch
würde die Religion machen.
- Der Mensch hätte die
Religion geschaffen, um Trost zu spenden und das Elend zu
rechtfertigen. Also ist die Religion "Opium des
Volkes", d.h. sie ist eine Droge, welche die Schmerzen und
das Elend des Lebens lindert und vielleicht sogar davon befreit.
- "Die Kritik der
Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertals, dessen
Heiligenschein die Religion ist.", d.h. das Marx nicht die
Religion an sich kritisierte, sonder das Elend der Arbeiterschaft,
welches aber seiner Meinung nach durch die Religion hervorgerufen
wird.
- Die Religion sei
Ideologie und Stütze des Bürgertums und damit Feind von Freiheit
und Fortschritt, weil sie den Menschen einrede, dass Leiden zum
Leben gehört, und weil sie auf ein "besseres" Jenseits
vertröste. Deswegen würden die Menschen durch die Religion nichts
an den misslichen Umständen ändern und es bleibe alles beim Alten.
- Die Abhängigkeit vom den
Arbeitgebern und somit die Beendigung des Elends sein nur durch die
Beseitigung der Religion zu erreichen, weil "Ein Wesen gibt
sich erst als selbständiges, sobald es auf eigenen Füßen steht,
und es steht erst auf eigenen Füßen, sobald es sein Dasein sich
selbst verdankt." Solange man aber an Gott glaubt verdankt man
sein Dasein Gott und nicht sich selbst.
- Auch meint Marx, dass wenn
man die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ändern würde, würde
das "falsche Bewusstsein", welches durch diese
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erst hervorgebracht wurde, von
selbst verschwinden. D.h. wenn man die gesellschaftliche
Struktur ändern würde, dann würde die Religion von selbst
aussterben.
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