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Lebensdaten:
1469-1527
biographisch-historischer Hintergrund:
Staatssekretär der Republik Florenz, zuständig für Außen- und
Verteidigungspolitik; unternahm zahlreiche Gesandtschaften (zum franz. König
1504, 1510-1511, zum heileigen Stuhl 1506 und zum deutschen Kaiser; er lernte im
Lauf seiner diplomatischen Reisen in Italien viele herrscher kennen und konnte
ihre politische Taktik studieren; Medici
wichtigste Werke:
„Lebens- und Regierungs-Maximen eines Fürsten",1532
Verteidigung des Despotismus; „Von der Kriegskunst", 1521; „Geschichte
von Florenz", 1525; „Vom Staate oder Betrachtungen über die ersten
zehn Bücher des Titus Livius" ,1531
Zusammenfassung der Theorie:
M. führt historische Ereignisse auf natürliche Bedürfnisse und Zufälle
zurück; Wehrpflicht vorteilhafter als Söldnerheer; befürwortet
rücksichtslose Machtpolitik unter Ausschöpfung aller (rechtmäßigen) Mittel
Prämissen:
Machterhaltung
Bedeutung, Auswirkung, Umsetzung:
um 1600 wurde der Begriff „Machiavellismus" geprägt, der meist als
Schimpfwort für eine politische Taktik gebraucht wird, die gerissen und verschlagen,
aber ohne Ansehen von Moral und Sittlichkeit die eigene Macht und das eigene
Wohl zu mehren sucht
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