|
|
|
Lebensdaten:
1632-1704
biographisch-historischer Hintergrund:
studierte und lehrte an der
Universität in Oxford Griechisch; Rhetorik; und
Moralphilosophie; Bekanntschaft mit liberalem Staatsmann Cooper,
Earl of Shaftesbury;
Shaftesbury fiel 1675 in Ungnade –Locke zog nach
Frankreich; L. kehrte 1679 nach England zurück, konnte sich mit der
Ablehnung des römischen Katholizismus, den die englische Monarchie zu
dieser Zeit favorisierte, nicht anfreunden und ging nach Holland, wo er von
1683 bis 1688 lebte; nach der Glorious Revolution kehrte L. erneut nach England
zurück und wurde vom neuen König, Wilhelm III. von Oranien 1696
ins Handelsministerium aufgenommen, musste diesen Posten jedoch aus
gesundheitlichen Gründen wieder aufgeben
wichtigste
Werke:
„Über den menschlichen
Verstand", 1690; „Über
die Regierung", 1690
Zusammenfassung
der Theorie:
Locke griff die Lehre vom
Gottesgnadentum und den von Hobbes vertretenen autoritären Staatsbegriff an;
Locke behauptet, dass die Staatshoheit nicht beim Staat, sondern beim Volk
liegt; der Staat sei das Höchste,
aber nur, wenn er durch das bürgerliche und das – wie er es nannte
– „natürliche" Recht gebunden ist; unter bestimmten Umständen gibt
es nach L. nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht zur Revolution; L.
entwarf das System der Gewaltenteilung, in der die Legislative mächtiger
als die Exekutive sein sollte;
Gewaltentrennung zur gegenseitigen Kontrolle;
Menschen schließen mit Herrscher Gesellschaftsvertrag; „erfand"
konstitutionelle Monarchie
Prämissen:
positiveres Menschenbild als
Hobbes
Bedeutung, Auswirkung,
Umsetzung:
die konstitutionelle Monarchie
ist die Vorgängerin der parlamentarischen Monarchie
und wurde so in England umgesetzt; die Trennung von Staat
und Kirche gilt heute in fast
allen Ländern
|