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 Die Konflikte in England im 17. Jahrhundert

Gemälde vom Dreißigjährigen Krieg mit dem Titel "Tod des Schwedenkönig" von Jan Martz de Jong aus dem Jahre 1636Zunächst ging es vor allem um grundlegende konfessionelle Gegensätze, hervorgerufen durch die Reformation. Diese konfessionellen Gegensätze zogen im weiteren Verlauf Anhänger der konkurrierenden protestantischen und katholischen Parteien in den Konflikt und führten zu einer Ausweitung des Krieges. Im Laufe des Krieges begannen andere als konfessionelle, nämlich machtpolitische Fragen den Verlauf des Krieges zu bestimmen. Die konfessionellen Gegensätze, die schließlich zum Dreißigjährigen Krieg führten, waren bereits in dem halben Jahrhundert zuvor zu einem immer dringlicheren Problem geworden. Der Krieg, einer der verheerendsten in der europäischen Geschichte, wird in der Regel in vier Phasen eingeteilt: Zuerst ging es um Glauben, dann um Glauben und Macht, später um Macht und Glauben und schließlich nur noch um Macht.

Konflikte in England:
Die Ursachen des Bürgerkrieges sind in den sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Entwicklungen des vorangegangenen Jahrhunderts zu suchen. Unter Karl I. hatte sich der Konflikt auf politische und religiöse Themen zugespitzt und zwar auf die Frage nach der Oberhoheit im englischen Staat, d. h. nach den Vollmachten von König und Parlament, und auf die Frage nach der Kirchenverfassung der anglikanischen Bischofskirche.
Der direkte Auslöser des Bürgerkrieges war schließlich der Versuch des Königs, Schottland den anglikanischen Glauben aufzuzwingen, da dies einfacher gehen würde den Absolutismus, dessen Modell Frankreich war, in England durchzusetzen. Die presbyterianischen Schotten (Puritaner) reagierten mit einem Aufstand und verteidigen gemeinsam ihre presbyterianische gegen die anglikanische Kirche. Die Schotten stellten eine Armee auf, besiegten die englischen Truppen, und zwangen den König zu Zugeständnissen in Kirchenfragen.
Der König berief das Parlament ein, das die Finanzen für den Krieg gegen die Schotten bewilligen sollte. Das Parlament, welches gegen eine absolutistisch- herrschende Königsmacht war, trat zusammen und forderte als Gegenleistung für seine Entgegenkommen in Finanzfragen vom König Reformen.
Es eskalierte die Auseinandersetzung zwischen König und Parlament zu einem bewaffneten Konflikt. Die Mehrheit des Oberhauses und etwa ein Drittel des Unterhauses stand auf der Seite des Königs, die Puritaner auf der Seite des Parlaments (das Parlament sowie die Puritaner waren gegen den Absolutismus, für welchen nur Anglikaner in Frage kommen würden Puritaner weigerten sich. Das Parlament schloss sich mit der schottischen Armee zusammen und versprach den Schotten als Gegenleistung für ihre Unterstützung die Beibehaltung ihrer presbyterianischen Kirche.)
Der König wollte mehr Macht, das Parlament wollte dies verhindern. Den Puritanern ging es um ihren Glauben.
Übrig blieb das Rumpfparlament (Gegner des Königs), welches schlussendlich den König enthauptete. England wurde so eine Republik.
Es ist also nicht ganz korrekt, den Englischen Bürgerkrieg als Auseinandersetzung zwischen dem König und dem Parlament zu bezeichnen.
These: Die Konflikte in England im 17. Jahrhundert sind nichts anderes als die englische Variante der Glaubenskriege, die sich gleichzeitig auf dem europäischen Festland abspielten (30jähriger Krieg)

Grundlagen für den Krieg :
Beim Krieg auf dem Festland spielten die verschiedenen Religionen, das Machtstreben der deutschen Fürsten und der europäischen Mächten die Hauptrollen. Ein Katholik verstand den Glauben eines Protestanten überhaupt nicht und umgekehrt. Durch das ständige hin und her wurde die Situation zugespitzt.
In England dagegen war der vom König geforderte Absolutismus die Hauptursache. Erst durch diesen Grund kam es zu den religiösen Auseinandersetzungen. Man kann sagen, dass der gleiche Krieg zwei Grundgedanken besaß. Der König und das Parlament kämpften um die Machtstellung, bei welchem die Puritaner mitkämpften, um ihren Glauben weiter zu besitzen.

Ablauf des Krieges:
Der „Europäische Festlandkrieg" dauerte viel länger, im Gegensatz zum englischen Bürgerkrieg, dem eigentlichen Kern der Konflikte in Großbritannien.
Im Laufe des 30jährigen Krieges wechselten sich Kämpfe ab. Es kämpften Fürsten gegen Kaiser, Staaten gegen andere Staaten und Glauben gegen Glauben.
In England, bzw. Großbritannien kämpften ebenfalls Länder gegeneinander, Religionsgemeinschaften stritten sich, doch der Sinn eines jeden Kampfes floss mit dem eines anderen ineinander, damit meine ich, dass die Ursachen dieser Kriegshandlungen nicht eindeutig religiös oder politisch waren, sondern sie vermischten sich. Das presbyteranische Schottland z.B. kämpfte gegen den englischen König und seine Anhänger. England gegen Schottland (Anglikaner gegen Presbyteraner)
Der englische Krieg wurde eigentlich nur in „einem Land" ausgetragen. Ein König steuerte und bestimmte sozusagen. Wenn der König stirbt, übernimmt das Volk. Beim 30jährigen Krieg kämpfte ganz Westeuropa mit.

Ende des Krieges:
Der 30jährige Krieg wurde mit dem westfälischen Frieden abgeschlossen, bei dem religiöse, politische und territoriale Beschlüsse beschlossen wurden. Somit wurde die Reformation durch die Gegenreformation gestoppt.
Der König wurde vom Rumpfparlament vors Gericht gebracht und später enthauptet.

Folgen des Krieges:
Der 30jährige Krieg hinterließ in allen Ländern Armut, viele Tote und die Gebiete waren komplett verwüstet. Einige Gebiete wurden von anderen Staaten eingenommen.
Die Versuche den Absolutismus durchzuführen war somit gescheitert. England wurde eine Republik.
Das Parlament wurde aufgelöst und es regierte der Diktator Cromwell. Er war Puritaner und wollte England zum Mustervolk erziehen.
Die Konflikte in England, obwohl sie teilweise Glaubenskonflikte waren, sind für mich nicht die englische Variante der Glaubenskriege auf dem Festland. Die Kriege entstanden durch unterschiedliche Faktoren, sie liefen anders ab und auch die Folgen sind nicht von gleichem Ausmaß.

 

 

 

Autor: Michael Burch  |  Quelle: www.geschi.de

 




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