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Frederik de Klerk war Präsident
der Republik Südafrika (1989-1994).
Frederik de Klerk hatte großen Anteil daran, dass Südafrika ein demokratisches
Land wurde und die Apartheid überwand. Doch war Frederik de Klerk auch ein
Mann, der jahrelang dem System der Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung
unterstützte. So war de Klerk von 1978 bis 1989 ständig ein Regierungsmitglied
der Burenregierung. Im Jahre 1989 gab Präsident Pieter Willem Botha sein Amt
ab. Nachfolger wurde Frederik de Klerk der danach bemüht war das System zu verändern.
Gerade in dieser Zeit war Südafrika in einem blutigen Rassenkonflikt, geteilt,
indem die schwarze Bevölkerung Südafrikas die Unterdrückung nicht mehr hin
nahm. So gab es in den sogenannten "town ships" der Farbigen täglich
Auseinandersetzungen mit der Polizei. Seine berühmtesten Reden hielt Frederik
de Klerk am 2.Februar 1990 und am 1.Februar 1991.In dieser ersten Rede vor
dem Parlament erklärte er die Entlassung des ehemaligen Staatsfeindes Nelson
Mandela aus der Haft. In der zweiten berühmten Rede vor dem südafrikanischen
Parlament im Februar 1991, erklärte er die Apartheid für beendet. Viele
Parlamentsmitglieder waren mit diesem Schritt überhaupt nicht einverstanden.
Doch Frederik de Klerk setzte auf die Erneuerung des Landes. Er wusste er konnte
das Land nur vor einem Bürgerkrieg retten wenn er jetzt die notwendigen
Reformen einleiten würde. Außerdem wurden die Parteien der schwarzen Bevölkerung
wie der ANC wieder erlaubt. Ein Gremium wurde eingerichtet, die die Aufgabe
hatte eine neue Verfassung auszuarbeiten. In der neuen Verfassung sollte jedem Bürger
die gleichen Rechte eingeräumt werden. Keiner sollte wegen seiner Rasse
benachteiligt werden. Als im Jahre 1992 das Referendum für die Abschaffung der
Apartheid von der weißen Bevölkerung angenommen wurde, war das Reformpaket von
de Klerk fertig. Für seine Bemühungen um ein demokratisches Südafrika
wurde Frederik de Klerk der Friedensnobelpreis verliehen. Er erhielt diese
Auszeichnung zusammen mit Nelson Mandela. Nelson Mandela arbeitete zu dieser
Zeit mit de Klerk in der Übergangsregierung mit, die aus weißen und schwarzen
bestand. Am 26 April 1994 fanden die ersten freien Wahlen in Südafrika statt.
Aus den Wahlen ging die ANC Partei (Afrikanischer Nationalkongress) von Nelson
Mandela als stärkste Partei hervor und beendete so die 341 jährige
Alleinherrschaft der Buren in Südafrika. Frederik de Klerk blieb der
gebildeten Regierung als Vizepräsident erhalten. Doch gab er im Jahre 1995
wegen eines Streites mit Mandela sein Amt auf und ging mit seiner Partei NP
National Party in die Opposition. Diesen Schritt tat er auch, weil er eine
starke Opposition in Südafrika aufbauen wollte. Im Jahre 1997 verließ Frederik
de Klerk die politische Arena ganz. Er legte auch den Parteivorsitz seiner
Partei nieder. Der heute 64 jährige hält Vorträge vor Universitäten
und anderen Einrichtungen. Wie er selber sagt zog er sich 1997 aus der Politik
zurück, da er seiner Partei die Möglichkeit geben wollte für einen Neuanfang.
Ich denke Frederik de Klerk kann man wegen seiner Vergangenheit während der
Herrschaft der weißen Bevölkerung zurecht kritisieren. Doch wandelte sich de
Klerk im Gegensatz anderer weißer Politiker wie Pieter Willem Botha die bis
heute nicht bereuen was sie getan haben. Frederik de Klerk hat die Chance ergriffen
das richtige für sein Land zu tun.
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