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Entwicklung:
Den erste offene Konflikt zwischen den kapitalistischen und kommunistischen
Mächten, gab es 1917,
als die Sowjetunion als kommunistischer Staat ins Leben gerufen wurde, und die
Kommunisten den westlichen Ländern den ideologischen Krieg erklärten. Bis zum
Jahre 1933
verweigerte die USA jegliche Anerkennung der Sowjetunion. Den zweiten Weltkrieg
bestritten die Parteien gemeinsam, aber ab 1944
zeigten sich erste Konflikte zwischen den beiden Großmächten. Denn als die
Alliierten, unter der Führung des amerikanischen Präsidenten Roosevelt, nicht
bereit waren der Sowjetunion konkrete Vereinbarungen zuzusichern, versuchte die Sowjetunion
in ihrem Machtbereich in Mittel- und Osteuropa, kommunistische Regierungen
durchzusetzen. Während die Alliierten unter der Führung Roosevelts, noch
versuchten zu kooperieren, so setzten sie nun bei dem Nachfolger Roosevelts, nämlich
Truman, auf eine antisowjetische Politik. Denn jetzt wollten sie, gestützt auf
ihre Wirtschaft und ab 1945
auf Atomwaffen, ein freies und vereintes Europa schaffen. Doch gleichzeitig
wollten sie auch die Führung über dieses Europa erlangen. Nun konnte dieser
Ost- Westblock nicht in den Nachkriegskonferenzen aufgelöst werden, da die Sowjetunion
ihren Sicherheitsbereich behalten wollte und da die USA diesen Bereich nicht
anerkennen wollte. Zusätzlich konnten die Frage nach den zugesicherten
Reparationszahlungen von Deutschland an Russland und die Nachkriegsgestaltung
Deutschlands nicht geklärt werden. Und dies alles führte schließlich zum
Kalten Krieg.
Verlauf:
In Folge dieses gegenseitigen Misstrauens häuften sich Missverständnisse.
Da die USA dachten, die Politik der Sowjetunion wäre in aggressiven Maße auf
Ausbreitung ihres Territoriums und ihrer Macht gerichtet, versuchten sie diese
Ausbreitungsbestreben der Sowjetunion mit Gegendruck einzudämmen. Konkret
versuchten sie dies erstmals in der Irankrise in Jahre 1946
und in der Türkeikrise. Einige Maßnahmen um Druck auf die Sowjetunion
auszuwirken waren Kredite an westeuropäische Länder und den Abbruch der
Kreditverhandlungen mit der Sowjetunion. Die USA nahm infolge ihrer
Eindämmungspolitik ein getrenntes Deutschland in Kauf. Die Sowjetunion dagegen
strebte ein vereintes, neutrales Deutschland an, in welchem sie ein
Mitspracherecht haben wollte. An eine Ausbreitung der Sowjetunion dagegen war
gar nicht zudenken, da die wirtschaftliche Lage der Sowjetunion schlecht war.
1947
sicherte die USA allen kapitalistischen Staaten Unterstützung im Falle einer
kommunistischen Ausbreitung, welche diese Länder betreffen könnte zu.
Wegen des Marschall- Plans wurden allen europäischen Ländern finanzielle
Unterstützung zum Wiederaufbau angeboten, doch die Sowjetunion und auf ihren
Druck auch die Länder in ihrem Einflussbereich lehnten diese Unterstützung ab,
was die Ost- West- Blockbildung noch unterstützte. Als die Alliierten die
Rentenmark in Westdeutschland durch die Deutsche Mark ersetzten, führte die
Sowjetunion am 24. Juni 1948
die Berliner Blockade durch, in welcher sie alle Verbindungen von und nach
Westberlin sperrte. Ziel dieser Blockade war es Westberlin auszuhungern und
somit die Deutsche Mark zu verhindern und ganz Berlin ihrem Territorium hinzu
zufügen. Doch unter anderem auf Initiative der USA errichteten die USA und
Großbritannien eine Luftbrücke nach Westberlin um die Bevölkerung mit allen
notwendigen Dingen zu versorgen. Da die Blockade keinen Erfolg hatte beendete
die Sowjetunion die Blockade am 12. Mai 1949.
Da sich die Angst vor einer kommunistischen Bedrohung in Westdeutschland
ausgebreitet hatte wurde 1949
die Bundesrepublik Deutschland aus den drei Besatzungszonen gebildet. Kurz
darauf wurde von den Westmächten die NATO gebildet. Die Sowjetunion reagierte
indem sie kurz darauf die Deutsche Demokratische Republik und 1955
den Warschauer Pakt ins Leben rief.
Auch im Jahr 1949
begannen die Sowjetunion mit den ersten Atombombenversuchen und China wurde
kommunistisch. Nun verstärkte die USA ihre Gegendruck und unterstützte Japan
als kapitalistischen Staat. Obwohl China sehr viel an der Beziehung zwischen den
USA und ihnen gelegen war, gingen die USA nicht darauf ein. Die erste Eskalation
im Kalten Krieg war der Koreakrieg von 1950
bis 1953.
Zwar änderte der Krieg nichts an der Teilung Koreas, doch war eine Reaktion auf
diesen Krieg die Aufrüstung der BRD. Auch kurz nach dem Koreakrieg entstand in
der USA der Gedanke einer Vergeltung durch den Atomwaffeneinsatz.
1952
unterbreitete Stalin angesichts der Aufrüstung in Deutschland und der
fortschreitenden Integration des Westens Vorschläge für ein vereinigtes und
neutrales Deutschland. Doch hatte er damit keinen Erfolg. Der Aufstand vom 17.
Juni 1953
in der DDR zeigte der Sowjetunion ihre Labile Stellung, was zu einem Kurs
außerhalb jeglicher Verhandlungsbereitschaft führte.
Da die Sowjetunion nach Stalins Tod im Jahre 1953
einige innenpolitische Probleme hatte, veränderten sie ihren Kurs auf eine
friedliche Basis um den Druck von Außen abzumildern. 1955
wurde dann die BRD endgültig im Westen integriert, indem man sie in der NATO
aufgenommen hatte und indem sie weitgehende Souveränität erhielt.
Da die kommunistische und die kapitalistische Seite nun ein Gleichgewicht
erreichte, war 1955
auf dem Gipfeltreffen in Genf schon eine Kooperationsbereitschaft zu erkennen.
Doch änderte dies nichts an dem beidseitigen Aufrüsten und den ideologischen
Gegensätzen, die auch zu Auseinandersetzungen führten. Und so kam es zu
weiteren Konflikten, wie der Berliner Mauerbau im Jahre 1961.
Das Jahr 1961
wurde zu einem der heißesten des Kalten Krieges, denn die Kubakrise und der
Vietnamkrieg führten zu einem direkten Konflikt zwischen Kommunisten und
Kapitalisten.
Für die Endgültige Entspannung des Kalten Krieges ab den 70iger Jahren
waren dann schließlich die Ausgeglichenheit der atomaren Waffen; der Schock der
Kubakrise; die Erfolglosigkeit der USA im Vietnamkrieg; die Bereitschaft der
Sowjetunion zur wirtschaftlichen Kooperation mit westlichen Ländern; die Absage
Chinas an die Sowjetunion und die Verständigung zwischen der USA und China und
der Entspannungswille der BRD. Aber als 1980
die Sowjetunion mit Truppen in Afghanistan einrückte entstand durch die
daraufhin folgende Aufrüstung der USA ein kurzer Rückfall in den Kalten Krieg.
Ende des Kalten Krieges:
Ab 1985
kam das endgültige Ende des Kalten Krieges durch die Abrüstungsverhandlungen
zwischen der USA und der Sowjetunion. Die Kooperation im Golf Krieg und das Ende
der politische Teilung der Welt waren auch Faktoren für das Ende des Katen
Krieges. Im Jahre 1989/90
wurde dann mit der Auflösung des Ostblocks auch die ideologische
Auseinandersetzung beendet.
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