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| Die
Invasion in der Normandie 1944 |
Die Alliierten planten, Deutschland mit
diesem "Todesstoß", der Invasion, zu besiegen und zur Kapitulation zu
zwingen. Die Pläne, die von den Engländern bereits 1942
erstellt wurden, sahen vor, in der Normandie (Französische Atlantikküste), am
Pas de Calais (Straße von Dover), mit den Invasionstruppen zu landen und dann
auf direktem Wege in das Ruhrgebiet vorzustoßen.
Zwischen den Alliierten gab es getrennte Meinungen über einen geeigneten Platz,
die Invasion zu starten.
Churchill hatte vor allem an eine Invasion im Balkanraum gedacht, Deutschland
mit einer so aufgebauten zweiten Front in die Knie zwingen. Gleichzeitig wollte
er mit dieser Aktion verhindern, dass Stalin Ost- und Südeuropa dem
sowjetischen Imperium (Weltmacht) zuführt.
Doch die Sowjets legten gegen diesen Plan Einspruch ein und die Amerikaner
lehnten diese Strategie Englands entschieden ab.
Auf einer Konferenz in Casablanca (Marokko) wurde dann der endgültige
Invasionsplan verfasst und dabei die Bildung eines Hauptquartiers beschlossen.
Im Februar 1944
wurde der amerikanische General Dwight D.Eisenhower zum Oberbefehlshaber der
Invasionstruppen ernannt.
Ab jetzt wurde bei den Alliierten aufgerüstet. In britischen Lagern stapelten
sich unvorstellbare Mengen Kriegsmaterial und in den Ausbildungslagern Englands
und Schottlands wurden immer neue Einheiten aufgestellt und gedrillt.
Der Invasionsbeginn wurde für den Mai 1944
geplant. Doch nun wurde der 6.Juni 1944
als günstigster Angriffstermin der Invasionstruppen auserkoren. Dieser 6.Juni 1944
wurde auch als "D-day" bezeichnet.
Gewaltige Flächenbombardements leiteten dieses größte Invasionsunternehmen
ein.
Am Morgen des 6.Juni 1944
begann unter weiteren schweren Luftangriffen der alliierten Truppen das
Unternehmen "Overlord".
Aus der Luft setzten die Alliierten drei Divisionen im Hinterland ab, die Flussübergänge
und Straßenkreuzungen sichern sollten.
Inzwischen schloss auch die größte Schiffsansammlung in der Geschichte zur
Küste der Normandie auf.
Die Alliierten setzten 7 Schlachtschiffe, 23 Kreuzer, 105 Zerstörer, 1073
kleinere Kriegsschiffe und 4126 Landungsboote ein. Aus der Luft wurde diese
riesige Streitmacht von fast 13.000 Militärflugzeugen unterstützt.
Der ca.60 Km breite Landstreifen wurde zunächst nur von zwei deutschen Infanteriedivisionen
gesichert, die von der schwachen und hoffnungslos
unterlegenen deutschen Luftflotte 3 kaum Hilfe erhoffen konnten.
Trotzdem die beiden deutschen Landdivisionen von Bombenangriffen und Schiffsartillerie
stark reduziert waren, leisteten sie der ersten Landungswelle
tapfer Widerstand. Doch sie konnten die alliierten Invasionstruppen nicht
aufhalten.
Im Laufe des 6.Juni 1944
landeten an der Normandieküste noch 5 Divisionen. Weitere 78 Divisionen standen
zum Einsatz bereit.
Auf deutscher Seite gab es große Komplikationen mit den Befehlsverhältnissen,
so dass zu einem schnellen Gegenangriff, der die Amerikaner und die Engländer
wieder zurücktreiben sollten, nur eine Panzer- und eine Luftlandedivision
eingesetzt werden konnte.
Der Befehl, die Panzergruppe West mit der 103.Panzerlehrdivision und der
12.SS-Panzerdivision "Hitlerjugend" freizugeben, kam vom Oberkommando
der Wehrmacht (OKW) zu zögernd. Der Angriff hatte keine Wirkung mehr auf den
Angriff der Alliierten.
Mit größter Dringlichkeit wurden vom OKW jetzt aus Südfrankreich, Polen,
Ungarn und aus den Niederlanden gepanzerte Angriffsverbände herangeführt.
Doch bis zum 18.Juni 1944
hatten die Alliierten in der Normandie bereits 619.000 Soldaten, 95.000
Fahrzeuge und 218.000 Tonnen Material gelandet.
Die deutschen Eingreifreserven brauchten wertvolle Zeit, um den Kampfplatz zu
erreichen.
Die Eingreifreserven trafen auch nicht geschlossen ein sondern in einzelnen
Schüben, die gegen die Alliierten nicht viel ausrichten konnten.
Am 26.Juni 1944
kapitulierten die deutschen Truppen in der Normandie.
Bis dahin hatten beide Seiten je 116.000 Tote, Verwundete und Vermisste zu
verzeichnen.
Eisenhower bereitete nun den Vorstoß der Invasionstruppen in Richtung
Deutschland vor.
Zwei US-Armeen, je eine britische und kanadische sowie je eine französische und
eine polnische Division wurden für dieses Vorhaben aufgestellt.
Zwei deutsche Armeen sollten dieses Vorhaben vereiteln.
Der alliierte Angriff wurde ab 18.Juli 1944
vorbereitet. Gewaltige Flächenbombardements schwächten die deutsche Front. Das
von deutschen Truppen besetzte Caen (Frankreich) fiel am 19.Juli 1944.
Die deutschen Truppen konnten einen alliierten Schlag gegen Falaise (Frankreich)
jedoch verhindern.
Am 25.Juli 1944
durchbrachen die Amerikaner, ganz überraschend für die deutschen Armeen, die
Front westlich von St.-Lo (Frankreich).
Die Alliierten konnten jetzt bis nach Mittelfrankreich vordringen. Auch bei
Avranches durchbrachen alliierte Truppen die Front. Die Schlacht schien für
Deutschland verloren. Doch dies wollte Hitler nicht eingestehen und ließ am
6./7. August 1944
die 5.Panzerarmee mit 4 Divisionen einen neuen Gegenangriff in der Normandie
gegen die Alliierten starten.
Mit diesem Unternehmen wollte Hitler den über Avranches weiter vorgestoßenen
Amerikanern "den Weg abschneiden". Doch das Unternehmen scheiterte und
eröffnete eine neue Katastrophe.
Mitte August eroberte die 1.Kanadische Armee Falaise (Frankreich) und vereinigte
sich bei Chambois (Frankreich) mit der l. amerikanischen Armee.
Damit waren die bisher Falais haltende 7.Deutsche Armee und die 5.Panzerarmee
eingeschlossen.
Es konnten aus diesem Kessel zwar 125.000 eingeschlossene Menschen fliehen, doch
nun stand den Alliierten der Weg zur Seine und nach Paris offen.
Am 19.August 1944
marschierten alliierte Truppen in Paris ein.
Der deutsche General von Cholitz konnte mit seinem Sicherungsregiment und einem
kleinen Teil einer deutschen Division die Stadt gegen die 2.französische
Panzerdivision und amerikanische Verbände nicht halten.
Entgegen den Befehlen, die er erhalten hatte, brach von Cholitz den Widerstand
am 25.August 1944
ab.
General de Gaulle feierte mit seinen französischen Truppen die Eroberung von
Paris.
Inzwischen waren die Alliierten am 15.August 1944
in Südfrankreich gelandet.
Bis zum Herbst 1944
war Frankreich fest in ihrer Hand.
Info: Invasion = militärisches
Eindringen in fremdes Gebiet.
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