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 Antike Rom

 

ab 753 v.Chr.: Gebäude in RomGründung Roms; Romulus nach Sage erster König; wird schließlich zu Gott Quirinius erhoben; Name stammt aus etruskischen von Ruma, Name einer zentralen Sippe des Dorfes oder von Rumon, was Fluss bedeutet; Palatin war Stadtzentrum
2. König: Numa Pompilius, Sabiner, Priesterkönig Ableitung der römischen Staatsreligion
3. König: Tullus Hostilius, mit dem die Sage der Zerstörung Alba Longas durch Albaner verknüpft ist; die Julier priesen ihre albanische Abstammung
4. König: Ancus Marcius: Besiedlung des anderen Tiberufers, des Hügels Janiculus; Brücke über den Tiber (pons sublicius)
5. König: Lucius Tarquinius Priscus, Etrusker; Einbindung der etruskischen Kultur (u. A. Krone, Zepter, Purpurgewand und Elfenbeinthron als Herrschaftszeichen; Lictores mit Rutenbündeln); Bau des Jupitertempels; Entwässerung der Niederung zwischen Palatin und Capitol durch unterirdischen Abwasserkanal mit 4m Durchmesser, noch heute erhalten
ab 509 v.Chr.: Einweihung des Jupitertempels
6. König: Servius Tullius: Erweiterung der Stadt auf die sieben großen Hügel: Palatinus, Capitolinus, Quirinalis, Viminalis, Esquilinus, Caelius, Aventius; Bau einer Stadtmauer samt Graben
ab 70 v.Chr.: 7. König: Tarquinius: ausbeuterische Herrschaft, Forderung von Frondiensten Vertreibung durch das Volk, Republik (im Moment noch Aristokratie) löst Monarchie ab; Etrusker als Herrscher Roms vertrieben
Etrusker bedrängen Rom;
ab 474 v.Chr.: erst nach Schlacht von Kyme ungehindertes Wachstum der Stadt möglich
Militärische Erfolge Roms möglich durch militärische Gesellschaftstruktur, Plebs aber noch ohne politische Möglichkeiten; Ersetzung des Königs durch Beamtenapparat; Einführung des Senats
Starker Kontrast zwischen Patriziern und Plebejiern längere Auseinandersetzungen, schliesslich Schaffung der Volkstribunen
455 v.Chr.: Lex canuleia ermöglicht Heirat zwischen Patriziern und Plebejiern
451 v.Chr.: Erstellung des Zwölftafelgesetztes als erster verbindlicher Gesetzestext (˜ Verfassung)
Eroberung von Veii, südlichster Stadt Etruriens und grössten Gegners Rom nach 10-jähriger Belagerung
387 v.Chr.: Rom wird nach verlorener Schlacht von Allia von Kelten eingenommen, die gegen Bezahlung wieder abziehen; Vernichtung vieler historischer Dokumente
Bau eines Mauerrings auch um die Wohnsiedlungen
Beendigung des Ständekampfes durch entsprechende Gesetzesänderungen durch die Volkstribunen C. Licinius Stolo und L. Sextius Lateranus; Nobilität aus Patriziern und reichen Plebejiern regiert die Stadt
Latinische Städte fühlen sich durch Rom bedroht, das versucht, seine Vormachtstellung in Latium auszubauen, sind aber wegen Bedrohung durch Kelten gezwungen, zu Rom zu halten
343 v.Chr. -341 v.Chr.: Erster Samnitenkrieg Rom kann sein Gebiet ausdehnen
340 v.Chr. -338 v.Chr.: Latinerkrieg vollständige Unterwerfung Latiums durch Rom
327 v.Chr. -304 v.Chr.: Zweiter Samnitenkrieg, ausgelöst durch Belagerung von Neapel durch die Samniten; Rom führt Angriff auf die samnitische Heimat aus, wird aber an den caudinischen Pässen geschlagen; schliesslich Sieg Roms bei Bovianum
300 v.Chr.: Nachdem immer mehr Ämter für Plebejier geöffnet worden sind, folgen auch die obersten Priesterämter
298 v.Chr. -290 v.Chr.: Dritter Samnitenkrieg: Samniten stossen mit gallischen und etruskischen Bündnispartnern Richtung Rom vor, werden aber bei Sentinum besiegt; Samniten geben sich endgültig geschlagen, behalten aber noch ihre Unabhängigkeit; Rom ist nun Herrscher Nord- und Mittelitaliens
284 v.Chr.: Geburt von Livius Andronicus; hauptsächlich Übersetzter griechischer Werke, Begründer des lateinischen Kunstdramas
280 v.Chr. -272 v.Chr.: Durch Spannung zwischen Rom und Tarent Krieg mit Pyhrros von Epeiros; Pyhrros gewinnt zwei Schlachten und prägt den Begriff des „Pyhrrossieges"
275 v.Chr.: Pyhrros verliert Schlacht bei Beneventum, als Römer Taktik der Kriegselefanten und Phalanxen durch quiekende Ferkel und leichte bewegliche Truppen kontern
272 v.Chr.: Tod von Pyhrros; Unterwerfung der griechischen Städte und der Samniten; Rom Herrscher über ganz Italien; Ruhepause wird zum wirtschaftlichen Aufbau genutzt; Ausbreitung der römischen Sprache und Kultur im ganzen zum Teil noch barbarischen Italien
269 v.Chr. -199 v.Chr.: Gnäus Naevius; Verbindet griechische Tragödien und Komödien mit römischen Sagenmaterial; begründet mit dem „bellum poenicum" das nationale Heldengedicht; wird wegen seiner freien Kritik an Lastern und Torheiten bestraft und geht schliesslich in die freiwillige Verbannung
264 v.Chr. -241 v.Chr.: Erster Punischer Krieg; erstmals Einsatz einer Flotte, mit der auch erste Siege errungen wurde; M. Atilius Regulus beginnt nach Besiegung der karthagischen Flotte mit dem Vormarsch gegen Karthago, Friedensverhandlungen scheitern jedoch durch sein diplomatisches Ungeschick; Krieg zieht sich hin, da beschliessen die Bürger Roms durch eine freiwillige Spende eine neue gewaltige Flotte zu bauen, die Karthago vorerst schlagen kann; Sizilien fällt Rom zu; Besiegte Städte werden mit dem zehnten der Ernte besteuert
254 v.Chr.: Geburt von Titus Maccus Plautus; war zuerst Schauspieler, dann Komödiendichter von ca. 130 Stücken, von denen 21 erhalten sind, die wesentlichen Einfluss auf die Dichter der Neuzeit hatten; Plautus Komödien spielen hauptsächlich in Athen, sind aber römisch inspiriert
239 v.Chr. -169 v.Chr.: Quintus Ennius; Dichter der „annales", welche die Geschichte Roms von Aneas bis zu den punischen Kriegen beschreibt; führt griechischen Hexameter in der römischen Literatur ein; Schaffung der römischen Schriftsprache durch Festhalten an den alten Formen, die zu verwischen drohen
238 v.Chr.: Unterwerfung von Sardinien und Korsika
234 v.Chr. -149 v.Chr.: Marcus Porcius Cato Censorius; erster römischer Prosaschriftsteller; Leider nur noch Fragmente erhalten; Begründer der römischen Geschichtsschreibung
Weitere geringfügige Eroberung und Ausbau der militärischen Macht in der Poebene und an der Adria
218 v.Chr. -201 v.Chr.: Zweiter Punischer Krieg; Bedrängung Roms durch Hannibal, unterworfene Stämme fallen von Rom ab; Krieg wird als Ermüdungskrieg geführt, grosse Vernichtungsschlachten werden vermieden, schliesslich Niederlage Hannibals bei Zama Regia; Ende des Krieges; Spanien wird römische Provinz, einige Städte in Nordafrika werden römisch
Folgen des Krieges für die Gestaltung des Staates: Aristokratie wurde grösstenteils zur Demokratie, Bürger wurden nicht mehr nach Besitz eingeteilt, sondern waren alle gleich; Jedoch wurde die Landwirtschaft geschwächt; „Entwurzelung des Bauerntums"
200 v.Chr. -197 v.Chr.: Krieg mit Philipp V. von Makedonien; Rom übernimmt an Stelle von Makedonien Schutzherrschaft über Griechenland, Griechenland ist scheinbar frei
191 v.Chr. -188 v.Chr.: Krieg mit Antiochos von Persien; Rom erhält Gebiete in Kleinasien und riesige Kriegsbeute
189 v.Chr. -159 v.Chr.: Publius Terentius Afer; Mitglied des Scipionenkreis; römische Komödien nach griechischem Muster, gehobene Sprache und feiner Geschmack
180 v.Chr. -102 v.Chr.: Gaius Lucilius; Erschaffer der römischen Satire
171 v.Chr. -168 v.Chr.: Krieg mit Perseus von Makedonien; Endgültiger Sieg über Makedonien; es werden schwere Abgaben gefordert und Geiseln genommen, unter ihnen auch Polybios, der Begründer der pragmatischen Geschichtsschreibung
Lucius Calpurnuis Piso; Geschichtswerk „Annales"
Quintus Claudius Quadrigarius; Geschichtswerk
Valerius Antias; Geschichtswerk mit phantastischen Ausschmückungen und Verfälschungen
Lucius Coelius Antipater; Geschichte des zweiten punischen Krieges, sehr detailliert und historisch fundiert; Begründer der geschichtlichen Einzelschrift
149 v.Chr. -146 v.Chr.: Dritter Punischer Krieg; vollständige Vernichtung Karthagos, heutiges Tunesien wird Provinz Africa
147 v.Chr.: Letzte Erhebung Griechenlands; Aufstand wird niedergeschlagen, Korinth geplündert und vernichtet und die Einwohner versklavt; Makedonien und Griechenland werden römische Provinz
138 v.Chr. - 78 v.Chr.:  Lucius Cornelius Sulla Felix; erste Autobiographie
ab 133 v.Chr.: Attalos III vererbt sein pergamenisches Reich an Rom, wird Provinz Asia
Unterwerfung Spaniens bis auf die Nordküste
Krise bahnt sich an: Bauern verloren durch Kriege ihre Landgüter und sind als Arbeiter gegen Sklaven nicht konkurrenzfähig; Reiche Oberschicht verfällt durch den gewaltigen Reichtum aus den Kriegen dem Luxus und der Verschwendung
Tiberius Gracchus wird Volkstribun und versucht, mit der Agrarreform die besitzlose Bauern zu unterstützen, hat jedoch gegen die Optimaten anzukämpfen und wird schliesslich getötet; Beginn des Bürgerkrieges; Agrargesetz in Kraft
Gaius Sempronius Gracchus wird Volkstribun; Einrichtung des Getreidegesetztes, das aber viele mittellose Bauern nach Rom lockte; Einrichtung des Rittergesetzes, das den Senat in seiner Machtstellung beschneidet. Lässt sich schliesslich töten
113 v.Chr. -101 v.Chr.: Krieg gegen die von Norden eingefallenen Zimbern und Teutonen; Zunächst werden römische Heere vernichtend geschlagen, schliesslich siegt Marius 102 bei Aquae Sextiae und 101 bei Vercellae
112 v.Chr. -105 v.Chr.: Jugurinthischer Krieg in Nordafrika; Rom zeichnet sich durch Verdorbenheit und Bestechlichkeit aus; Marius wird Konsul und reformiert das Heer, Schaffung eines Berufsheeres; schliesslich kann Lucius Corneilius Sulla den Krieg durch sein diplomatisches Geschick beenden
Publius Sempronius Asellio; zeitgeschichtliches Werk „rerum gestarum libri", geht auch ursächlichen Zusammenhängen nach, als erster pragmatische Geschichtsschreibung
109 v.Chr. - 32 v.Chr.: Titus Pomponius Atticus; „liber annalis", eine zeitlich geordnete tabellarische Geschichtsübersicht
106 v.Chr. - 43 v.Chr.: Marcus Tullius Cicero; sehr eifrig; grossartiger Redner, 58 Reden teilweise erhalten; 14 philippinische Reden gegen Antonius, „de natura deorum", „de officiis" „de oratore", „de re publica", „de finibus bonorum et malorum"; bildete lateinische Sprache zur Kunstsprache
100 v.Chr. - 44 v.Chr.: Gaius Iulius Caesar; „commentarii de bello gallico", „commentarii de bello civili", in klarer einfacher Sprache geschrieben, werden zu Musterlatein
100 v.Chr. - 25 Cornelius Nepos; „chronika" und „exempla", beide verloren; „de viris illustribus", Biographien, zur Unterhaltung geschrieben, eineinhalb Bücher erhalten, darunter die Biographien des älteren Cato und des Atticus
99 v.Chr. - 55 v.Chr.: Titus Lucretius Carus; Lehrgedicht „de rerum natura"
91 v.Chr.: Marcus Livius Drusus wird Volkstribun, der sich sehr stark für das Volk einsetzt und neben den Gracchischen Ideen die Unbestechlichkeit der Beamten und das Bürgerrecht für Bundesgenossen verwirklichen will; wird ermordet.
Lucius Cornelius Sisenna; pragmatisches Geschichtswerk „historia", von 12 Bänden sind nur Bruchstücke erhalten
88 v.Chr. - 84 v.Chr.: Erster Mithridatischer Krieg; römische Ordnung im Orient wird schwer geschädigt; Lucius Cornelius Sulla siegt, sehr milde Friedensbedingungen
88 v.Chr. - 82 v.Chr.: Bürgerkrieg; während Sullas Abwesenheit reisst die Volkspartei unter Lucius Cinna die Macht an sich und stellt sich Sulla bei dessen Rückkehr entgegen; Sulla siegt erneut und zieht in Rom ein; er wird zum Diktator ernannt; grausame Herrschaft Sullas, Etrusker, Samniten und Osker werden ausgelöscht vollständige Latinisierung Italiens; Reformierung Roms: Senat erhält Macht zurück; legt nach Abschluss der Reformen die Diktatur nieder.
Nach Sullas Tod erheben sich Stimmen der Popularen; Probleme mit Piraten Senat bestimmt Gnäus Pompeius, ihm gelingt der Sieg über ein Popularenheer unter Marcus Aemilius Lepidus, geht nach Spanien, wo er Sertorius besiegt;
87 v.Chr. - 57 v.Chr.: Gaius Valerius Catullus; Mitglied der Neoteriker; Gruppe kleiner Gedichte, „nugae"; grosse Dichtungen „attis", „epithalamium pelei et thetidis", „coma berenices" im gelehrten Stil der Alexandriner; Epigramme
86 v.Chr. - 34 v.Chr.: Gaius Sallustius Crispus; Monographien „de coniuratiune catilinae" und „de bello iugurthino; Zeitgeschichte der Jahre.
78 v.Chr. - 67 v.Chr.: „historiae", in Bruchstücken erhalten
83 v.Chr. - 81 v.Chr.: Zweiter Mithridatischer Krieg: keine Entscheidung
74 v.Chr. - 64 v.Chr.: Dritter Mithridatischer Krieg; Kriegsführung wird Lucius Licinius Lucullus übergeben, der u. A. auch den Kirschbaum (cerasum) entdeckt und nach Europa bringt; Der Krieg bringt schlussendlich nichts, da die Soldaten meutern, und Mithridates wieder in sein Gebiet zurückkehren kann.
Lucullus zieht sich ins Privatleben zurück, wo er Philosophen und Dichter beherbergte, die erste öffentliche Bibliothek gründete und zum Vorbild Roms wurde
73 v.Chr. - 71 v.Chr.: Sklavenkrieg; Gladiatorensklaven unter Spartakus brechen aus und sammeln sich schliesslich zu einem Heer von 70‘000 Mann; Crassus besiegt den Grossteil der Armee und tötet Spartakus im Duell, der letzte Rest wird von Pompeius vernichtet, der sich als Beender des Sklavenkrieges feiern lässt
Pompeius und Crassus werden senatsfeindlich gesinnte Konsuln
Optimaten (z. B. Gaius Verres) nützen z. T. ihre Amtsgewalt schändlich aus Empörung des Volkes
70 v.Chr. - 19 v.Chr.: Publius Vergilius Maro; gefeiertester Poet der Römer; Gedichtsammlung „bucolica"; Aufnahme in Maecenaskreis; Lehrgedicht „georgicq"; „aeneis", an Illias angelehntes Epos der Geschichte von Aeneas bis Augustus, wobei die Zeit des Augustus sehr gelobt wird
67 v.Chr.: Seeräuberkrieg: Pompeius wird zum Oberbefehlshaber im Mittelmeer gewählt, und besiegt innerhalb von 49 Tagen sämtliche Piraten
Pompeius besiegt Mithridates endgültig; Syrien wird römische Provinz; Judäa wird römischer Schutzstaat; gibt Griechen politische und kulturelle Bedeutung zurück; Rom fürchtet sich vor Pompeius, und betrügt diesen um seine Belohnung, nachdem er sein Heer entlassen hatte
65 v.Chr. - 8 v.Chr.: Quintus Horatius Flaccus; durch Vergil Anschluss an den Maecenaskreis; Satiren, an Lucilius angelehnt; „iambi" genannte Epoden, in Anlehnung an Archilochos von Paros; führt mit den Oden das klassische äolische Versmass in die römische Literatur ein; „carmen saeculare", zur Jahrhundertfeier von Augustus gesungener Festhymnus; Epistel, darunter „ars poetica"
63 v.Chr.: Cicero wird zum Konsul gewählt und deckt die catilinarische Verschwörung auf, verhängt aber die Todesstrafe starker Kritik durch das Volk
60 v.Chr.: Erstes Triumvirat zwischen Gaius Julius Caesar, Pompeius und Crassus
59 v.Chr. - 17v.Chr.: nach Titus Livius Patavinus; leichte Abweichung von der lateinischen Hochsprache, ‚Akzent‘ („patavinitas"); grosses Geschichtswerk „ab urbe condita libri", für das er 40 Jahre brauchte, 35 von 142 Büchern sind teilweise lückenhaft erhalten
59 v.Chr.: Caesar wird Konsul; Stärkung des Triumvirats durch Heiratspolitik; Macht sich beim Volk durch Bodenreformgesetze beliebt; schafft mit der „acta diurna" die erste staatliche Zeitung, in der er über aktuelles politisches Geschehen berichten lässt, und die er über ein eigenes Verlagssystem verteilen lässt; Stellt Erpressungs- und Bestechungsversuche an Beamten in Provinzen unter Strafe wirksamer Rechtsschutz; Sichert sich Verwaltung der Provinzen Galliens und Illyricums; unterstützt Wahl des Clodius zum Volkstribunen, der ein Gesetzt gegen die Tötung von römischen Bürgern durchbringt Caesars grösster Gegner Cicero geht in die Verbannung; Cato wird durch die Aufgabe, Zypern zur Provinz zu machen, „entfernt"
58 v.Chr.: Caesar übernimmt Amt des Prokonsuls für Gallia Cisalpina, Gallia Narbonensis, Illyricum
57 v.Chr.: Cicero wird nach Rom zurückgeholt
55 v.Chr.: Pompeius lässt das erste steinerne Theater auf dem Marsfeld bauen
55 v.Chr. - 19 v.Chr.: Albius Tibullus; gehört dem Messalakreis an; Elegiensammlung: Liebes-/ Sehnsuchtgedichte
53 v.Chr.: Tod Crassus; Pompeius schliesst sich den Optimaten an
52 v.Chr.: Pompeius wird zum „consul sine collega" ernannt und stellt Ordnung wieder her, stellt auch einige Caesar-feindliche Gesetzte auf
48 v.Chr.: Caesar überschreitet den Rubico Bürgerkrieg; Optimaten fliehen nach Griechenland, Caesar marschiert in Rom ein; verschiedene Notstandsmassnahmen und nachsichtige Behandlung seiner Gegner; Wird schliesslich alleiniger Konsul und besetzt alle wichtigen Ämter mit seinen Freunden; Besiegt schliesslich Pompeius‘ Heer in Griechenland, Pompeius wird in Ägypten ermordet
47 v.Chr. - 15 v.Chr.: Sextus Propertius; Elegiensammlung, darunter „regina elegiarum"; Neben den Liebesgedichten werden auch die Geschichte Roms und die Taten des Augustus verherrlicht
47 v.Chr. - 46 v.Chr.: Afrikanischer Krieg; Caesar besiegt Numidier; Cato nimmt sich das Leben und wird zum Symbol des Untergangs der altrömischen Gesinnung; Nordafrika wird römische Provinz unter dem Proconsul Gaius Sallustius Crispus
ab 45 v.Chr.: Letzer pompeianischer Wiederstand wird in Spanien niedergeschlagen
Caesar wird Diktator auf Lebenszeit, Imperator, Pontifex Maximus; König ohne Krone; Sein Name wird Titel für die späteren „Kaiser"; er reformiert den Staat grundlegend: Versöhnung von Optimaten und Popularen, Aufbau einer effizienten Verwaltung, Unterstützung von Schwachen, Gesetzte gegen Unsitten und Korruption, besseres Steuersystem; Verbreitung der römische Kultur und Sprache ins ganze römische Reich; Bau von Strassen und Kanälen; Einführung von Münzen als Zahlungsmittel; viele Bauten in Rom: Saepta Iulia, Basilica Iulia, Curia Iulia, Forum Iulium mit Venustempel; Marcus Terentius Varro wird zum Reichsbibliothekar ernannt; Kalenderreform mit Sosigenes;
44 v.Chr.: Caesar geht entgegen vielen Vorzeichen in den Senat, wo er von einer Verschwörung unter Gaius Cassius und Marcus Junius Brutus ermordet wird; Verschwörer finden keine Zustimmung im Volk, fürchten Anschläge
Marcus Antonius übernimmt Macht; Abneigung gegen Cicero; versucht, Octavian um sein Erbe zu bringen
44 v.Chr. - 43 v.Chr.: Gaius Julius Caesar Octavianus kann das Volk für sich begeistern; Cicero schreibt die vierzehn Philippinischen Reden gegen Antonius; Bündnis zwischen Senatspartei und Octavian; Octavian zwingt Antonius zur Flucht und den Senat, ihn zum Konsul zu ernennen und die Caesarmörder zu verfolgen
43 v.Chr. - 17 v.Chr.: nach Publius Ovidius Naso; Liebeselegien „amores"; verlorene Tragödie „Medea"; „heroides", fiktive Briefe sagenberühmter Frauen an ihre Gatten; „ars amatoria", „remedia amoris", „de medicamine faciei"; Sagengedichte, darunter die „metamorphoses"; „fasti"; Während seiner Verbannung: Klagelieder „tristia", „epistulae ex ponto"
43 v.Chr.: Zweites Triumvirat zwischen Octavian, Antonius und Lepidus mit dem Ziel, die Replikanerpartei niederzuwerfen und die Macht unter sich zu verteilen; Setzen Namen von 300 Senatoren und 2000 Rittern auf die Proskriptionslisten, darunter auch Cicero, der ermordet wird; Republik bricht endgültig zusammen
ab 42 v.Chr.: Schlacht von Philippi: grösste Schlacht des Altertums, Antonius besiegt das Heer von Cassius und Brutus, die Selbstmord begehen
Das römische Reich wird aufgeteilt, Octavian erhält Westrom; Er kann das Chaos des Krieges mit Hilfe von Vipsanius Agrippa ordnen; Dieser übernimmt mit Gaius Cilnius Maecenas Führung während Octavians Abwesenheit und schmückt Rom mit vielen Bauten, darunter das Pantheon; Maecenas kümmert sich um das Politische, er ist auch sehr kulturbegeistert, sein Name wird sprichwörtlich (Mäzen)
ab 31 v.Chr.: Antonius ist sehr zu Kleopatra hingezogen Empörung im Volk Krieg mit Kleopatra; Oktavian verlässt seine Truppen Sieg Oktavians, Oktavian ist nun Herrscher über ganz Rom; Oktavian lässt sich nicht von Kleopatra becircen, diese begeht Selbstmord; Ägypten wird Privatdomäne des julischen Hauses
Octavian fügt sich Volk und Heer durch Geschenke, lässt sich mit Agrippa Jahr für Jahr zum Konsul wählen und revidiert die Liste der Senatoren
ab 27 v.Chr.: Octavian erlegt seine mit dem Triumvirat erworbene ausserordentliche Gewalt nieder, er wird dafür von Volk und Senat mit dem Titel „augustus" (= der Erhabene) belohnt Vorstufe für spätere Vergöttlichung
Octavian erlangt immer mehr und mehr Herrschaftsrechte, nach dem Tod des Lepidus auch den Titel des „pontifex maximus", der von da an immer mit dem Kaisertitel verknüpft ist
Nach und nach wird der Senat zur beratenden Körperschaft abgedrängt, dem Volk wird Wahl- und Stimmrecht entzogen; Beamten in Provinzen werden fest besoldet, die Steuerverpachtung wird abgeschafft; Bürgerrecht wird auf die Provinzen ausgedehnt Verbreitung der römischen Kultur in den ganzen Mittelmeerraum; Italien selbst wird von Steuern befreit
Bestrebungen, das alte Familienrecht als innere Kraft der Römer wiederherzustellen, Bekämpfung von Luxus und Sittenverfall
Endgültige Unterwerfung widerspenstiger spanischer Bergdörfer; Als Dank an Augustus lässt der Senat den „ara pacis augustae", ein Altar für die Friedensgöttin, errichten, er wird im Jahre 9 v. Chr. eingeweiht
16 v.Chr.: Einfälle von Kelten nach Gallien, Donau und Rhein werden zur befestigten Grenze des Reiches; Nach Germaneneinfall wird ganzes Gebiet zwischen Rhein und Elbe unterworfen
9 v.Chr. Schlacht im Teutoburger Wald: Ein Aufstand unter Cheruskerfürst Arminius schlägt die 3 Legionen des Stadthalters Varrus; Augustus verlegt die Grenze von der Elbe an den Rhein zurück Deutschland wird nicht romanisiert
Sitte, griechische Skulpturen, Statuen und Vasen zu importieren kommt auf; auch römische Statuen werden gemeisselt, allerdings steckt diese Kunst noch in ihren Anfängen: Die Personen sind meist von einer Toga bedeckt, sehr uniform, die Köpfe sind sehr wirklichkeitsgetreu; unter Augustus kommen auch griechische Bildhauer nach Rom
4 v.Chr. - 65 n.Chr. Lucius Annaeus Seneca; Verspottung des Kaisers Claudius Nero zuliebe „apocolocynthosis"; neun Dramen erhalten, von wesentlichem Einfluss für das klassische französische Drama; Dialoge, 12-bändige philisophische Schrift, darin u. A. „de vita beata"; erstes umfassendes Werk über die Physik „quaestiones"
ab 14 n.Chr. Tod des Augustus; Nachdem alle in Frage gekommen Erben gestorben sind, bestimmte Augustus Tiberius als seinen Nachfolger
Tiberius lehnt jegliche Königstitel ab und fühlt sich als Kopf des Senates; Massnahmen zur Aufrechterhaltung von Zucht und Ordnung, Unterstützung der Schwachen
14 n.Chr. - 16 n.Chr.: Aufstand der Legionen an Donau und Rhein, wird niedergeschlagen und in den Zug gegen die Germanen geführt, der jedoch keine richtigen Erfolge bringt
ab 20 n.Chr.: Durch Tod des beim Volk äusserst beliebten Drusus Claudius Nero Germanicus wächst der Hass gegen den Kaiser Tiberius macht immer öfter vom Hochverratsgesetz Gebrauch Missbräuche, Denunziationen; Tiberius verliert immer mehr das Vertrauen in die Menschen
Gaius Valerius Flaccus; „argonautica"
Titus Papinius Statius; „thebais", „achilleis" (unvollendet); „silvae" Gelegenheitsgedichte im Umfeld der hohen römischen Gesellschaft
Titus Petronius; nicht moralisierender Reiseroman „saturae", u. A. mit dem „cena trimalchionis", Bruchstücke erhalten
Phaedrus; Fabeln in Versform, Vorbild für viele Europäische Dichter nach ihm
Gaius Velleius Paterculus; „historia romana" als Weltgeschichte von Troja bis Tiberius
23 n.Chr. - 79 n.Chr.: Plinius der Ältere; „historia naturalis", eine Naturgeschichte in 32 Bänden, umfasst Exkurse in die Medizin, Kultur-, Kunstgeschichte
26 n.Chr. - 101 n.Chr.: Silius Italicus; geschichtliches Epos„punica"
34 n.Chr. - 62 n.Chr.: Aulus Persius Flaccus; sechs Satiren
35 n.Chr. - 95 n.Chr.: Flavius Quintilianus; „de instituone oratoria"
37 n.Chr. - 41 n.Chr.: Tod des Tiberius; Er hinterlässt ein sicheres und starkes Reich; Nachfolger wird Gaius Caesar Caligula, Begründer des sog. ‚Caesarwahnsinns‘: gewann zuerst die Gunst von Volk und Senat, in der er u. A. die von Tiberius ersparten 90 Mio. Sesterzen verteilte bald leere Staatskassen Hinrichtungen, Verbannungen etc. nehmen zu, um die Kassen zu füllen immer grössere Grausamkeit, schmachvollerer Lebenswandel; die Welt wird schliesslich durch seine eigene Präfekten von ihm befreit, sein Name von Dokumenten und Münzen entfernt
39 n.Chr. - 65 n.Chr.: Marcus Annaeus Lucanus; unvollendete Schilderung des Bürgerkrieges zwischen Caesar und Pompejus aus republikanischer Sicht „belli civilis libri X" oder auch „pharsalia"
40 n.Chr. -102 n.Chr.: Marcus Valerius Martialis; kleines Bändchen Epigramme; später 12 Bücher an Catull angelehnte satirische Epigramme
41 n.Chr. - 54 n.Chr.: Volk wählt Tiberius Claudius Nero Germanicus zum neuen Kaiser, der körperliche und geistige Schwächen hat, trotz des guten Willens, sich zu bilden; Ausbau des Reiches: viele Strassen, Eroberung Südbritanniens, Abschaffung der Denunziationen, Erleichterungen für Sklaven; Claudius wird schliesslich von seiner Frau vergiftet, damit deren erster Sohn an die Macht kommt
54 n.Chr. - 117 n.Chr.: Cornelius Tacitus; „dialogus de oratoribus"; „de vita et moribus iulii agricolae"; „de origine, situ, moribus et populis germanorum"; die von ihm erlebten Ereignisse schreibt er in „historiae" auf, in „ab excessu divi augusti" oder „annales" die Geschehnisse von Augustus bis Nero; bedeutendster Historiker der Kaiserzeit
54 n.Chr. - 68 n.Chr.: Nero Claudius Caesar wird zum Kaiser ausgerufen; die Herrschaft ist zunächst unter dem Einfluss von Seneca und Burrus positiv für alle, bis die allmählich die Schattenseiten Neros hervordringen, die Schreckensherrschaft bricht an
60 n.Chr. - 140 n.Chr.: Decimus Iunius Iuvenalis; sechzehn Satiren in zehn Büchern, düstere Stimmung ohne Hoffnungsschimmer
61-113 n.Chr.: Gaius Plinius Secundus; historisch wichtige Dankrede an Trajan „panegyrikos"; 247 Briefe, darunter die Schilderung des Ausbruchs des Vesuvs
64 n.Chr.: Brand in Rom, 10 von 14 Bezirken sind betroffen; Nero nutzt die Gelegenheit, um Rom nach hellenistischem Vorbild neu geradlinig und geordnet wieder aufzubauen, für sich selbst baut er einen Prunkpalast, das goldene Haus; Nero beschuldigt die Christen, die überaus grausamen Christenverfolgungen setzen ein
Nach dem die Unzufriedenheit mit der neronischen Herrschaft immer mehr durchdringt, wird Nero vom Senat geächtet und begeht Selbstmord
69 n.Chr.: Das Vierkaiserjahr bricht an: jeder der vier grossen Truppenkörper will seinen Oberbefehlshaber zum Kaiser ernennen, schliesslich kann sich Titus Flavius Vespasianus durchsetzen
70-150 n.Chr.: Gaius Suetonius Tranquillus; erste römische Kulturgeschichte „de viris illustribus", „de vita caesarum", das auch noch im frühen Mittelalter die Schriftsteller beeinflusste
ab 70 n.Chr.: Eroberung und Zerstörung Jerusalems nach einem Aufstand der Juden
Vespasian kann sein Herrschaftsgebiet bis zum schottischen Hochland ausdehnen; zur Sanierung der Staatskassen erhöht Vespasian die Steuern
79- 81 n.Chr.: Vespasian stirbt, Nachfolger wird sein Sohn Titus Flavius Sabinus Vespasianus; er wird durch seine Liebenswürdigkeit und seinen Wohltätigkeitssinn bekannt
Ausbruch des Vesuvs; dreitägige Feuersbrunst in Rom mit darauf folgenden Seuchen
81- 96 n.Chr.: Nach Titus‘ Tod wird Titus Flavius Domitianus Kaiser; er herrscht sehr absolutistisch, womit er die Gunst des Volkes, aber den Hass der Aristokratie gewinnt; Trotz guter Innenpolitik wird der Druck auf ihn immer grösser, bis er schliesslich einer Verschwörung unter seiner eigenen Frau zum Opfer fällt
96- 98 n.Chr.: Senat bestimmt den ranghöchsten Senator, Marcus Cocceius Nerva zum neuen Regenten. Er richtet u. A. eine Stiftung für die Erziehung von Kindern ärmerer Familien ein, hat aber mit diesen Massnahmen keinen Erfolg, da er an allen Ecken und Enden sparen muss Demonstrationen; Nerva beschliesst, das Amt an seinen Sohn weiterzugeben
98-117 n.Chr.: Marcus Ulpius Traianus ist Kaiser, wird von allen Seiten sehr geschätzt; Versucht, Steuern weiter zu senken und der Verarmung entgegenzuwirken
101-102 n.Chr.: Dakische Kriege; Dakien wird römische Provinz, die schnell von der römischen Kultur erfüllt wird
Eroberungen im Osten: Arabien, Armenien, Mesopotamien, Syrien werden römische Provinzen; Trajan stirbt nach dem Feldzug und übergibt seinem Neffen Oberbefehl und Krone
117-138 n.Chr.: Publius Aelius Hadrianus wird Kaiser; gibt Provinz Armenien auf, da sie schwer zu halten ist; führt Bartmode in Rom ein; Hüter der allgemeinen Wohlfahrt; Verstärkung der Schutzwälle im Donaugebiet, Bau des Hadrianswalles; Hadrian ist ein Kulturmensch, er bereist sein ganzes Reich und lernt möglichst viele Kulturen kennen
Apuleius; „metamorphoseon libri XI" oder „de asino aureo"
131-136 n.Chr.: Judenkrieg, ausgelöst durch Bau eines Jupitertempes auf dem Tempelberg im wiederaufgebauten Jerusalem; Alle jüdischen Städte werden zerstört
Hadrian versucht, einen Ausgleich zwischen Rom und den Provinzen zu schaffen, u. A. durch Verbesserung des Postwesens; Aufbereitung des überlieferten Zivilrechts zum Gesetzbuch
138-161 n.Chr.: Nach Hadrians Tod wird dessen Adoptivsohn Titus Aurelius Hadrianus Antonius Pius Kaiser; Er kümmert sich stark um die innere Gerechtigkeit, weshalb er von allen geliebt wird, z. B. schützt er Christen und Sklaven; er vernachlässigt jedoch Heer und Wirtschaft
150-230 n.Chr.: Cassius Dion Cocceianus; Umfassendes Geschichtswerk
155-220 n.Chr.: Quintus Septimius Florens Tertullianus; viele Schriften zur Verfechtung des Christentums
161-180 n.Chr.: Gemeinschaftsherrschaft der beiden Adoptivsöhne von Antonius Pius, Marcus Aurelius Antonius und Lucius Verus; Marcus Aurelius ist ein Freund der Philosophie und legt in seine „Selbstbetrachtungen" seine Grundsätze dar; Er hat stark mit den im Osten, an der Donau und in Grossbritannien einbrechenden Völkern zu kämpfen, ist jedoch siegreich; das westmesopotamische Gebiet wird römische Provinz; Marcus Aurelius stirbt schliesslich an der Pest
180-192 n.Chr.: Neuer Kaiser ist Marcus Aurelius Commodus, unreif und eitel beschwört er ein Zeit wie die Neros herauf, er wird schliesslich ermordet und vom Senat zum Staatsfeind erklärt
192 n.Chr.: Publius Helvius Pertinax wird zum Kaiser gewählt, ist aber als Feldherr zu energisch für das Kaiseramt und erliegt einer Revolte der Prätorianer
193-211 n.Chr.: Lucius Septimius Severus wird neuer Kaiser; erster Soldatenkaiser; ordnet Verwaltung und Rechtspflege neu, in dem er dem Senat einen Grossteil seiner Macht entzieht
211-217 n.Chr.: Marcus Aurelius Antonius Caracalla; regiert sehr willkürlich, aber lässt auch Prachtbauten erstellen; wird schliesslich ermordet
218-222 n.Chr.: Elagabal kommt auf den Thron, bis er von Soldaten wegen seines orientalischen sittenloses Lebenswandels erschlagen wird
222-235 n.Chr.: Marcus Aurelius Alexander übernimmt förmlich die Krone, ist aber noch zu jung um tatsächlich zu regieren; Senat gewinnt unter der schwachen Herrschaft Macht zurück; Er schlägt erfolgreich die Perser zurück, wird aber beim Versuch, einen Germaneneinfall abzuwehren, von seinen Soldaten ermordet
Das römische Reich wird an allen Enden überrannt: in England, an der Donau, im Osten innerer Zusammenhalt des Reiches wird geschwächt
Lucius Caecilius Firmianus Lactantius; „divinae institutiones"
268-270 n.Chr.: Maurcus Aurelius Claudius Goticus kann die Ordnung wiederherstellen
270-275 n.Chr.: Lucius Domitius Aurelianus wird Kaiser; er lässt die aurelianische Mauer bauen; stärkt Herrschaft im Orient und erhebt den orientalischen Sonnengott „sol invictus" zum obersten Gott; wird ermordet
276-282 n.Chr.: Marcus Aurelius Probus wird zum Nachfolger ausgerufen; stellt alte Limesgrenze wieder her; er lässt sein Heer für die Landwirtschaft arbeiten Unwillen Probus wird erschlagen
284-305 n.Chr.: Diokletian wird Kaiser; nimmt dem Senat seine Macht, führt System mit Neben- und Unterkaisern ein; Provinzen werden verkleinert, jeder Kaiser erhielt ein Gebiet samt Hauptstadt; Mailand wird statt Rom Hauptstadt des Reiches, die senatorischen Ämter verschwinden ganz; Diokletian führt auch das absolutistische orientalische Hofzeremoniell ein, welches das Reich äusserlich stärkt, aber den inneren Verfall fördert; die Christenverfolgungen werden wieder aufgenommen; liess die „Thermen des Diokletian" erbauen
305-311 n.Chr.: Galerius wird Kaiser
310-370 n.Chr.: Decimus Magnus Ausonius; Epigramme, Briefe, Idyllen; Reisebericht „Mosella"; „Bissula"
312-337 n.Chr.: Constantinus wird Kaiser; erlaubt das Christentum, Soldaten malen sich Kreuze auf die Schilde, Kirche wird unter kaiserlichen Schutz gestellt christliche Gesinnung nimmt Einfluss auf das Rechtswesen;
326 n.Chr.: Byzantion wird neue Reichshauptstadt und in Konstantinopel umbenannt
330-400 n.Chr.: Ammianus Marcellinus; Geschichtswerk „res gestae"
337-361 n.Chr.: Flavius Iulius Constantinus wird, nachdem er seine Brüder und Mitregenten besiegt hat, alleiniger Herrscher; versucht, mit Gewalt Einheitsreligion durchzusetzen
340-397 n.Chr.: Ambrosius; Erzbischof von Mailand; „de officiis ministrorum libri III"; zahlreiche Hymnen für den Gottesdienst
345-420 n.Chr.: Sophronius Eusebius Hieronymus; Bibelübersetzung „vulgata"
347-430 n.Chr.: Johannes Chrysostomus; grosser Redner, Verfechter des Christentums
348-410 n.Chr.: Aurelius Prudentius; bedeutendster lateinisch schreibender, christlicher Dichter; „Psychomania"
354-430 n.Chr.: Augustinus; „confessiones"; „de civitate dei"
361-337 n.Chr.: Flavius Claudius Iulianus Apostata wird nach einem Streit mit Iulius Constantin und dessen Tod Kaiser; Christentum verliert Status der Staatsreligion; wird während eines Feldzugs gegen die Perser getötet
364-375 n.Chr.: Valentinian wird Kaiser; er teilt das Reich und übergibt seinem Bruder Valens den Osten; hat sehr stark mit den Ostgermanen zu kämpfen
364-378 n.Chr.: Valens regiert die Osthälfte des Reiches; wird bei einem Zwischenfall mit den Hunnen getötet
Claudius Claudianus; Hofdichter des Stilicho
Rutilius Claudius Namatianus; „de reditu suo"
379-395 n.Chr.: Theodosius übernimmt die Krone; gliedert Ostgoten ins Reich ein; verbietet die alte heidnische Religion; hat nach dem Sieg über Westrom das letzte Mal das ganze Reich unter einer Hand
395-408 n.Chr.: Arcadius und Honorius sollen Ost- und Westrom regieren, sind aber noch zu jung; der Germane Stilicho übernimmt die Herrschaft; Einfälle der Goten; Völkergemisch dringt bis nach Florenz vor; mit Stilicho wird ermordet, der Rom noch hätte retten können
410 n.Chr.: Der Westgote Alarich nimmt Rom ein; die Westgoten können schliesslich von Honorius für sich verpflichtet werden
418 n.Chr.: Aus Britannien werden die letzten römischen Truppen abgezogen
423-455 n.Chr.: Valentinian III. Wird weströmischer Kaiser, ist aber mit 5 Jahren noch zu jung seine Mutter regiert; Valentinian wird schliesslich Opfer einer Blutrache
439 n.Chr.: Karthago und damit die Provinz Africa wird von den Wandalen erobert
455 n.Chr.: Petronius Maximus lässt die Wandalen Rom plündern
455-456 n.Chr.: Der Heermeister des Petronius, Flavius Eparchius Avitus übernimmt die Krone, besiegt die Wandalen
457-461 n.Chr.: Iulius Maiorianus wird von Petronius‘ Heermeister Ricimer zum Kaiser erhoben; er kann nochmals die kaiserliche Macht in Gallien herstellen und das Innere ordnen; nach einer Niederlage gegen die Wandalen wird er von Ricimer abgesetzt und hingerichtet
472 n.Chr.: Ricimer wird in Rom von der Pest dahin gerafft, wie auch sein letzter Schattenkaiser, Olybrius
475 n.Chr.: Romulus Augustulus wird letzter Kaiser;
476 n.Chr.: Der Skirenkönig Odovakar übernimmt die Herrschaft von Westrom Untergang Westroms

 

 

 

Autor: Benjamin Lutz  |  Quelle: www.geschi.de

 




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