| ab
753 v.Chr.: |
Gründung
Roms; Romulus nach Sage erster König; wird schließlich zu Gott Quirinius
erhoben; Name stammt aus etruskischen von Ruma, Name einer zentralen Sippe
des Dorfes oder von Rumon, was Fluss bedeutet; Palatin war Stadtzentrum
2. König: Numa Pompilius, Sabiner, Priesterkönig Ableitung der
römischen Staatsreligion
3. König: Tullus Hostilius, mit dem die Sage der Zerstörung Alba Longas
durch Albaner verknüpft ist; die Julier priesen ihre albanische
Abstammung
4. König: Ancus Marcius: Besiedlung des anderen Tiberufers, des Hügels
Janiculus; Brücke über den Tiber (pons sublicius)
5. König: Lucius Tarquinius Priscus, Etrusker; Einbindung der
etruskischen Kultur (u. A. Krone, Zepter, Purpurgewand und Elfenbeinthron
als Herrschaftszeichen; Lictores mit Rutenbündeln); Bau des
Jupitertempels; Entwässerung der Niederung zwischen Palatin und Capitol
durch unterirdischen Abwasserkanal mit 4m Durchmesser, noch heute erhalten |
| ab
509 v.Chr.: |
Einweihung
des Jupitertempels
6. König: Servius Tullius: Erweiterung der Stadt auf die sieben großen Hügel: Palatinus, Capitolinus, Quirinalis, Viminalis, Esquilinus, Caelius,
Aventius; Bau einer Stadtmauer samt Graben |
| ab
70 v.Chr.: |
7.
König: Tarquinius: ausbeuterische Herrschaft, Forderung von Frondiensten
Vertreibung durch das Volk, Republik (im Moment noch Aristokratie) löst
Monarchie ab; Etrusker als Herrscher Roms vertrieben
Etrusker bedrängen Rom; |
| ab
474 v.Chr.: |
erst
nach Schlacht von Kyme ungehindertes Wachstum der Stadt möglich
Militärische Erfolge Roms möglich durch militärische
Gesellschaftstruktur, Plebs aber noch ohne politische Möglichkeiten;
Ersetzung des Königs durch Beamtenapparat; Einführung des Senats
Starker Kontrast zwischen Patriziern und Plebejiern längere
Auseinandersetzungen, schliesslich Schaffung der Volkstribunen |
| 455
v.Chr.: |
Lex
canuleia ermöglicht Heirat zwischen Patriziern und Plebejiern |
| 451
v.Chr.: |
Erstellung
des Zwölftafelgesetztes als erster verbindlicher Gesetzestext (˜
Verfassung)
Eroberung von Veii, südlichster Stadt Etruriens und grössten Gegners Rom
nach 10-jähriger Belagerung |
| 387
v.Chr.: |
Rom
wird nach verlorener Schlacht von Allia von Kelten eingenommen, die gegen
Bezahlung wieder abziehen; Vernichtung vieler historischer Dokumente
Bau eines Mauerrings auch um die Wohnsiedlungen
Beendigung des Ständekampfes durch entsprechende Gesetzesänderungen
durch die Volkstribunen C. Licinius Stolo und L. Sextius Lateranus;
Nobilität aus Patriziern und reichen Plebejiern regiert die Stadt
Latinische Städte fühlen sich durch Rom bedroht, das versucht, seine
Vormachtstellung in Latium auszubauen, sind aber wegen Bedrohung durch
Kelten gezwungen, zu Rom zu halten |
| 343
v.Chr. -341 v.Chr.: |
Erster
Samnitenkrieg Rom kann sein Gebiet ausdehnen |
| 340
v.Chr. -338 v.Chr.: |
Latinerkrieg
vollständige Unterwerfung Latiums durch Rom |
| 327
v.Chr. -304 v.Chr.: |
Zweiter
Samnitenkrieg, ausgelöst durch Belagerung von Neapel durch die Samniten;
Rom führt Angriff auf die samnitische Heimat aus, wird aber an den
caudinischen Pässen geschlagen; schliesslich Sieg Roms bei Bovianum |
| 300
v.Chr.: |
Nachdem
immer mehr Ämter für Plebejier geöffnet worden sind, folgen auch die
obersten Priesterämter |
| 298
v.Chr. -290 v.Chr.: |
Dritter
Samnitenkrieg: Samniten stossen mit gallischen und etruskischen
Bündnispartnern Richtung Rom vor, werden aber bei Sentinum besiegt;
Samniten geben sich endgültig geschlagen, behalten aber noch ihre
Unabhängigkeit; Rom ist nun Herrscher Nord- und Mittelitaliens |
| 284
v.Chr.: |
Geburt
von Livius Andronicus; hauptsächlich Übersetzter griechischer Werke,
Begründer des lateinischen Kunstdramas |
| 280
v.Chr. -272 v.Chr.: |
Durch
Spannung zwischen Rom und Tarent Krieg mit Pyhrros von Epeiros; Pyhrros
gewinnt zwei Schlachten und prägt den Begriff des „Pyhrrossieges" |
| 275
v.Chr.: |
Pyhrros
verliert Schlacht bei Beneventum, als Römer Taktik der Kriegselefanten
und Phalanxen durch quiekende Ferkel und leichte bewegliche Truppen
kontern |
| 272
v.Chr.: |
Tod
von Pyhrros; Unterwerfung der griechischen Städte und der Samniten; Rom
Herrscher über ganz Italien; Ruhepause wird zum wirtschaftlichen Aufbau
genutzt; Ausbreitung der römischen Sprache und Kultur im ganzen zum Teil
noch barbarischen Italien |
| 269
v.Chr. -199 v.Chr.: |
Gnäus
Naevius; Verbindet griechische Tragödien und Komödien mit römischen
Sagenmaterial; begründet mit dem „bellum poenicum" das nationale
Heldengedicht; wird wegen seiner freien Kritik an Lastern und Torheiten
bestraft und geht schliesslich in die freiwillige Verbannung |
| 264
v.Chr. -241 v.Chr.: |
Erster
Punischer Krieg; erstmals Einsatz einer Flotte, mit der auch erste Siege
errungen wurde; M. Atilius Regulus beginnt nach Besiegung der
karthagischen Flotte mit dem Vormarsch gegen Karthago,
Friedensverhandlungen scheitern jedoch durch sein diplomatisches
Ungeschick; Krieg zieht sich hin, da beschliessen die Bürger Roms durch
eine freiwillige Spende eine neue gewaltige Flotte zu bauen, die Karthago
vorerst schlagen kann; Sizilien fällt Rom zu; Besiegte Städte werden mit
dem zehnten der Ernte besteuert |
| 254
v.Chr.: |
Geburt
von Titus Maccus Plautus; war zuerst Schauspieler, dann Komödiendichter
von ca. 130 Stücken, von denen 21 erhalten sind, die wesentlichen
Einfluss auf die Dichter der Neuzeit hatten; Plautus Komödien spielen
hauptsächlich in Athen, sind aber römisch inspiriert |
| 239
v.Chr. -169 v.Chr.: |
Quintus
Ennius; Dichter der „annales", welche die Geschichte Roms von Aneas
bis zu den punischen Kriegen beschreibt; führt griechischen Hexameter in
der römischen Literatur ein; Schaffung der römischen Schriftsprache
durch Festhalten an den alten Formen, die zu verwischen drohen |
| 238
v.Chr.: |
Unterwerfung
von Sardinien und Korsika |
| 234
v.Chr. -149 v.Chr.: |
Marcus
Porcius Cato Censorius; erster römischer Prosaschriftsteller; Leider nur
noch Fragmente erhalten; Begründer der römischen Geschichtsschreibung
Weitere geringfügige Eroberung und Ausbau der militärischen Macht in der
Poebene und an der Adria |
| 218
v.Chr. -201 v.Chr.: |
Zweiter
Punischer Krieg; Bedrängung Roms durch Hannibal, unterworfene Stämme
fallen von Rom ab; Krieg wird als Ermüdungskrieg geführt, grosse
Vernichtungsschlachten werden vermieden, schliesslich Niederlage Hannibals
bei Zama Regia; Ende des Krieges; Spanien wird römische Provinz, einige
Städte in Nordafrika werden römisch
Folgen des Krieges für die Gestaltung des Staates: Aristokratie wurde
grösstenteils zur Demokratie, Bürger wurden nicht mehr nach Besitz
eingeteilt, sondern waren alle gleich; Jedoch wurde die Landwirtschaft
geschwächt; „Entwurzelung des Bauerntums" |
| 200
v.Chr. -197 v.Chr.: |
Krieg
mit Philipp V. von Makedonien; Rom übernimmt an Stelle von Makedonien
Schutzherrschaft über Griechenland, Griechenland ist scheinbar frei |
| 191
v.Chr. -188 v.Chr.: |
Krieg
mit Antiochos von Persien; Rom erhält Gebiete in Kleinasien und riesige
Kriegsbeute |
| 189
v.Chr. -159 v.Chr.: |
Publius
Terentius Afer; Mitglied des Scipionenkreis; römische Komödien nach
griechischem Muster, gehobene Sprache und feiner Geschmack |
| 180
v.Chr. -102 v.Chr.: |
Gaius
Lucilius; Erschaffer der römischen Satire |
| 171
v.Chr. -168 v.Chr.: |
Krieg
mit Perseus von Makedonien; Endgültiger Sieg über Makedonien; es werden
schwere Abgaben gefordert und Geiseln genommen, unter ihnen auch Polybios,
der Begründer der pragmatischen Geschichtsschreibung
Lucius Calpurnuis Piso; Geschichtswerk „Annales"
Quintus Claudius Quadrigarius; Geschichtswerk
Valerius Antias; Geschichtswerk mit phantastischen Ausschmückungen und
Verfälschungen
Lucius Coelius Antipater; Geschichte des zweiten punischen Krieges, sehr
detailliert und historisch fundiert; Begründer der geschichtlichen
Einzelschrift |
| 149
v.Chr. -146 v.Chr.: |
Dritter
Punischer Krieg; vollständige Vernichtung Karthagos, heutiges Tunesien
wird Provinz Africa |
| 147
v.Chr.: |
Letzte
Erhebung Griechenlands; Aufstand wird niedergeschlagen, Korinth
geplündert und vernichtet und die Einwohner versklavt; Makedonien und
Griechenland werden römische Provinz |
| 138 v.Chr. - 78 v.Chr.: |
Lucius
Cornelius Sulla Felix; erste Autobiographie |
| ab
133 v.Chr.: |
Attalos
III vererbt sein pergamenisches Reich an Rom, wird Provinz Asia
Unterwerfung Spaniens bis auf die Nordküste
Krise bahnt sich an: Bauern verloren durch Kriege ihre Landgüter und sind
als Arbeiter gegen Sklaven nicht konkurrenzfähig; Reiche Oberschicht
verfällt durch den gewaltigen Reichtum aus den Kriegen dem Luxus und der
Verschwendung
Tiberius Gracchus wird Volkstribun und versucht, mit der Agrarreform die
besitzlose Bauern zu unterstützen, hat jedoch gegen die Optimaten
anzukämpfen und wird schliesslich getötet; Beginn des Bürgerkrieges;
Agrargesetz in Kraft
Gaius Sempronius Gracchus wird Volkstribun; Einrichtung des
Getreidegesetztes, das aber viele mittellose Bauern nach Rom lockte;
Einrichtung des Rittergesetzes, das den Senat in seiner Machtstellung
beschneidet. Lässt sich schliesslich töten |
| 113
v.Chr. -101 v.Chr.: |
Krieg
gegen die von Norden eingefallenen Zimbern und Teutonen; Zunächst werden
römische Heere vernichtend geschlagen, schliesslich siegt Marius 102 bei
Aquae Sextiae und 101 bei Vercellae |
| 112
v.Chr. -105 v.Chr.: |
Jugurinthischer
Krieg in Nordafrika; Rom zeichnet sich durch Verdorbenheit und
Bestechlichkeit aus; Marius wird Konsul und reformiert das Heer, Schaffung
eines Berufsheeres; schliesslich kann Lucius Corneilius Sulla den Krieg
durch sein diplomatisches Geschick beenden
Publius Sempronius Asellio; zeitgeschichtliches Werk „rerum gestarum
libri", geht auch ursächlichen Zusammenhängen nach, als erster
pragmatische Geschichtsschreibung |
| 109
v.Chr. - 32 v.Chr.: |
Titus
Pomponius Atticus; „liber annalis", eine zeitlich geordnete
tabellarische Geschichtsübersicht |
| 106
v.Chr. - 43 v.Chr.: |
Marcus
Tullius Cicero; sehr eifrig; grossartiger Redner, 58 Reden teilweise
erhalten; 14 philippinische Reden gegen Antonius, „de natura deorum",
„de officiis" „de oratore", „de re publica", „de
finibus bonorum et malorum"; bildete lateinische Sprache zur
Kunstsprache |
| 100
v.Chr. - 44 v.Chr.: |
Gaius
Iulius Caesar; „commentarii de bello gallico", „commentarii de
bello civili", in klarer einfacher Sprache geschrieben, werden zu
Musterlatein |
| 100
v.Chr. - 25 |
Cornelius
Nepos; „chronika" und „exempla", beide verloren; „de viris
illustribus", Biographien, zur Unterhaltung geschrieben, eineinhalb
Bücher erhalten, darunter die Biographien des älteren Cato und des
Atticus |
| 99
v.Chr. - 55 v.Chr.: |
Titus
Lucretius Carus; Lehrgedicht „de rerum natura" |
| 91
v.Chr.: |
Marcus
Livius Drusus wird Volkstribun, der sich sehr stark für das Volk einsetzt
und neben den Gracchischen Ideen die Unbestechlichkeit der Beamten und das
Bürgerrecht für Bundesgenossen verwirklichen will; wird ermordet.
Lucius Cornelius Sisenna; pragmatisches Geschichtswerk „historia",
von 12 Bänden sind nur Bruchstücke erhalten |
| 88
v.Chr. - 84 v.Chr.: |
Erster
Mithridatischer Krieg; römische Ordnung im Orient wird schwer
geschädigt; Lucius Cornelius Sulla siegt, sehr milde Friedensbedingungen |
| 88
v.Chr. - 82 v.Chr.: |
Bürgerkrieg;
während Sullas Abwesenheit reisst die Volkspartei unter Lucius Cinna die
Macht an sich und stellt sich Sulla bei dessen Rückkehr entgegen; Sulla
siegt erneut und zieht in Rom ein; er wird zum Diktator ernannt; grausame
Herrschaft Sullas, Etrusker, Samniten und Osker werden ausgelöscht
vollständige Latinisierung Italiens; Reformierung Roms: Senat erhält
Macht zurück; legt nach Abschluss der Reformen die Diktatur nieder.
Nach Sullas Tod erheben sich Stimmen der Popularen; Probleme mit Piraten
Senat bestimmt Gnäus Pompeius, ihm gelingt der Sieg über ein
Popularenheer unter Marcus Aemilius Lepidus, geht nach Spanien, wo er
Sertorius besiegt; |
| 87
v.Chr. - 57 v.Chr.: |
Gaius
Valerius Catullus; Mitglied der Neoteriker; Gruppe kleiner Gedichte, „nugae";
grosse Dichtungen „attis", „epithalamium pelei et thetidis",
„coma berenices" im gelehrten Stil der Alexandriner; Epigramme |
| 86
v.Chr. - 34 v.Chr.: |
Gaius
Sallustius Crispus; Monographien „de coniuratiune catilinae" und
„de bello iugurthino; Zeitgeschichte der Jahre. |
| 78
v.Chr. - 67 v.Chr.: |
„historiae",
in Bruchstücken erhalten |
| 83
v.Chr. - 81 v.Chr.: |
Zweiter
Mithridatischer Krieg: keine Entscheidung |
| 74
v.Chr. - 64 v.Chr.: |
Dritter
Mithridatischer Krieg; Kriegsführung wird Lucius Licinius Lucullus
übergeben, der u. A. auch den Kirschbaum (cerasum) entdeckt und nach
Europa bringt; Der Krieg bringt schlussendlich nichts, da die Soldaten
meutern, und Mithridates wieder in sein Gebiet zurückkehren kann.
Lucullus zieht sich ins Privatleben zurück, wo er Philosophen und Dichter
beherbergte, die erste öffentliche Bibliothek gründete und zum Vorbild
Roms wurde |
| 73
v.Chr. - 71 v.Chr.: |
Sklavenkrieg;
Gladiatorensklaven unter Spartakus brechen aus und sammeln sich
schliesslich zu einem Heer von 70‘000 Mann; Crassus besiegt den
Grossteil der Armee und tötet Spartakus im Duell, der letzte Rest wird
von Pompeius vernichtet, der sich als Beender des Sklavenkrieges feiern
lässt
Pompeius und Crassus werden senatsfeindlich gesinnte Konsuln
Optimaten (z. B. Gaius Verres) nützen z. T. ihre Amtsgewalt schändlich
aus Empörung des Volkes |
| 70
v.Chr. - 19 v.Chr.: |
Publius
Vergilius Maro; gefeiertester Poet der Römer; Gedichtsammlung „bucolica";
Aufnahme in Maecenaskreis; Lehrgedicht „georgicq"; „aeneis",
an Illias angelehntes Epos der Geschichte von Aeneas bis Augustus, wobei
die Zeit des Augustus sehr gelobt wird |
| 67
v.Chr.: |
Seeräuberkrieg:
Pompeius wird zum Oberbefehlshaber im Mittelmeer gewählt, und besiegt
innerhalb von 49 Tagen sämtliche Piraten
Pompeius besiegt Mithridates endgültig; Syrien wird römische Provinz;
Judäa wird römischer Schutzstaat; gibt Griechen politische und
kulturelle Bedeutung zurück; Rom fürchtet sich vor Pompeius, und
betrügt diesen um seine Belohnung, nachdem er sein Heer entlassen hatte |
| 65
v.Chr. - 8 v.Chr.: |
Quintus
Horatius Flaccus; durch Vergil Anschluss an den Maecenaskreis; Satiren, an
Lucilius angelehnt; „iambi" genannte Epoden, in Anlehnung an
Archilochos von Paros; führt mit den Oden das klassische äolische
Versmass in die römische Literatur ein; „carmen saeculare", zur
Jahrhundertfeier von Augustus gesungener Festhymnus; Epistel, darunter „ars
poetica" |
| 63
v.Chr.: |
Cicero
wird zum Konsul gewählt und deckt die catilinarische Verschwörung auf,
verhängt aber die Todesstrafe starker Kritik durch das Volk |
| 60
v.Chr.: |
Erstes
Triumvirat zwischen Gaius Julius Caesar, Pompeius und Crassus |
| 59
v.Chr. - 17v.Chr.: |
nach
Titus Livius Patavinus; leichte Abweichung von der lateinischen
Hochsprache, ‚Akzent‘ („patavinitas"); grosses Geschichtswerk
„ab urbe condita libri", für das er 40 Jahre brauchte, 35 von 142
Büchern sind teilweise lückenhaft erhalten |
| 59
v.Chr.: |
Caesar
wird Konsul; Stärkung des Triumvirats durch Heiratspolitik; Macht sich
beim Volk durch Bodenreformgesetze beliebt; schafft mit der „acta diurna"
die erste staatliche Zeitung, in der er über aktuelles politisches
Geschehen berichten lässt, und die er über ein eigenes Verlagssystem
verteilen lässt; Stellt Erpressungs- und Bestechungsversuche an Beamten
in Provinzen unter Strafe wirksamer Rechtsschutz; Sichert sich Verwaltung
der Provinzen Galliens und Illyricums; unterstützt Wahl des Clodius zum
Volkstribunen, der ein Gesetzt gegen die Tötung von römischen Bürgern
durchbringt Caesars grösster Gegner Cicero geht in die Verbannung; Cato
wird durch die Aufgabe, Zypern zur Provinz zu machen, „entfernt" |
| 58
v.Chr.: |
Caesar
übernimmt Amt des Prokonsuls für Gallia Cisalpina, Gallia Narbonensis,
Illyricum |
| 57
v.Chr.: |
Cicero
wird nach Rom zurückgeholt |
| 55
v.Chr.: |
Pompeius
lässt das erste steinerne Theater auf dem Marsfeld bauen |
| 55
v.Chr. - 19 v.Chr.: |
Albius
Tibullus; gehört dem Messalakreis an; Elegiensammlung: Liebes-/
Sehnsuchtgedichte |
| 53
v.Chr.: |
Tod
Crassus; Pompeius schliesst sich den Optimaten an |
| 52
v.Chr.: |
Pompeius
wird zum „consul sine collega" ernannt und stellt Ordnung wieder
her, stellt auch einige Caesar-feindliche Gesetzte auf |
| 48
v.Chr.: |
Caesar
überschreitet den Rubico Bürgerkrieg; Optimaten fliehen nach
Griechenland, Caesar marschiert in Rom ein; verschiedene
Notstandsmassnahmen und nachsichtige Behandlung seiner Gegner; Wird
schliesslich alleiniger Konsul und besetzt alle wichtigen Ämter mit
seinen Freunden; Besiegt schliesslich Pompeius‘ Heer in Griechenland,
Pompeius wird in Ägypten ermordet |
| 47
v.Chr. - 15 v.Chr.: |
Sextus
Propertius; Elegiensammlung, darunter „regina elegiarum"; Neben den
Liebesgedichten werden auch die Geschichte Roms und die Taten des Augustus
verherrlicht |
| 47
v.Chr. - 46 v.Chr.: |
Afrikanischer
Krieg; Caesar besiegt Numidier; Cato nimmt sich das Leben und wird zum
Symbol des Untergangs der altrömischen Gesinnung; Nordafrika wird
römische Provinz unter dem Proconsul Gaius Sallustius Crispus |
| ab
45 v.Chr.: |
Letzer
pompeianischer Wiederstand wird in Spanien niedergeschlagen
Caesar wird Diktator auf Lebenszeit, Imperator, Pontifex Maximus; König
ohne Krone; Sein Name wird Titel für die späteren „Kaiser"; er
reformiert den Staat grundlegend: Versöhnung von Optimaten und Popularen,
Aufbau einer effizienten Verwaltung, Unterstützung von Schwachen,
Gesetzte gegen Unsitten und Korruption, besseres Steuersystem; Verbreitung
der römische Kultur und Sprache ins ganze römische Reich; Bau von
Strassen und Kanälen; Einführung von Münzen als Zahlungsmittel; viele
Bauten in Rom: Saepta Iulia, Basilica Iulia, Curia Iulia, Forum Iulium mit
Venustempel; Marcus Terentius Varro wird zum Reichsbibliothekar ernannt;
Kalenderreform mit Sosigenes; |
| 44
v.Chr.: |
Caesar
geht entgegen vielen Vorzeichen in den Senat, wo er von einer
Verschwörung unter Gaius Cassius und Marcus Junius Brutus ermordet wird;
Verschwörer finden keine Zustimmung im Volk, fürchten Anschläge
Marcus Antonius übernimmt Macht; Abneigung gegen Cicero; versucht,
Octavian um sein Erbe zu bringen |
| 44
v.Chr. - 43 v.Chr.: |
Gaius
Julius Caesar Octavianus kann das Volk für sich begeistern; Cicero
schreibt die vierzehn Philippinischen Reden gegen Antonius; Bündnis
zwischen Senatspartei und Octavian; Octavian zwingt Antonius zur Flucht
und den Senat, ihn zum Konsul zu ernennen und die Caesarmörder zu
verfolgen |
| 43
v.Chr. - 17 v.Chr.: |
nach
Publius Ovidius Naso; Liebeselegien „amores"; verlorene Tragödie
„Medea"; „heroides", fiktive Briefe sagenberühmter Frauen
an ihre Gatten; „ars amatoria", „remedia amoris", „de
medicamine faciei"; Sagengedichte, darunter die „metamorphoses";
„fasti"; Während seiner Verbannung: Klagelieder „tristia",
„epistulae ex ponto" |
| 43
v.Chr.: |
Zweites
Triumvirat zwischen Octavian, Antonius und Lepidus mit dem Ziel, die
Replikanerpartei niederzuwerfen und die Macht unter sich zu verteilen;
Setzen Namen von 300 Senatoren und 2000 Rittern auf die
Proskriptionslisten, darunter auch Cicero, der ermordet wird; Republik
bricht endgültig zusammen |
| ab
42 v.Chr.: |
Schlacht
von Philippi: grösste Schlacht des Altertums, Antonius besiegt das Heer
von Cassius und Brutus, die Selbstmord begehen
Das römische Reich wird aufgeteilt, Octavian erhält Westrom; Er kann das
Chaos des Krieges mit Hilfe von Vipsanius Agrippa ordnen; Dieser
übernimmt mit Gaius Cilnius Maecenas Führung während Octavians
Abwesenheit und schmückt Rom mit vielen Bauten, darunter das Pantheon;
Maecenas kümmert sich um das Politische, er ist auch sehr
kulturbegeistert, sein Name wird sprichwörtlich (Mäzen) |
| ab
31 v.Chr.: |
Antonius
ist sehr zu Kleopatra hingezogen Empörung im Volk Krieg mit Kleopatra;
Oktavian verlässt seine Truppen Sieg Oktavians, Oktavian ist nun
Herrscher über ganz Rom; Oktavian lässt sich nicht von Kleopatra
becircen, diese begeht Selbstmord; Ägypten wird Privatdomäne des
julischen Hauses
Octavian fügt sich Volk und Heer durch Geschenke, lässt sich mit Agrippa
Jahr für Jahr zum Konsul wählen und revidiert die Liste der Senatoren |
| ab
27 v.Chr.: |
Octavian
erlegt seine mit dem Triumvirat erworbene ausserordentliche Gewalt nieder,
er wird dafür von Volk und Senat mit dem Titel „augustus" (= der
Erhabene) belohnt Vorstufe für spätere Vergöttlichung
Octavian erlangt immer mehr und mehr Herrschaftsrechte, nach dem Tod des
Lepidus auch den Titel des „pontifex maximus", der von da an immer
mit dem Kaisertitel verknüpft ist
Nach und nach wird der Senat zur beratenden Körperschaft abgedrängt, dem
Volk wird Wahl- und Stimmrecht entzogen; Beamten in Provinzen werden fest
besoldet, die Steuerverpachtung wird abgeschafft; Bürgerrecht wird auf
die Provinzen ausgedehnt Verbreitung der römischen Kultur in den ganzen
Mittelmeerraum; Italien selbst wird von Steuern befreit
Bestrebungen, das alte Familienrecht als innere Kraft der Römer
wiederherzustellen, Bekämpfung von Luxus und Sittenverfall
Endgültige Unterwerfung widerspenstiger spanischer Bergdörfer; Als Dank
an Augustus lässt der Senat den „ara pacis augustae", ein Altar
für die Friedensgöttin, errichten, er wird im Jahre 9 v. Chr. eingeweiht |
| 16
v.Chr.: |
Einfälle
von Kelten nach Gallien, Donau und Rhein werden zur befestigten Grenze des
Reiches; Nach Germaneneinfall wird ganzes Gebiet zwischen Rhein und Elbe
unterworfen |
| 9
v.Chr. |
Schlacht
im Teutoburger Wald: Ein Aufstand unter Cheruskerfürst Arminius schlägt
die 3 Legionen des Stadthalters Varrus; Augustus verlegt die Grenze von
der Elbe an den Rhein zurück Deutschland wird nicht romanisiert
Sitte, griechische Skulpturen, Statuen und Vasen zu importieren kommt auf;
auch römische Statuen werden gemeisselt, allerdings steckt diese Kunst
noch in ihren Anfängen: Die Personen sind meist von einer Toga bedeckt,
sehr uniform, die Köpfe sind sehr wirklichkeitsgetreu; unter Augustus
kommen auch griechische Bildhauer nach Rom |
| 4
v.Chr. - 65 n.Chr. |
Lucius
Annaeus Seneca; Verspottung des Kaisers Claudius Nero zuliebe „apocolocynthosis";
neun Dramen erhalten, von wesentlichem Einfluss für das klassische
französische Drama; Dialoge, 12-bändige philisophische Schrift, darin u.
A. „de vita beata"; erstes umfassendes Werk über die Physik „quaestiones" |
| ab
14 n.Chr. |
Tod
des Augustus; Nachdem alle in Frage gekommen Erben gestorben sind,
bestimmte Augustus Tiberius als seinen Nachfolger
Tiberius lehnt jegliche Königstitel ab und fühlt sich als Kopf des
Senates; Massnahmen zur Aufrechterhaltung von Zucht und Ordnung,
Unterstützung der Schwachen |
| 14
n.Chr. - 16 n.Chr.: |
Aufstand
der Legionen an Donau und Rhein, wird niedergeschlagen und in den Zug
gegen die Germanen geführt, der jedoch keine richtigen Erfolge bringt |
| ab
20 n.Chr.: |
Durch
Tod des beim Volk äusserst beliebten Drusus Claudius Nero Germanicus
wächst der Hass gegen den Kaiser Tiberius macht immer öfter vom
Hochverratsgesetz Gebrauch Missbräuche, Denunziationen; Tiberius verliert
immer mehr das Vertrauen in die Menschen
Gaius Valerius Flaccus; „argonautica"
Titus Papinius Statius; „thebais", „achilleis"
(unvollendet); „silvae" Gelegenheitsgedichte im Umfeld der hohen
römischen Gesellschaft
Titus Petronius; nicht moralisierender Reiseroman „saturae", u. A.
mit dem „cena trimalchionis", Bruchstücke erhalten
Phaedrus; Fabeln in Versform, Vorbild für viele Europäische Dichter nach
ihm
Gaius Velleius Paterculus; „historia romana" als Weltgeschichte von
Troja bis Tiberius |
| 23
n.Chr. - 79 n.Chr.: |
Plinius
der Ältere; „historia naturalis", eine Naturgeschichte in 32
Bänden, umfasst Exkurse in die Medizin, Kultur-, Kunstgeschichte |
| 26
n.Chr. - 101 n.Chr.: |
Silius
Italicus; geschichtliches Epos„punica" |
| 34
n.Chr. - 62 n.Chr.: |
Aulus
Persius Flaccus; sechs Satiren |
| 35
n.Chr. - 95 n.Chr.: |
Flavius
Quintilianus; „de instituone oratoria" |
| 37
n.Chr. - 41 n.Chr.: |
Tod
des Tiberius; Er hinterlässt ein sicheres und starkes Reich; Nachfolger
wird Gaius Caesar Caligula, Begründer des sog. ‚Caesarwahnsinns‘:
gewann zuerst die Gunst von Volk und Senat, in der er u. A. die von
Tiberius ersparten 90 Mio. Sesterzen verteilte bald leere Staatskassen
Hinrichtungen, Verbannungen etc. nehmen zu, um die Kassen zu füllen immer
grössere Grausamkeit, schmachvollerer Lebenswandel; die Welt wird
schliesslich durch seine eigene Präfekten von ihm befreit, sein Name von
Dokumenten und Münzen entfernt |
| 39
n.Chr. - 65 n.Chr.: |
Marcus
Annaeus Lucanus; unvollendete Schilderung des Bürgerkrieges zwischen
Caesar und Pompejus aus republikanischer Sicht „belli civilis libri
X" oder auch „pharsalia" |
| 40
n.Chr. -102 n.Chr.: |
Marcus
Valerius Martialis; kleines Bändchen Epigramme; später 12 Bücher an
Catull angelehnte satirische Epigramme |
| 41
n.Chr. - 54 n.Chr.: |
Volk
wählt Tiberius Claudius Nero Germanicus zum neuen Kaiser, der
körperliche und geistige Schwächen hat, trotz des guten Willens, sich zu
bilden; Ausbau des Reiches: viele Strassen, Eroberung Südbritanniens,
Abschaffung der Denunziationen, Erleichterungen für Sklaven; Claudius
wird schliesslich von seiner Frau vergiftet, damit deren erster Sohn an
die Macht kommt |
| 54
n.Chr. - 117 n.Chr.: |
Cornelius
Tacitus; „dialogus de oratoribus"; „de vita et moribus iulii
agricolae"; „de origine, situ, moribus et populis germanorum";
die von ihm erlebten Ereignisse schreibt er in „historiae" auf, in
„ab excessu divi augusti" oder „annales" die Geschehnisse
von Augustus bis Nero; bedeutendster Historiker der Kaiserzeit |
| 54
n.Chr. - 68 n.Chr.: |
Nero
Claudius Caesar wird zum Kaiser ausgerufen; die Herrschaft ist zunächst
unter dem Einfluss von Seneca und Burrus positiv für alle, bis die
allmählich die Schattenseiten Neros hervordringen, die
Schreckensherrschaft bricht an |
| 60
n.Chr. - 140 n.Chr.: |
Decimus
Iunius Iuvenalis; sechzehn Satiren in zehn Büchern, düstere Stimmung
ohne Hoffnungsschimmer |
| 61-113
n.Chr.: |
Gaius
Plinius Secundus; historisch wichtige Dankrede an Trajan „panegyrikos";
247 Briefe, darunter die Schilderung des Ausbruchs des Vesuvs |
| 64
n.Chr.: |
Brand
in Rom, 10 von 14 Bezirken sind betroffen; Nero nutzt die Gelegenheit, um
Rom nach hellenistischem Vorbild neu geradlinig und geordnet wieder
aufzubauen, für sich selbst baut er einen Prunkpalast, das goldene Haus;
Nero beschuldigt die Christen, die überaus grausamen Christenverfolgungen
setzen ein
Nach dem die Unzufriedenheit mit der neronischen Herrschaft immer mehr
durchdringt, wird Nero vom Senat geächtet und begeht Selbstmord |
| 69
n.Chr.: |
Das
Vierkaiserjahr bricht an: jeder der vier grossen Truppenkörper will
seinen Oberbefehlshaber zum Kaiser ernennen, schliesslich kann sich Titus
Flavius Vespasianus durchsetzen |
| 70-150
n.Chr.: |
Gaius
Suetonius Tranquillus; erste römische Kulturgeschichte „de viris
illustribus", „de vita caesarum", das auch noch im frühen
Mittelalter die Schriftsteller beeinflusste |
| ab
70 n.Chr.: |
Eroberung
und Zerstörung Jerusalems nach einem Aufstand der Juden
Vespasian kann sein Herrschaftsgebiet bis zum schottischen Hochland
ausdehnen; zur Sanierung der Staatskassen erhöht Vespasian die Steuern |
| 79-
81 n.Chr.: |
Vespasian
stirbt, Nachfolger wird sein Sohn Titus Flavius Sabinus Vespasianus; er
wird durch seine Liebenswürdigkeit und seinen Wohltätigkeitssinn bekannt
Ausbruch des Vesuvs; dreitägige Feuersbrunst in Rom mit darauf folgenden
Seuchen |
| 81-
96 n.Chr.: |
Nach
Titus‘ Tod wird Titus Flavius Domitianus Kaiser; er herrscht sehr
absolutistisch, womit er die Gunst des Volkes, aber den Hass der
Aristokratie gewinnt; Trotz guter Innenpolitik wird der Druck auf ihn
immer grösser, bis er schliesslich einer Verschwörung unter seiner
eigenen Frau zum Opfer fällt |
| 96-
98 n.Chr.: |
Senat
bestimmt den ranghöchsten Senator, Marcus Cocceius Nerva zum neuen
Regenten. Er richtet u. A. eine Stiftung für die Erziehung von Kindern
ärmerer Familien ein, hat aber mit diesen Massnahmen keinen Erfolg, da er
an allen Ecken und Enden sparen muss Demonstrationen; Nerva beschliesst,
das Amt an seinen Sohn weiterzugeben |
| 98-117
n.Chr.: |
Marcus
Ulpius Traianus ist Kaiser, wird von allen Seiten sehr geschätzt;
Versucht, Steuern weiter zu senken und der Verarmung entgegenzuwirken |
| 101-102
n.Chr.: |
Dakische
Kriege; Dakien wird römische Provinz, die schnell von der römischen
Kultur erfüllt wird
Eroberungen im Osten: Arabien, Armenien, Mesopotamien, Syrien werden
römische Provinzen; Trajan stirbt nach dem Feldzug und übergibt seinem
Neffen Oberbefehl und Krone |
| 117-138
n.Chr.: |
Publius
Aelius Hadrianus wird Kaiser; gibt Provinz Armenien auf, da sie schwer zu
halten ist; führt Bartmode in Rom ein; Hüter der allgemeinen Wohlfahrt;
Verstärkung der Schutzwälle im Donaugebiet, Bau des Hadrianswalles;
Hadrian ist ein Kulturmensch, er bereist sein ganzes Reich und lernt
möglichst viele Kulturen kennen
Apuleius; „metamorphoseon libri XI" oder „de asino aureo" |
| 131-136
n.Chr.: |
Judenkrieg,
ausgelöst durch Bau eines Jupitertempes auf dem Tempelberg im
wiederaufgebauten Jerusalem; Alle jüdischen Städte werden zerstört
Hadrian versucht, einen Ausgleich zwischen Rom und den Provinzen zu
schaffen, u. A. durch Verbesserung des Postwesens; Aufbereitung des
überlieferten Zivilrechts zum Gesetzbuch |
| 138-161
n.Chr.: |
Nach
Hadrians Tod wird dessen Adoptivsohn Titus Aurelius Hadrianus Antonius
Pius Kaiser; Er kümmert sich stark um die innere Gerechtigkeit, weshalb
er von allen geliebt wird, z. B. schützt er Christen und Sklaven; er
vernachlässigt jedoch Heer und Wirtschaft |
| 150-230
n.Chr.: |
Cassius
Dion Cocceianus; Umfassendes Geschichtswerk |
| 155-220
n.Chr.: |
Quintus
Septimius Florens Tertullianus; viele Schriften zur Verfechtung des
Christentums |
| 161-180
n.Chr.: |
Gemeinschaftsherrschaft
der beiden Adoptivsöhne von Antonius Pius, Marcus Aurelius Antonius und
Lucius Verus; Marcus Aurelius ist ein Freund der Philosophie und legt in
seine „Selbstbetrachtungen" seine Grundsätze dar; Er hat stark mit
den im Osten, an der Donau und in Grossbritannien einbrechenden Völkern
zu kämpfen, ist jedoch siegreich; das westmesopotamische Gebiet wird
römische Provinz; Marcus Aurelius stirbt schliesslich an der Pest |
| 180-192
n.Chr.: |
Neuer
Kaiser ist Marcus Aurelius Commodus, unreif und eitel beschwört er ein
Zeit wie die Neros herauf, er wird schliesslich ermordet und vom Senat zum
Staatsfeind erklärt |
| 192
n.Chr.: |
Publius
Helvius Pertinax wird zum Kaiser gewählt, ist aber als Feldherr zu
energisch für das Kaiseramt und erliegt einer Revolte der Prätorianer |
| 193-211
n.Chr.: |
Lucius
Septimius Severus wird neuer Kaiser; erster Soldatenkaiser; ordnet
Verwaltung und Rechtspflege neu, in dem er dem Senat einen Grossteil
seiner Macht entzieht |
| 211-217
n.Chr.: |
Marcus
Aurelius Antonius Caracalla; regiert sehr willkürlich, aber lässt auch
Prachtbauten erstellen; wird schliesslich ermordet |
| 218-222
n.Chr.: |
Elagabal
kommt auf den Thron, bis er von Soldaten wegen seines orientalischen
sittenloses Lebenswandels erschlagen wird |
| 222-235
n.Chr.: |
Marcus
Aurelius Alexander übernimmt förmlich die Krone, ist aber noch zu jung
um tatsächlich zu regieren; Senat gewinnt unter der schwachen Herrschaft
Macht zurück; Er schlägt erfolgreich die Perser zurück, wird aber beim
Versuch, einen Germaneneinfall abzuwehren, von seinen Soldaten ermordet
Das römische Reich wird an allen Enden überrannt: in England, an der
Donau, im Osten innerer Zusammenhalt des Reiches wird geschwächt
Lucius Caecilius Firmianus Lactantius; „divinae institutiones" |
| 268-270
n.Chr.: |
Maurcus
Aurelius Claudius Goticus kann die Ordnung wiederherstellen |
| 270-275
n.Chr.: |
Lucius
Domitius Aurelianus wird Kaiser; er lässt die aurelianische Mauer bauen;
stärkt Herrschaft im Orient und erhebt den orientalischen Sonnengott „sol
invictus" zum obersten Gott; wird ermordet |
| 276-282
n.Chr.: |
Marcus
Aurelius Probus wird zum Nachfolger ausgerufen; stellt alte Limesgrenze
wieder her; er lässt sein Heer für die Landwirtschaft arbeiten Unwillen
Probus wird erschlagen |
| 284-305
n.Chr.: |
Diokletian
wird Kaiser; nimmt dem Senat seine Macht, führt System mit Neben- und
Unterkaisern ein; Provinzen werden verkleinert, jeder Kaiser erhielt ein
Gebiet samt Hauptstadt; Mailand wird statt Rom Hauptstadt des Reiches, die
senatorischen Ämter verschwinden ganz; Diokletian führt auch das
absolutistische orientalische Hofzeremoniell ein, welches das Reich
äusserlich stärkt, aber den inneren Verfall fördert; die
Christenverfolgungen werden wieder aufgenommen; liess die „Thermen des
Diokletian" erbauen |
| 305-311
n.Chr.: |
Galerius
wird Kaiser |
| 310-370
n.Chr.: |
Decimus
Magnus Ausonius; Epigramme, Briefe, Idyllen; Reisebericht „Mosella";
„Bissula" |
| 312-337
n.Chr.: |
Constantinus
wird Kaiser; erlaubt das Christentum, Soldaten malen sich Kreuze auf die
Schilde, Kirche wird unter kaiserlichen Schutz gestellt christliche
Gesinnung nimmt Einfluss auf das Rechtswesen; |
| 326
n.Chr.: |
Byzantion
wird neue Reichshauptstadt und in Konstantinopel umbenannt |
| 330-400
n.Chr.: |
Ammianus
Marcellinus; Geschichtswerk „res gestae" |
| 337-361
n.Chr.: |
Flavius
Iulius Constantinus wird, nachdem er seine Brüder und Mitregenten besiegt
hat, alleiniger Herrscher; versucht, mit Gewalt Einheitsreligion
durchzusetzen |
| 340-397
n.Chr.: |
Ambrosius;
Erzbischof von Mailand; „de officiis ministrorum libri III";
zahlreiche Hymnen für den Gottesdienst |
| 345-420
n.Chr.: |
Sophronius
Eusebius Hieronymus; Bibelübersetzung „vulgata" |
| 347-430
n.Chr.: |
Johannes
Chrysostomus; grosser Redner, Verfechter des Christentums |
| 348-410
n.Chr.: |
Aurelius
Prudentius; bedeutendster lateinisch schreibender, christlicher Dichter;
„Psychomania" |
| 354-430
n.Chr.: |
Augustinus;
„confessiones"; „de civitate dei" |
| 361-337
n.Chr.: |
Flavius
Claudius Iulianus Apostata wird nach einem Streit mit Iulius Constantin
und dessen Tod Kaiser; Christentum verliert Status der Staatsreligion;
wird während eines Feldzugs gegen die Perser getötet |
| 364-375
n.Chr.: |
Valentinian
wird Kaiser; er teilt das Reich und übergibt seinem Bruder Valens den
Osten; hat sehr stark mit den Ostgermanen zu kämpfen |
| 364-378
n.Chr.: |
Valens
regiert die Osthälfte des Reiches; wird bei einem Zwischenfall mit den
Hunnen getötet
Claudius Claudianus; Hofdichter des Stilicho
Rutilius Claudius Namatianus; „de reditu suo" |
| 379-395
n.Chr.: |
Theodosius
übernimmt die Krone; gliedert Ostgoten ins Reich ein; verbietet die alte
heidnische Religion; hat nach dem Sieg über Westrom das letzte Mal das
ganze Reich unter einer Hand |
| 395-408
n.Chr.: |
Arcadius
und Honorius sollen Ost- und Westrom regieren, sind aber noch zu jung; der
Germane Stilicho übernimmt die Herrschaft; Einfälle der Goten;
Völkergemisch dringt bis nach Florenz vor; mit Stilicho wird ermordet,
der Rom noch hätte retten können |
| 410
n.Chr.: |
Der
Westgote Alarich nimmt Rom ein; die Westgoten können schliesslich von
Honorius für sich verpflichtet werden |
| 418
n.Chr.: |
Aus
Britannien werden die letzten römischen Truppen abgezogen |
| 423-455
n.Chr.: |
Valentinian
III. Wird weströmischer Kaiser, ist aber mit 5 Jahren noch zu jung seine
Mutter regiert; Valentinian wird schliesslich Opfer einer Blutrache |
| 439
n.Chr.: |
Karthago
und damit die Provinz Africa wird von den Wandalen erobert |
| 455
n.Chr.: |
Petronius
Maximus lässt die Wandalen Rom plündern |
| 455-456
n.Chr.: |
Der
Heermeister des Petronius, Flavius Eparchius Avitus übernimmt die Krone,
besiegt die Wandalen |
| 457-461
n.Chr.: |
Iulius
Maiorianus wird von Petronius‘ Heermeister Ricimer zum Kaiser erhoben;
er kann nochmals die kaiserliche Macht in Gallien herstellen und das
Innere ordnen; nach einer Niederlage gegen die Wandalen wird er von
Ricimer abgesetzt und hingerichtet |
| 472
n.Chr.: |
Ricimer
wird in Rom von der Pest dahin gerafft, wie auch sein letzter
Schattenkaiser, Olybrius |
| 475
n.Chr.: |
Romulus
Augustulus wird letzter Kaiser; |
| 476
n.Chr.: |
Der
Skirenkönig Odovakar übernimmt die Herrschaft von Westrom Untergang
Westroms |