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 Die Wirtschaftspolitik des Dritten Reichs

1. Einleitung:
Am 30.01.1933 wurde Adolf Hitler von dem damaligen Reichspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Am Abend dieses 30.01.1933 begrüßte das deutsche Volk mit einem großen Fackelzug durch Berlin jubelnd die neue Führung des Deutschen Reiches. Und brachte damit auch die Hoffnung auf wirtschaftlich bessere Zeiten als in den vergangenen Jahren zum Ausdruck. Joseph Goebbels, Gauleiter von Berlin und Reichspropagandaminister der NSDAP, notierte später in seinem Tagebuch zu diesem Tag: "... Das ist der Aufbruch der Nation! Deutschland ist erwacht. In einer spontanen Explosion bekennt sich das Volk zur Revolution der Deutschen ! ..." Der Regierung unter Hitler gehörten zunächst nur 2 Nationalsozialisten an, neben ihnen saßen acht Minister, die den Deutschnationalen nahe standen, darunter von Papen, der Vizekanzler wurde, Konstantin von Neurath (Außenminister) und Hugenberg, der für die Wirtschaftspolitik zuständig war. Von Papen meinte zu der Berufung Hitlers zum Reichskanzler: "Wir haben uns ihn engagiert".
Man war der festen Überzeugung, durch die Struktur der Führung des Reiches der nationalsozialistischen Bewegung und ihrem Führer Adolf Hitler genügend Zügel angelegt zu haben. Wie sich später herausstellte ein folgenschwerer Irrtum!
Die folgende Arbeit versucht zu erläutern, wie sich die Machtergreifung der Nationalsozialisten auf die wirtschaftliche Orientierung am Weltmarktgeschehen des Deutschen Reiches auswirkte und inwieweit eine Lösung der wirtschaftlichen Probleme Deutschlands durch die NSDAP herbeigeführt wurde.

2. Die Wirtschaftspolitik des Dritten Reiches:

2.1. Der Autarkiegedanke:
Der Grundstein des Autarkiegedankens wurde bereits in der Zeit der Weimarer Republik gelegt. Die Hauptursache für diese Autarkiebestrebungen waren die Auswirkungen der Blockadestrategie der Alliierten Mächte im 1. Weltkrieg. Das Hauptargument der Nationalsozialisten für die deutsche Autarkie war das "Selbstversorgungsargument", welches auf das Problem der Rohstoffbeschaffung und der Nahrungsmittelknappheit hinauslief. Die endgültige Lösung der deutschen Rohstoff- und Ernährungsprobleme sah Adolf Hitler von je her in der Eroberung fremden Lebensraumes, dessen Ausbeutung ihm als einzig adäquate Lösung des deutschen Wirtschaftsproblems erschien. Die Thesen zur Osterweiterung stellte Hitler bereits in den Jahren 1925/26 in seinem Buch "Mein Kampf" auf.
Die wirtschaftliche Autarkie war für Adolf Hitler ein Instrument, um sein ursprüngliches Ziel, nämlich den Krieg, vorzubereiten. Um den Krieg aus einer isolierten Position heraus führen zu müssen, schien die weitgehend auf Selbstversorgung vorbereitete Wirtschaft eine geeignete Übergangslösung zu sein. Das Endziel - die gewaltsame Eroberung von Rohstoffen und Nahrungsmitteln - sollten dann das Überleben der deutschen Rasse sichern.
Im Zuge der zunehmenden Autarkiebestrebungen und des Abbaus der internationalen Wirtschaftsbeziehungen entwickelte sich die sogenannte bilaterale Handelspolitik der Nationalsozialisten.

2.2. Die bilaterale Handelspolitik der NSDAP und Schacht’s "Neuer Plan":
Der stärker werdende Autarkiegedanke im Nationalsozialismus hatte natürlich starken Einfluss auf den Handelsverkehr mit dem Ausland. Der Grundsatz vom allseitigen freien und unbeschränkten Handel galt nicht mehr. An die Stelle des freien weltwirtschaftlichen Warenaustausches trat die beschränkte Begünstigung, die auf Gegenseitigkeit gewährt wurde.
Weitere Einschränkungen waren die Verbindung von Kontingentsystemen, Zöllen und anderen außenwirtschaftlichen Beschränkungen mit dem Fluss des Warenverkehrs. Von den Kontingentverträgen bedurfte es nur noch eines Schrittes, um zur Urform des Warenaustausches zu gelangen, zum Kompensationsgeschäft, also zum Tausch Ware gegen Ware. Als Beispiel für diese Wirtschaftspolitik sei eine nach Südamerika entsandte Delegation erwähnt, die die Aufgabe hatte, den devisenfreien Bezug von Rohstoffen zu sichern.
Doch nicht nur die zunehmende gewollte Abkapselung der deutschen Wirtschaft von der Weltwirtschaft waren für den Rückgang der deutschen Exportwirtschaft verantwortlich.
Die Verschlechterung der deutschen Exportsituation war auch auf eine internationale Abwertungswelle zurückzuführen, die auf die Abwertung des englischen Pfund (1931) zurückzuführen war. Warum hat Deutschland sich nicht an dem allgemeinen Abwertungstrend beteiligt, um den Export zu sichern? Erst der Verzicht auf die Abwertung der Reichsmark gab der Kette von Manipulationen der außenwirtschaftlichen Beziehungen den Anschein des Unvermeidbaren.
In dieser schwierigen Phase für die deutsche Wirtschaft wurde im Frühsommer 1934 der bisherige Präsident der Reichsbank Hjalmar Schacht offiziell zum Leiter des Reichswirtschaftsministeriums bestellt. Schachts Wirtschaftsmacht stieg für wenige Jahre sehr stark an. Um die Devisennot des Reiches zu lindern, schlug Schacht die drastische Beschränkung der Einfuhr und die Förderung der zweiseitigen Handelsabkommen vor.
Die gesamte Bewirtschaftung des Außenhandels wurde als "Neuer Plan" proklamiert. Diese Bestrebungen zerstörten jede Hoffnung auf eine Wiederherstellung des internationalen Freihandels. Um so überraschender wirkt dann auch die Ansprache von Hjalmar Schacht auf der Internationalen Agrarkonferenz am 30.08.1934 in Bad Eilsen. Hier sprach sich Schacht gegen eine Ausweitung des bilateralen Handelsverkehrs aus:
"Ein konsequent durchgeführtes Clearing (Verrechnung) von Zahlungsbilanzen der einzelnen Länder ... würde eine völlige Zerrüttung des Welthandels zur Folge haben. ... Man kann heute bereits einsehen, dass jede Art von Clearing keine Lösung des Problems darstellt, sondern nur einen Notbehelf, der sobald als möglich wieder beseitigt werden muss".
In einer Ansprache in Weimar verkündete Schacht: "Ich erkläre Ihnen, daß ich diesen sogenannten Neuen Plan, den wir eingeführt haben, für etwas Scheußliches halte. Aber ohne dieses Verfahren ist nicht durchzukommen".
Um so überraschter dürfte die Welt gewesen sein, als sie am 24.09.1934 eine lückenlose Überwachung und die Lenkung des deutschen Außenhandels zur Kenntnis nehmen musste, die zugleich mit einem weiteren Ausbau der Verrechnungsabkommen verbunden war.
Hjalmar Schacht selbst sah Deutschland primär durch die Wirtschaftspolitik des Auslandes zu diesen Maßnahmen gezwungen. Auch machte er die hohe Auslandsverschuldung der Weimarer Republik für die schlechte Ausgangslage der deutschen Handelspolitik verantwortlich. Durch diese Entwicklung fand eine fast völlige Abkehr vom Welthandel statt. Bald bestanden mit 25 Ländern bilaterale Verrechnungsabkommen. Mehr als die Hälfte des deutschen Außenhandels lief über diesen Weg. Vor allem Balkanländer und Länder aus Südamerika betrieben auf diese Art und Weise Handel mit dem Deutschen Reich.
Dem Handelsverkehr mit den Industriestaaten war diese Verfahrensweise natürlich nicht sehr förderlich. Schacht sah jedoch in dieser bilateralen Handelspolitik lediglich "eine Reaktion Deutschlands auf die feindliche Wirtschaftspolitik des Auslandes".
Der Grundgedanke der deutschen Außenhandelspolitik war in dieser Zeit:
"Nur das kaufen, was wir bezahlen können, und in erster Linie dort kaufen, wo wir unsere Waren verkaufen können".
Im Grunde genommen war diese Art von Außenwirtschaft eine Rückkehr zum "prähistorischen Tauschhandel", einem Warenumsatz ohne Geldbewegung.
Bei der Betrachtung der Veränderung der Außenwirtschaftsbeziehungen Deutschlands in den Jahren 1933-35 dürfen die ideologischen, von Adolf Hitler in seinem Buch "Mein Kampf" bereits 1925/26 fixierten Ziele nicht außer Acht gelassen werden. Die wirtschaftlichen Entscheidungen des NS-Regimes wurden immer eng im Zusammenhang mit der Vorbereitung eines Krieges getroffen. Die Absichten von Adolf Hitler einen Krieg zu führen traten schon in den ersten Wochen seiner Herrschaft deutlich hervor. Bereits am 8. Februar 1933, also nur 9 Tage nach seiner Ernennung zum Reichskanzler äußerte sich Hitler in einer Ministerbesprechung zu geplanten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: "Die nächsten fünf Jahre müssen der Wiederwehrhaftmachung des deutschen Volkes gewidmet sein. Jede öffentlich geförderte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme muß unter diesem Gesichtspunkt beurteilt werden. Dieser Gedanke steht immer und überall im Vordergrund".
Als weiterer Beleg für die Kriegsabsichten sei noch einmal das stufenweise Unabhängigkeitsstreben vom Ausland und die vielen arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen (z. B. Ankurbelung der Motorenindustrie) genannt. Zur Überwindung der Krise wurde von Hitler ein Vierjahresplan aufgestellt, der die völlige Selbstversorgung des deutschen Volkes zum Endziel hatte.
Ohne Rücksichtnahme auf die Kosten sollte die wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Ausland angestrebt werden. Über die dazu notwendigen Produktionsmethoden sollten sich die "Industriellen den Kopf zerbrechen".
Würden diese sich als dafür ungeeignet oder unfähig erweisen, "dann benötigen wir keine Privatwirtschaft mehr", so Hitler. Diese Drohung wurde durch die Gründung eines großen, staatlichen Stahlkonzerns, der "Hermann Göring Werke", verstärkt.
Hitler gab im Jahre 1936 an Hermann Göring folgenden Auftrag:
"Ich halte es für notwendig, dass nunmehr mit eiserner Entschlossenheit auf allen Gebieten eine hundertprozentige Selbstversorgung eintritt. Ich stelle damit folgende Aufgabe:
1. Die deutsche Armee muss in 4 Jahren einsatzbereit sein
2. Die deutsche Wirtschaft muss in 4 Jahren kriegsfähig sein".
Auch an verschiedenen Importaktivitäten ist die Vorbereitung des Krieges abzulesen.
Im Jahre 1934 wurden von Deutschland 501 Einheiten schwere LKW importiert. Im Zuge der stärker werdenden Isolation und der damit verbundenen Abkehr vom Welthandel wurden in den Jahren 1935 nur 104, 1936 noch 63, 1937 lediglich 5 Einheiten eingeführt.
Im Jahre 1938 jedoch wurden 2614 Einheiten schwere LKW importiert. Der zweite Weltkrieg begann bekanntlich am 01.09.1939 mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen. 

3. Die Überwindung der Krise durch Arbeitsbeschaffung:

3.1. Wirtschaftstheoretische Grundlagen:
Da Hitler kein eigenes Verständnis für Wirtschaftsfragen hatte, neigt man zu der Schlussfolgerung, dass das nationalsozialistische Regime ohne die überragenden finanzwissenschaftlichen Fähigkeiten eines Hjalmar Schacht nie in der Lage gewesen wäre, seine enorme Kriegsmaschine zu errichten. Zu der Fähigkeit Adolf Hitlers, wirtschaftliche Probleme zu erfassen und zu lösen bemerkte Hjalmar Schacht:
"Es war in dem Buch "Mein Kampf" und zum Teil auch im Parteiprogramm ein Punkt enthalten, der mir sehr zu denken gab, das war die völlige Verständnislosigkeit allen Wirtschaftsproblemen gegenüber".
Aus dem Schriftwechsel zwischen Hitler und dem Reichsbankpräsidenten Schacht kann entnommen werden, dass auch Hjalmar Schacht selbst keinerlei Konzeptionen anzubieten hatte, wie die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen sei.
Zur Rechtfertigung der durchgeführten Wirtschaftspolitik wurden bestimmte theoretische Grundlagen von renommierten Ökonomen herangezogen, wie z. B. dem Engländer Keynes oder dem deutschen Reformer Wilhelm Lautenbach. In der gesamten Wirtschaftstheorie von Keynes findet sich zentrale These, dass das Verhältnis von Sparrate und Investitionsrate den Konjunkturverlauf bestimmen. Für Keynes erscheint das Problem des Konjunkturzyklus nur als eine Störung eines Gleichgewichtes, das mit gezielten monetären Beeinflussungen beseitigt werden soll. Die von Keynes aufgestellte Grundgleichung lautet Q = I - S, wobei Q die Gewinne der Unternehmer, I die Investition und S das Sparvolumen bedeuten. Ein Unternehmergewinn entsteht also nur, wenn die Investition höher ist als das Sparvolumen. Dies können lediglich die Banken durch die ihnen obliegende Geldschöpfung bewirken.
Die durch die stärkere Investition hergestellten Produkte können nur dann über den Markt verkauft werden, wenn eine entsprechendes Nachfragevolumen vorhanden ist. Es findet also ein starkes Orientieren an den Bedürfnissen der Nachfrage statt. Reicht die vorhandene Nachfrage der privaten Haushalte nicht aus die Nachfragesituation ausreichend zu beleben, dann sollte der Staat als Nachfrager auftreten und die Staatsausgaben forcieren.
Keynes proklamierte also eine antizyklische Konjunkturpolitik des Staates. Dies bedeutete, das der Staat in wirtschaftlich schlechten Zeiten die Nachfrage durch eigene Ausgaben stärken sollte. Und zur Finanzierung dieser Nachfrage auch die Kreditfinanzierung anwenden dürfe. Diese ökonomischen Überlegungen gingen in die Wirtschaftstheorie der Nationalsozialisten ein.

3.2. Das Sofortprogramm der NSDAP:
Bei dem Sofortprogramm der NSDAP handelte es sich um ein detailliertes Arbeitsbeschaffungsprogramm mittels öffentlicher Aufträge die teilweise durch "produktive Kreditschöpfung zu finanzieren seien. Als praktische Objekte wurden Bodenverbesserungsarbeiten, der Bai von Landstraßen und Kanäle und umfangreiche Bauprojekte vorgeschlagen. Durch die produktive Kreditschöpfung sollten etwa 20 - 30 % der anfallenden Ausgaben gedeckt werden. Es sollte jedoch eine so geringe Ausweitung des Kreditvolumens vorgenommen werden, welche ohne jede Gefahr für den Bestand der Währung sei. In einem zweiten Teil des Sofortprogramms wurden weitere Zielsetzungen der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik festgelegt. Beispiele:

  • Importaufschläge (Abkehr vom Welthandel)
  • Verstaatlichung des Bankwesens (uneingeschränkte Kapitalzufuhr)
  • staatliche Preiskontrolle
  • Genehmigungspflicht für die Neuerstellung industrieller Produktionsanlagen Maßgeblichen Anteil am Sofortprogramm hatte auch Robert Friedländer-Prechtl.

Er musste jedoch von den Nationalsozialisten totgeschwiegen werden, weil er jüdischer Abstammung war. Robert Friedländer-Prechtl erhielt zwar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten sofort ein Rede- und Schreibverbot, wurde sonst aber nicht weiter behelligt. Seine Person und sein Vermögen wurden nicht angetastet und er überdauerte das "Dritte Reich" in der Zurückgezogenheit seiner Villa am Starnberger See.
Robert Friedländer-Prechtl lehnte die üblichen Scheinerklärungen zur Entstehung der Massenarbeitslosigkeit ab. Verlorener Krieg, Kolonialverlust oder Exporthemmungen stellten für ihn nicht die wahren Gründe der Arbeitslosigkeit dar. Auch die oft in diesem Zusammenhang genannte Weltüberproduktion ließ er als Ursache für die Arbeitslosigkeit nicht gelten. Er meinte zu der Problematik der Arbeitslosigkeit:
"Solange nicht sämtliche Bedürfnisse sämtlicher Menschen - wir wollen bescheiden sein und nicht sagen der Erde, sondern nur der hochzivilisierten Völker - gedeckt sind und das wird nie sein, kann es keine allgemeine Überproduktion geben, sondern nur falsch geleitete Produktion. Es gibt keine Überproduktion - es gibt nur menschliche Dummheit und wirtschaftliche Unfähigkeit"!
Das Sofortprogramm stieß in maßgeblichen und einflussreichen Wirtschaftskreisen (Großindustrie) auf nicht unerhebliche Kritik. Diese konnte selbst von einem "unfehlbaren Herrscher" wie Adolf Hitler und seinen Gefolgsleuten nicht ignoriert werden. Als Reaktion auf die Kritik der Großindustrie wurde das Sofortprogramm von dem sogenannten Aufbauprogramm abgelöst.

3.3. Das Aufbauprogramm der NSDAP:
Im Gegensatz zu den recht detailliert angekündigten Maßnahmen des Sofortprogramms ist das Aufbauprogramm eine Ansammlung von nur sehr allgemein formulierten Grundsätzen und Erklärungen, die unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten zulassen.
In dem Aufbauprogramm wird nicht nur versucht den Problemen auszuweichen, sondern es finden sich auch völlig gegensätzliche Ausführungen im Vergleich zum Sofortprogramm. So wird zum Beispiel anstelle der im Sofortprogramm geforderten Höherbesteuerung der Großverdiener eine "Steuerentlastung durch Milderung oder völlige Beseitigung der produktionshemmenden Steuern versprochen. Auch von den im Sofortprogramm angekündigten Maßnahmen der staatlichen Investitions- und Preiskontrollen ist im Aufbauprogramm nichts mehr zu finden. Im Gegenteil es wurde eine Auflockerung der Preise zugesagt, die die Unternehmer immer gefordert hatten.
Die wirtschaftliche Entwicklung in den Jahren 1933 - 1938 diente vor allem den militärischen Absichten von Adolf Hitler. Der Abbau der Arbeitslosigkeit wurde vor allem durch die sehr hohen Staatsausgaben in den Rüstungssektor und in Infrastrukturmaßnahmen bewerkstelligt. Für den Krieg wichtige Industriezweige wie Schwerindustrie oder Automobilbau wurden, verstärkt gefördert. Denn wo am Anfang noch Motoren für Privatfahrzeuge gefertigt wurden stellte man später Motoren für Panzer und andere militärische Nutzfahrzeuge her.

4. Fazit:
Die Machtergreifung von Adolf Hitler und der nationalsozialistischen Partei bedeutete langsam aber sicher den Abschied vom Weltmarktgeschehen und eine Abkehr vom freien und internationalen Warenverkehr (Autarkie, Selbstversorgung). Auch die innenpolitische Wirtschaftskrise (Arbeitslosigkeit) wurde nur durch massive Staatsausgaben zur Ankurbelung der Rüstungsindustrie sowie durch den Ausbau der Infrastruktur nur scheinbar gelöst. Hohe Staatsverschuldung und der unvermeidbare Weg in den Krieg waren die heute bekannten Folgen. Bereits in seinem Buch "Mein Kampf" von 1925/26 legte Adolf Hitler die unabänderbaren Thesen der nationalsozialistischen Herrschaft fest. Schon zu dem frühen Zeitpunkt 1925/26 waren die Ziele "Eroberung von neuem Lebensraum im Osten" oder die Schaffung einer "arischen Rasse" und die "Unterwerfung der Untermenschen" schriftlich fixiert. Hinter allen Handlungen (auch den wirtschaftlichen) von Adolf Hitler und der NSDAP stand von Anfang an die Führung eines Krieges. Mit diesem Krieg sollten alle Probleme des Deutschen Volkes für immer gelöst werden.

 

 

 

Autor: Bernd Conrad  |  Quelle: www.geschi.de

 




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