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Die Machtergreifung Hitlers und
die Zeit bis zum 2. Weltkrieg:
| 1933: |
Am
30. Januar wurde Adolf Hitler Reichskanzler. Nun baute er mit Hilfe des
Notstandartikels 48 seine Macht aus. Das Ziel Hitlers war es die Macht
der NSDAP zu festigen und die Gleichschaltung, d. h. Maßnahmen um alle
Bereiche des Staates, der Wirtschaft und der Gesellschaft zu
kontrollieren und zu lenken, durch zu setzen. Schließlich wurden die
Grundrechte mit den Notverordnungen "zum Schutz des deutschen
Volkes" am 4.2 und "zum Schutz von Volk und Staat" am
27.2 aufgehoben. Am 13.3 wurde das ,,Reichsministerium für
Volksaufklärung und Propaganda" unter Führung Goebbels
gegründet. Der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels erklärt mit
seiner Propaganda die Gleichschaltungsmaßnahmen. Am 23.3 wurde das
"Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich"
(Ermächtigungsgesetz) eingeführt. Damit übertrug das Parlament der
Regierung in einer Notsituation die Legislativmacht. Am 31.3 wurde erst
ein "Vorläufiges Gesetzt zur Gleichschaltung der Länder mit dem
Reich" erlassen, es wurde aber am 7.4 endgültig als "Gesetzt
zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich" erweitert. Durch
dieses Gesetz übernahm die NSDAP die Führung in allen Ländern. Am
10.5 folgte das Gesetz gegen die Neubildung von Parteien. Im Oktober
trat Deutschland aus dem Völkerbund aus, und am 24.10 wurden alle
Gewerkschaften, welche schon vorher aufgelöst wurden, in der DAF zusammengefasst
und damit gleichgeschaltet. Die DNVP, Staatspartei, DVP,
BVP, Zentrum lösten sich zwischen dem 27.6. und dem 5.7. selbst auf. Am
1.12 wurde die NSDAP mit dem "Gesetz zur Sicherung der Einheit von
Partei und Staat" Staatspartei. |
| 1934: |
Mit
dem "Gesetz über den Neuaufbau des Reiches" vom 30.1 wurden
die Länderregierung der Reichsregierung direkt unterstellt und damit
der Prozess der Gleichschaltung beendet. Am 2.8 übernahm Hitler nach
dem Tod des Reichpräsidenten von Hindenburg seine Funktion unter dem
Titel Führer. Nun wurde auch die gesamte Polizei zu der Gestapo zusammengefasst
um sie besser unter Kontrolle zu haben. In diesem Jahr schloss Hitler auch einen Nichtangriffspakt mit Polen. |
| 1935: |
Im
März wurde die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt. |
| 1936: |
1936
wurde der Locarno- Vertrag, welcher die Ost- und die Westgrenzen
festlegte, gekündigt und Deutsche Truppen marschierten in die
entmilitarisierte Zone des Reinlandes, womit der schon fast aufgelöste
Versailler Vertrag gebrochen wurde. Im Juni wurden alle
freundschaftlichen Beziehungen mit Österreich wiederhergestellt. Im
Oktober und November wird die Achse- Berlin- Rom verkündet. Die Achse-
Berlin- Rom war ein Bündnis zwischen Italien und Deutschland. Als
Folge ging Japan im November den Antikomminterpakt mit Deutschland ein,
der ein gemeinsames Vorgehen gegen gemeinsame politische Gegner zur
Zielstellung hat. Nun wurde die Eroberung neuen Lebensraumes ein großes
Ziel der NS- Außenpolitik. |
| 1937: |
Italien
trat dem Antikomminterpakt bei. Auch enthüllte Hitler, allerdings nicht
öffentlich, seine Kriegspläne, welche auf Eroberung neuen Lebensraum
ausgerichtet waren. |
| 1938: |
Am
13. März schloss sich Österreich, teils durch Druck Hitlers an das
Deutsche Reich an, welches im April durch eine Volksabstimmung
bestätigt wurde. Am 29.9 wurde das Sudetenland durch eine Konferenz in
München an Deutschland abgetreten. |
| 1939: |
Am
15.3 besetzen deutsche Truppen dann den Rest der Tschechei. Am 16.3 wurde
das ,,Reichsprotektorat Böhmen und Mähren" gegründet, und am
21.3 stellte Deutschland die Forderung an Polen, dass Danzig an das
Deutsche Reich angegliedert werden solle, und dass eine Landverbindung
zwischen Ostpreußen und dem Reichsgebiet geschaffen werden solle. Wegen
der Ablehnung Polens dieser Forderungen kündigt Deutschland am 28.4 den
deutsch- polnischen Nichtangriffspakt. Am 22.5 wurde dann der
Bündnispakt (Stahlpakt) zwischen Italien und Deutschland ins Leben
gerufen. Schließlich schloss Deutschland am 23.8 einen
Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion ab, der inoffiziell
Gebietsabtretungen im Falle eines deutschen Eroberungszuges gegen Polen
einschloss. Durch diesen Vertrag hatte Deutschland einen Kriegshandlung
der Sowjetunion vorläufig ausgeschlossen. Am 1.9 begann Deutschland mit
dem Angriff auf Polen den zweiten Weltkrieg. |
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