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 Der erste Weltkrieg

Ursachen:
Die Ursache für den ersten Weltkrieg war nicht nur, wie viele glauben, die Ermordung des österreichischen Thronfolgers und seiner Frau am 28.6. 1914, sondern die Frage nach der Ursache ist viel komplexer. Zu Anfang des 20 Jahrhunderts waren die machtpolitischen Gegensätze in Europa sehr groß. Vor allem ist die Konkurrenz zwischen Deutschland und England und zwischen Deutschland und Frankreich zu nennen. Am größten war die Rivalität im Rüstungswettlauf der großen Mächte in Europa. Auch gab es in Österreich- Ungarn Schwierigkeiten durch den Vielvölkerstaat. So wollten die Tschechen ihre Unabhängigkeit erreichen. Schließlich ging noch der defensive Charakter der europäischen Bündnisse verloren. Die Krisen im Balkan, in die Russland, Italien und Österreich- Ungarn direkt und Deutschland, Frankreich und Großbritannien indirekt verwickelt waren, ist auch ein Grund für den ersten Weltkrieg. Ein weiterer Grund ist auch die Mobilmachung des Militärs in den rivalisierenden Ländern und die Ultimaten die in der Krise vor dem Krieg gestellt wurden. Aber Auslöser ist wie schon angesprochen die Ermordung des österreichischen Thronfolgers und seiner Frau.

 

Kriegsschauplatz:
Die Westfront hat sich nur in Frankreich und Belgien befunden. Zuerst war es ein Bewegungskrieg doch später wurde es zu einem Stellungskrieg in dem die Soldaten in Schützengräben stationiert waren, und dann versuchten den gegnerischen Schützengraben zu erobern. Bei diesen Eroberungen kam es meistens zu vielen Verlusten aus der angreifenden Seite, weil über freies Feld gestürmt werden musste, wobei der Gegner in den Schützengräben verschanzt war. Ein ganze Zeit des Krieges veränderte sich die Westfront nur geringfügig, weil erst der Gegner die Stellungen eroberte, diese aber oft schnell wieder zurückerobert wurden.

 

Machtverteilung im ersten Weltkrieg:

Blau:  Mittelmächte und Verbündete
Rot:  Alliierte bis zum 6.4.1917
Rot und Gelb:  Alliierte bei Kriegsende

Auf diesem Bild können Sie sehen auf welcher Seite die jeweiligen Länder gestanden haben. Hier kann man auch erkennen, warum dieser Krieg ein sogenannter Weltkrieg war. Fast alle Länder der Erde waren in ihn verwickelt.

Das Krisen Jahr 1914 und der erste Weltkrieg:

1914 Am 28.6 wurde der österreichische Thronfolger und seine Frau in Sarajewo in Bosnien von einem bosnischen Studenten ermordet. Daraufhin stellte Österreich- Ungarn ein Ultimatum an Serbien, die Schuldigen zu bestrafen. Als dieses Ultimatum nicht eingehalten wurde erklärte Österreich- Ungarn Serbien am 28.7 den Krieg. Nun folgen in kurzen Abständen die Kriegserklärungen von Deutschland, Österreich- Ungarn und die Türkei auf Seiten der Mittelmächte in den Krieg eintraten und Frankreich, Russland, Großbritannien, Japan, Montenegro und Belgien die auf Seiten der Entente in den Krieg eintraten. Der erste Weltkrieg begann also im August 1914. Deutschland bekämpfte die Kriegsgutlieferungen der USA an Großbritannien und Frankreich indem es im uneingeschränkten U-Boot Krieg alle Schiffe von denen man annahm, dass sie Kriegsgüter transportieren, versenkte. Dabei kam es auch vor das unbewaffnete Schiffe getroffen wurden.
1915 Seit 1915 wurden die Lebensmittel in Deutschland immer knapper. Der U-Boot Krieg wurde auf Druck der USA eingestellt, und es traten Bulgarien auf Seiten der Mittelmächte und Italien und San Marino auf Seiten der Entente in den Krieg ein. Nach anfänglichen Erfolgen der Russen bestimmten die Mittelmächte das Geschehen an der Ostfront. Es entstanden soziale Spannungen in allen Kriegs führenden Ländern.
1916 Ende 1916 schien Russland geschlagen und Griechenland und Portugal stiegen auf Seiten der Entente in den Krieg ein.
1917 Nach dem Hungerwinter in 1916/17 wurde der U-Boot Krieg fortgesetzt. Die USA trat als Folge des U-Boot Krieges in den Krieg ein. Auch Bolivien, Brasilien, China, Costa Rica, Kuba, Liberia, Panama, Peru und Siam traten auf Seiten der Entente in den Krieg ein. Es wurde kein einziger Truppentransport von den U-Booten zerstört. Soldaten traten aus der Armee aus und Arbeiter in den Rüstungsfabriken und Frauen streikten gegen den Hunger. Der Zar wurde im Februar/März 1917gestürzt. Im Oktober 1917 wurde die bürgerliche Regierung Russlands gestürzt. Die Produkte der USA standen der Entente seit 1917 zur Verfügung. Die USA stellte den Kriegseintritt als Kampf für Freiheit Demokratie und Frieden dar, sie zog aber auch wirtschaftliche Vorteile aus ihm.
1918 In diesem Jahr traten Guatemala, Haiti, Honduras, Kuba und Nicaragua auf Seiten der Entente in den Krieg ein. Im Januar stellte Präsident Wilson seinen 14 Punkte Plan vor. Auch stand der Entente jetzt eine Armee von 1 Millionen Soldaten zur Verfügung. Lenin forderte als erstes die Beendigung des Krieges ohne Gebietsabtretungen und Entschädigungen. Nun gingen die Mittelmächte eine Friedensvertrag mit Russland ein, um bessere Chancen an der Westfront zu haben. Russland verlor bei dem Friedensvertrag im März 1918 weitere Gebiete einschließlich Polen. Außerdem musste Russland Rohstoffe und Lebensmittel an Deutschland liefern. Im Frühjahr suchte die Oberste Heeresleitung die Entscheidung an der Westfront und wurde von den Alliierten besiegt. Im September 1918 verlangte die Oberste Heeresleitung Friedensverhandlungen. Als der Waffenstillstand immer bedrohter war, erklärte Max von Baden den Rücktritt des Kaisers. Deutschland hoffte nun auf den 14. Punkte Plan von Wilson. Ende Oktober wurde Deutschland zu einer parlamentarischen Monarchie. Nach den Aufständen der Matrosen und Erhebungen in vielen Städten wurde von der SPD am 9. November 1918 die Weimarer Republik ausgerufen und der Kaiser floh in die Niederlande. Am 11. November 1918 wurde der Waffenstillstand unterzeichnet und damit der Krieg endgültig beendet.

 

Am Krieg beteiligte Länder:
Mittelmächte:  Deutschland, Österreich- Ungarn, Türkei und Bulgarien.(= 4 Länder)
Entente: Serbien, Frankreich, Russland, Großbritannien, Japan, Montenegro, Belgien, Italien, San Marino, Griechenland, Portugal, USA, Bolivien, Brasilien, China, Costa Rica, Kuba, Liberia, Panama, Peru, Siam, Guatemala, Haiti, Honduras, Kuba und Nicaragua.(= 26 Länder)

 

Folgen:
Die Folge des Ersten Weltkrieges war der Versailler Vertrag, welcher unter Ausschluss Deutschlands von der Entente ausgearbeitet wurde und welchem am 22 Juni 1919 von der Volksversammlung zugestimmt wurde. Die Folgen des Versailler Vertrages wiederum waren der Verlust der deutschen Kolonien, die Abtretung der Gebiete Elsass- Lothringen, Posen, Westpreußen, das Hultschiner Ländchen und des Memelgebiets. Außerdem wird Danzig frei Hansestadt. Auch wurde das Saarland 15 Jahre unter Völkerbundsverwaltung gestellt und seine Kohlengruben fielen an Frankreich. Deutschland musste nun das Berufsheer auf 100.000 Mann beschränken und sollte das Kriegsmaterial sowie die Kriegsverbrecher ausliefern. Außerdem wurde Deutschland zu Reparationen in Höhe von 269 Milliarden Goldmark in 42 Jahresraten gezwungen.

 

Folgende Seite ist sehr interessant und Sie sollten sie sich anschauen: Lexikon des Ersten Weltkrieges

 

 

 

Autor dieses Textes: Marcel Krug  |   Quelle dieses Textes: www.geschi.de

 




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